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Femme couchée


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Object Description

Der auch als Bildhauer des Kubismus bekannte Laurens hat in dieser Bronze mit weniger Flächen gearbeitet, als es bei anderen seiner Arbeiten aus dieser Schaffensperiode (etwa „Hockende Frau“, B 798) und bei deren Vorbildern, den kubistischen Gemälden aus der Phase bis etwa 1912, der Fall ist. Fast wirkt es so, als habe Laurens seinen auf dem Bauch liegenden Akt zweigeteilt: Bei einer Sicht auf die rechte Seite der Liegenden ist der Teil unterhalb der Gürtellinie von Rundungen dominiert, welche in der großen Wölbung gipfeln, die sich von den Oberschenkeln über das Gesäß bis hin zum Becken erstreckt. Ein keilartiger Einschnitt markiert den Übergang zu Oberkörper, Kopf und Haarpracht und damit zu mehr facettierten Flächen. Besonders deutlich ausgeprägt ist dies beim Gesicht, dessen zwei Hälften entlang des Nasenrückens in einer scharfen, langgezogenen und nur durch eine Kerbe für den Mund unterbrochenen Kante rechtwinklig aufeinandertreffen. Die Brüste sind als zwei winzige Halbkugeln auf den ansonsten glatten Oberkörper gesetzt, als ob ihre Kurven in dieser Körperhälfte, in die sie ihrer Form nach nicht hingehören, nicht zu viel Gewicht entfalten sollten. Bis in die Hüftkerbe wellen sich die Haare abwärts – sie vermitteln zwischen dem kantigen Oberkörper und den Rundungen unter der Hüfte. | Gabriel Montua