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Object type: Behältnis (Keramikgefäß)
Schälchen
Vorderasiatisches Museum
Die Schale stammt aus der parthischen Zeit und weist einen in dieser Zeit beliebten Glasurüberzug auf. Die blaue, wie poliert wirkende Oberfläche ist ein Beweis für die quali- und quantitavie Zusammensetzung der Glasurkomponenten sowie eine effektive Brennführung. An der Innenseite und am Boden der Keramik sind Abrissmarken von Brenndreiecken zu erkennen. Diese wurden genutzt, um die Schale zusammen mit anderen Keramiken beim Glasurbrand platzsparend zu stapeln.
Flasche mit Ritzverzierung
Vorderasiatisches Museum
Die Flasche ist vollständig erhalten, mit vier Schnurösen versehen und einem einfachen geometrischen Punktdekor verziert.
Fragment mit Darstellung einer Bergziege
Vorderasiatisches Museum
Das Gefäßfragment gehörte ursprünglich zu einem großen, steilwandigen Becher. Die Darstellung, die von weißen Zierborten nach oben und unten begrenzt wird, zeigt einen Ziegenbock im Sprung. Mit den Hinterläufen stößt er sich von einem schuppenartig stilisierten Gebirge ab. Die Vorderläufe berühren noch nicht den Boden, so dass ein dynamischer Eindruck der Komposition entsteht. Obwohl Gefäße dieser Art in Assur im Kontext von Wohnhäusern gefunden wurden, gehörten sie einstmals zum Gefäßinventar von Tempeln und Palästen. Göttersymbole auf Gefäßen dieses Typs sind ein Indiz für eine religiöse/kultische Verwendung. Die gut erhaltene Oberfläche und die immer noch beeindruckende Leuchtkraft der Farben machen das Fragment zu einem Referenzbeispiel für Gefäße mit Glasurbemalung. Glasuranalysen aus Assur ergaben die Verwendung einer Alkali-Silikat-Glasur, als Glasurfarben wurden Mangan und Eisenoxid (schwarz), Quarz und Calcit (weiß), Bleiantimonat (gelb) und Kupferoxid, z.T. mit Eisendioxyd vermischt, (grün) verwendet. Nachdem die Konturen der Darstellung mit schwarzer Glasurfarbe vorgezeichnet worden sind, wurden die Flächen mit den entsprechenden Farben ausgefüllt. Als Malmittel für die Glasurfarbstoffe könnten ätherische Öle verwendet worden sein. Durch den anschließenden Brand wurde die Glasur fest mit dem Untergrund verbunden. [Lutz Martin]
Bemalte Schale
Vorderasiatisches Museum
In der inneren Schalenmitte ist ein Swastikasymbol abgebildet. Dieses Motiv ist im Altertum in verschiedenen Kulturen belegt. Um das Symbol herum gruppieren sich vier stark stilisierte Vögel mit Fischen im Schnabel. Weitere Fische sind in den Bereichen zwischen den Flügeln der Vögel zu erkennen. Die innere Schalenwand ist mit weiteren geometrischen Mustern verziert, die äußere Schalenwand zeigt zwei übereinander positionierte flache Zickzackbänder, die oben und unten von zwei Waagerechten eingefasst sind.