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Object type: Figürlicher Aufsatz
Gärtnerin als Frühling
Kunstgewerbemuseum
Der Modelleur Friedrich Elias Meyer (um 1723–1785), ein Schüler Johann Joachim Kändlers (1706–1775) in Meißen, kam 1761 an die Berliner Porzellanmanufaktur von Johann Ernst Gotzkowsky (1710–1775), die 1763 von Friedrich II. (reg. 1740–1786) übernommen und als Königliche Porzellanmanufaktur weitergeführt wurde. Für Friedrich entwarf Meyer kunstvolle Tafelservice, oft in bewusster Korrespondenz zu den Innenräumen der königlichen Schlösser. Die Allegorie des Frühlings war für den Tafelaufsatz (›Plat de Ménage‹) des sogenannten 1. Potsdamschen Tafelservices entworfen worden, das 1765 für das Neue Palais in Potsdam bestellt wurde. Versinnbildlicht wird die Jahreszeit durch die Figur einer Gärtnerin mit Korb und Blumenstrauß in der Hand. Die grazile Drehung des Körpers harmoniert mit der zarten Farbigkeit und der luftig getupften Blumenmalerei. LG
Gärtner mit Korb
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: „Tafelaufsatz, Porzellan weiß glasiert, in Gestalt eines stehenden Gärtners, der einen ovalen durchbrochenen Henkelkorb balanziert. Erhobene Arme, gespreizte Finger. Rocaillesockel, Baumstrunk zur Unterstützung des Korbes. (Linke Hand fehlt) (Der defekte Originalkorb durch das intakte Exemplar 88,601 ersetzt.). Berlin Wegely um 1755. Marke: gezeichnetes W in Unterglasur-Blau. eingepreßt 2/90/20" Das Stück ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. (Heim 2016, Krüger Verlustverz. Nr. 45)