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Object type: Flasche
Birnenförmige Flasche
Antikensammlung
Die Flasche wurde vermutlich im östlichen Mittelmeergebiet oder in Oberitalien hergestellt.
Flasche (sarai)
Kunstgewerbemuseum
Langhalsige Rosenwassersprenger gehören zu den charakteristischen Gefäßtypen der orientalischen Goldschmiedekunst. Ihre exotisch anmutende Form fand im 19. Jh. auch in Westeuropa eine weite Verbreitung.
Flasche mit Fruchtgirlanden und Montierung
Kunstgewerbemuseum
"Flacon mit vergoldeter Bronzefassung, am unteren Teil mit dicken, aufgeschmolzenen Rippen. Darüber mattgeschnittene hängende Fruchtbündel mit Vögeln. Oben wellige Blattranke. Farbe hellrot." aus Robert Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 18, Nr. 2 Die Flasche ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
Darstellung eines Gelages vor dem Hereinbrechen der Sintflut
Kunstgewerbemuseum
Die Flasche zählt zu einem Satz von mindestens drei ähnlichen Exemplaren, die alle rückseitig das geschnittene Wappen des Breslauer Kaufmanns Paul von Loen, ihrem Auftraggeber, zeigen (New York, Corning Museum of Glass und Wien, Kunsthistorisches Museum, Sammlung Rudolf von Strasser). Die bildliche Darstellung nach dem Vorbild eines Kupferstichs von Gerrit Pietersz Sweelink (1566–1612) stammt von dem bedeutenden, im siebenbürgischen Kronstadt (Brașov) tätigen Glasmaler Ignaz Preißler (1676–1741). LL
Sechskantflasche mit Wappen
Kunstgewerbemuseum
"Sechskantflasche mit Wappen des Landkomthurs des Deutschritterordens im Elsaß, Franz Benedict von Baden. Ringsum lange, abgekürzte Legende, darunter 1701. Auf der Schulter drei wachsende Zweigbüschel. Der Hals in Messingfassung, der Messingstöpsel an Kette. Farbe tiefrot ins Bläuliche spielend." aus Robert Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 17, Nr. 3 Die Flasche ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
Ethnologisches Museum
Ledergürtel mit Muscheln benäht, daran lederüberzogene Flasche mit Muscheln benäht. Eintrag historische Karteikarte: Ledergürtel, mit Muscheln benäht; daran lederüberzogene Flasche, mit Muscheln benäht Eintrag im historischen Hauptkatalog: Ledergürtel mit Muschelen benäht, daran lederüberzogene Flasche mit Muscheln benäht.
Ethnologisches Museum
runde (zylinderförmige) kleine Holzflasche mit Holzstoppel. Aussen mit rotem Leder überzogen und mit Kauri geschmückt. Langes Lederband mit Kauri benäht ( Karteik. Wien). Eintrag im historischen Hauptkatalog: Ledergürtel mikt Muscheln benäht, daran lederüberzogene Flasche mit Muscheln benäht.
Ethnologisches Museum
"Bronzekopf, Flasche; H: 23 cm, Br: 8,5 cm; Benin ? Nigeria" Form: Flasche wird durch ein Doppelgesicht gebildet und steht auf einem runden Fuß, Gesichter sind identisch Farbe: bronzefarben
Sattelflasche
Museum Europäischer Kulturen
Farbig (rot, gelb, schwarz) bemalter Holzbehälter mit Kette zum Tragen und metallenen Fassreifen sowie Öffnungen oben. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers besuchte Bulgarien erstmals während seiner 4. Sammelreise für das Museum für Völkerkunde (Abt. Eurasien) im Jahr 1938. Eindrücke seiner Reise finden sich u.a. in einem Aufsatz (Küppers, Auf den Spuren der Goten durch Bulgarien, Volk und Rasse 8 (1939), 173-179). In diesem Text wird auch der rassenbiologische Aspekt von Küppers Reisen deutlich, der neben dem Museum auch im Auftrag des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Eugenik und menschliche Erblehre unterwegs war und für dieses Fotografien und Handabdrücke anfertigte. In Trojan/Troyan, wo die Sattelflasche erworben wurde, besuchte Küppers u.a. auch das bedeutende Kloster. Die Flasche kommt aus einer Fassmacherwerkstatt, bei der auch zahlreiches Werkzeug für die Sammlung erworben wurde. Die waldreiche Region war seit dem 19. Jahrhundert ein Zentrum der Holzproduktion; zahlreiche Drechselarbeiten und Holzbrandarbeiten bezeugen dies auch in der Sammlung des MEK.
