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Object type: Bastgewand
Ethnologisches Museum
Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden. Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen. Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll. Dieses Gewand besteht aus Ulmenbastgewebe, in das mit Nesselgarn ein Streifenmuster eingewebt ist. An Kragen, Ärmeln und unterem Saum sind Besätze aus dunkel-und hellblauem Baumwollstoff aufgenäht. Vorne sind weiße Baumwollflicken eingesetzt. Beachtenswert sind die Ärmel, sog. mojiri-sode. Publ. in: Tekekarpe-Textilkunst und anderes Kunsthandwerk der Ainu aus deutschen Sammlungen (Ausstellungskatalog), Shiraoi/Hokkaidô, 1999, S.60, Nr. 41.
Ethnologisches Museum
Gewand aus Ulmenbastgewebe, in das Nessel- garn eingewebt ist. Dunkelblaue, rote, schwar- ze und hellblaue Baumwollstreifen sind aufge- näht und bestickt. Am Ärmelansatz sind ge- streifter Baumwollstoff und attus (UImenbast- gewebe) eingesetzt. Ungewöhnlich großes Ge- wand.
Ethnologisches Museum
Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden. Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen. Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll. Dieses Gewand besteht aus Ulmenbastgewebe. Nesselgarn ist in Streifen eingewebt. An Kragen, Ärmel und unterem Saum sind Applikationen aus dunkelblauem und schwarzem Baumwollstoff aufgenäht und mit Nesselgarn bestickt. Ärmel: mo-jiri-sode. Publ. in: Tekekarpe-Textilkunst und anderes Kunsthandwerk der Ainu aus deutschen Sammlungen (Ausstellungskatalog), Shiraoi/Hokkaidô, 1999, S.60, Nr. 40
Ethnologisches Museum
Aus dem Rindenbast des Atsui-Baumes gewebt. Blaugestreift, mit aufgenähten Mustern aus dunkelblauem Baumwollstoff und dunkelblauem Samtkragen. Ärmel: mojiri-sode Gewand aus Ulmenbastgewebe, in das mit dun- kelblauem Baumwollgarn ein Streifenmuster eingewebt ist. Applikationen aus blauem Baum- wollstoff sind aufgenäht und mit weißem und rotem Baumwollgarn bestickt. Der Kragen ist mit Samt eingesäumt. Ärmel: mojiri-sode.