Dampfschiff auf d. Thunersee
Object Description
Im Jahr 1911, als sich Klee intensiv mit van Gogh auseinandersetzte, entstand die querrechteckige Zeichnung eines Dampfschiffs vor Gebirgslandschaft. Die kurzen Federstriche seiner „impressionistischen“ Blätter bezeichnete Klee in seinem Tagebuch als „meine umherschwirrenden Kratzfüßchen“. Der Sommer 1911 war extrem heiß. „Abwechslung brachten die Seen in das tägliche Einerlei […], die Seen bei Thun und bei Biel.“ Die kurzen Striche werden so auch zu Chiffren einer flirrenden Hitze. Schornstein, Fahnenmasten an Heck und Bug sowie der Berggipfel sind die einzigen vertikalen Elemente in der ansonsten strikt horizontal ausgerichteten Zeichnung. | Dieter Scholz