Tonflasche mit Blumenmustern bemalt
Museum Europäischer Kulturen
Die Flasche wurde von Gustav Adolf Küppers am 23.5.1939 bei seiner letzten Sammelreise erworben. Sie ist eines der ersten Sammlungsstücke dieser Reise (vgl. auch Reisetagebuch seiner Tochter Heimtraut Küppers, N (62 F) 2/2023, S. 13ff.). Küppers kaufte die Flasche bei Leopold Dohnalek, Am Krautmarkt 12/Zelný trh 12 in Brünn/Brno. Auf der Karteikarte wurde vermutlich daher "Deutsche in Mähren" als Herkunft angegeben. Laut Sammlungslisten fertigte der Töpfer jedoch Waren für die gesamte Umgebung an, die folglich nicht nur bei Deutschen in Gebrauch waren.
Polygonale Glaskanne mit Relief
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die Kanne mit polygonalem Körper, langem Hals und zum Ausguss gefalteter Lippe besitzt einen zierlichen Bandhenkel. Die Seiten des Polygons sind mit erhabenen Ornamenten verziert. Die Hauptseite zeigt ein Kreuz auf hohem Stufensockel.Wegen des christlichen Symbols wurde vermutet, die Kanne sei zur Aufbewahrung von Eulogien, also Wasser, Öl oder Erde von den christlich verehrten Stätten Palästinas verwendet worden. In frühbyzantinischer Zeit versahen Christen Gebrauchsgegenstände aber oft mit christlichen Zeichen, vor allem dem Kreuz. Deshalb ist auch eine ursprüngliche Verwendung der Kanne im Alltag denkbar.
Eulogienbehälter
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Vollständige hexagonale Flasche mit trichterförmiger Mündung, rund geschmolzenem Rand, annähernd zylindrischem Hals und nach oben gewölbtem Boden. Heftnarbe sichtbar. Etwa 1,5 Zentimeter unterhalb des Randes eine horizontal verlaufende Wandungsschlaufe. Alle sechs Seiten des Gefäßkörpers wurden mittels eines Models in leicht erhabenem Relief dekoriert, Formnähte lassen sich indes nicht erkennen. Die vornehmlich ornamentalen (z.B. Rautengitter mit eingeschriebenen Punkten) und floralen (z.B. stilisierter Palmbaum) Motive differieren voneinander, nur an zwei Seiten wiederholt sich ein Muster in Form dreier vertikal angeordneter Kreuze, die jeweils von einem Kreis umgeben sind. Letztere verweisen auf das religiöse Umfeld des Gefäßes, das zu einer größeren Gruppe ähnlich verzierter Flaschen und Krüge gehört, die man wohl zur Aufbewahrung von eulogiae (Öl, Wasser, Erde) aus heiligen Stätten an christliche Pilger verkaufte. Die Unversehrtheit der meisten bekannten Stücke deutet darauf hin, dass sie zudem nicht selten als Grabbeigabe dienten.
Glasgefäß
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das kompakte Gefäß aus braunem Glas besitzt einen sechsseitigen Gefäßkörper und eine weite runde Gefäßöffnung mit breiter flacher Lippe. Die einzelnen Seiten des Gefäßes sind mit plastischen Ornamenten verziert. Ein Rahmen aus Punkten umschließt jeweils einen stilisierten Stelzvogel bzw. einen Delphin. Beim Ankauf wurde die Herkunft aus einem jüdischen Kontext vermutet, doch deutet nichts an den Darstellungen darauf hin.
Enghalsflasche
Museum Europäischer Kulturen
Einfache Flasche aus Ton mit engem Hals und braun/gelb bemalt; ohne Verzierungen; Farbe z.T. verlaufen. Laut KK verwendet für Schnaps. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte die Flasche im Juni 1939 im thrakischen Strandža-Gebirge südlich von Burgas am Schwarzen Meer. Dies geschah im Rahmen der letzten seiner insgesamt fünf Sammelreisen auf dem Balkan. Sammelorte waren dabei vor allem die Ortschaften Brodilovo, Zarevo (früher auch unter dem griechischen Namen "Wasiliko" bekannt) und Balgari (früher auch unter dem griechischen Namen "Vurgari" bekannt). Einige seiner Fotos von diesem Teil der Reise befinden sich auch in der Fotosammlung des MEK (VIII Eu 3750-3827). Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in rassistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Die Lieferung aus Burgas ging nach längerer Wartezeit am 20.7.1939 am Hafen von Burgas ab und traf am 5.9.1939 über Hamburg in Berlin-Dahlem ein, vgl. Spedition "Intercontinentale" an Museum für Völkerkunde, in: Archiv des EM der SMB, I/MV 1361, pag. 182. Fast 20 Jahre nach der Reise publizierte Küppers seine Eindrücke von diesem Teil der Reise, vgl. G. A. Küppers-Sonnenberg, Bei den Feuertänzern (Nestinari) im bulgarischen Strandschagebirge, Zeitschrift für Ethnologie 81, 1 (1956), 118-123. Seine Tochter Heimtraut beschrieb diesen Teil der Reise in ihrem Reisetagebuch, vgl. Einträge ab 3.6.1939 (MEK, Ident.-Nr. N (62 F) 2/2023)