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Eisheiligentag

1954 erworben durch das Land Berlin

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Object Description

Die Eisheiligen, so bezeichnet man die letzten kalten Tage im Mai, mit klarer Luft zumeist, welche die Formen scharf hervortreten und Farben aufleuchten lässt. Wir sehen auf diesem Bild farbige Giebelwände, zwei Brandmauern, wie sie nach der Zerstörung angrenzender Häuser im Krieg vielfach sichtbar waren, und schmale Streifen der jeweiligen Fassaden. Alle Fenster sind geschlossen, kein Mensch ist zu sehen. Eine Lücke zwischen den Häusern gibt den Blick frei auf einen Wasserlauf und zwei Bäume, die mit den stilisierten Baumkronen im Vordergrund korrespondieren. Die Komposition dieses Hauptwerkes hat Heldt mit verschiedenen Zeichnungen vorbereitet, bei der Ausführung in Ölmalerei legte er besonderes Augenmerk auf die Oberflächen der großen Farbfelder: An den weißen Mauern zeichnete er die Risse und Verfärbungen ein, bei den Brandmauern schabte er schwarze Farbe mit dem Spachtel ab und ahmte damit schadhafte Teerschichten nach. Für die Gestaltung der Fassade ganz links mischte er Sand in die Farbe. Bildbestimmend aber sind die hohen, wie mit dem Lineal voneinander abgesetzten Hauswände und die ländliche Szene dazwischen, die rätselhafte Stimmung eines kühlen Maitages. Auch dieses Werk, wie so viele von Heldt, soll einen Fensterausblick zeigen. Dieses Bild erhielt einen vom Künstler selbst entworfenen, weißen Plattenrahmen, der hier die Funktion des sonst oftmals malerisch angedeuteten Fensterrahmens übernimmt. Ebenso verfuhr Heldt bei dem Werk „Pfingsttag“ (F.V. 70b). | Angelika Wesenberg