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Ballet immobile


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Object Description

Jorn war Mitbegründer der CoBrA-Gruppe (1948–1951), einer losen europäischen Künstlergruppe, die für ihre experimentellen Ansätze bekannt war. Die Maler konzentrierten sich auf eine freie Ausdrucksweise, inspiriert von archaischen Formen, Kindermalerei und künstlerischen Strömungen wie dem Surrealismus, Expressionismus, Art brut und Informel. Auch nach der Auflösung von CoBrA waren diese Grundsätze leitend für Jorn und er entwickelte sie in seinen späteren Werken weiter. Sein Gemälde „Ballet immobile“ (Unbewegliches Ballett), das sich aus Grau-, Blau-, Rot- und Gelb- und Ockertönen zusammensetzt, entstand im Jahr seiner ersten bedeutenden Einzelausstellung in der Pariser Galerie Rive Gauche. Ebenfalls 1957 gründete er zusammen mit Guy Debord und anderen Künstler*innen die Situationistische Internationale (S.I.). In dieser Bewegung gingen CoBrA und die Lettristische Internationale sowie das Imaginistische Bauhaus auf, zwei weitere avantgardistische Gruppierungen. Das Ziel dieser Bündelung von Aktivitäten war es, Kunst, Politik und Gesellschaft radikal neu zu denken. Das hier besprochene Werk thematisiert die Spannung zwischen Bewegung und Stillstand. In einem dynamischen Geflecht aus unregelmäßigen Linien, fragmentierten und sich überlagernden Formen sowie menschlichen und tierhaften Figuren entsteht ein dichtes In- und Übereinander, das die Bewegung auf der Leinwand zum Stillstand bringt. So wird der Titel – ein Widerspruch in sich – in der dynamisch-statischen Komposition visuell umgesetzt. | Catherine Nichols