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Theodor Wiegand


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Object Description

Als Klimsch diese Büste schuf, gehörte Theodor Wiegand (1864–1936) längst zu den führenden Archäologen Deutschlands. Er war an Ausgrabungen auf der griechischen Insel Samos und in der heutigen Türkei beteiligt gewesen und arbeitete seit 1899 für die Berliner Staatlichen Museen, 1931 hatte er die Leitung der Antikenabteilung übernommen. Seit 1932 war er zudem Präsident des Archäologischen Instituts des Deutschen Reichs (heute Deutsches Archäologisches Institut). Er zeichnete unter anderem verantwortlich für das Präsentationskonzept im erst vor Kurzem eröffneten Pergamonmuseum. Im Juni 1936 hieß es in einem Brief der Nationalgalerie an ihn: „Professor Klimsch teilt mir telephonisch mit, dass Freunde von Ihnen, die unbekannt bleiben wollen, beschlossen haben, Ihre Büste in Bronze der National-Galerie zu stiften“ (SMB-ZA, I/NG 1012, Bl. 23 f.). Dem Wunsch der Stifter entsprechend wurde das Porträt in die Bildnissammlung integriert. Diese, ab 1913 in der von Karl Friedrich Schinkel entworfenen Bauakademie untergebracht, war 1936 ins Kronprinzen- und Prinzessinnen-Palais umgezogen. In dem Brief an Wiegand wurde betont, wie willkommen das Bildnis von ihm sei, gleichzeitig musste man ihm jedoch mitteilen, dass nur Porträts von Verstorbenen dort gezeigt würden. Die Büste ist, zusammen mit den Darstellungen von Alfred Graf von Schlieffen und Wilhelm von Stransky-Greiffenfels (B I 336 und NG 28/65), typisch für Klimschs Männerbildnisse. Der Bildhauer modellierte individuelle Gesichtszüge mit starkem Ausdruck. | Emily Joyce Evans