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Nürnberg: Rechenpfennig


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Object Description

Vorderseite: HANNS KRAVWINCKEL BIN ICH BEKONT [Hans Krauwinckel bin ich bekannt]. Umschrift zwischen zwei Perlkreisen. Im Feld eine Rechentafel in Schildform mit Verzierungen an den Seiten.

Rückseite: IN FRANCKREICH VND AVCH IN NIDERLONT [In Frankreich und auch den Niederlanden]. Umschrift zwischen zwei Perlkreisen. Im Feld eine rechteckige Zahlentafel. Darüber von zwei Rosetten umgebene Krone. Unten eine von zwei Rosetten umgebene Lilie.

Rand: Kerbrand

Kommentar: Rechenpfennige dienten bis zum Mittelalter und der frühen Neuzeit dem Rechnen auf dem Rechenbrett. Die Rechen- oder Raitpfennige (auch Jetons) wurden von Rechenpfennigmachern oder Flinderleinschlägern hergestellt. Vielfach wurde in ihren Darstellung auf Politik und Geschichte Bezug genommen. Krauwinckel wirbt auf diesem Rechenpfennig mit seiner Bekanntheit sowohl in Frankreich, als auch den Niederlanden, er hatte seine Auftraggeber also nicht nur im deutschen Raum.

Literatur: A. Koenig - F. Stalzer, Rechenpfennige I. Nürnberg. Signierte und zuweisbare Gepräge. 1. Lieferung: die Familien Schulte, Koch und Krauwinckel (1989) Nr. 224; J. Neumann, Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. 6 Teile in 4 Bänden (1858-1872 Index 1967) Nr. 32248; C. F. Gebert, Die Nürnberger Rechenpfennigschläger, MBNG 35, 1917, 1-138; A. Nagl, Die Rechenpfennige und die operative Arithmetik, Numismatische Zeitschrift 1888, 309-368.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205916