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Object type: Gewebe
Fragment eines Streifens mit Rautenmuster
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Mit zweifarbigen Borten in der Art des Fragments mit Rautenmuster sind oft die Partien um die Halsöffnung oder die unteren Kanten von Tuniken besetzt worden. Hier sind zwei Rautenfelder auf blauem Grund erhalten. Die hellgrundigen Rautenseiten enthalten jeweils drei Kreise mit Kreuzmotiven. An den Schnittpunkten stoßen sie auf ein größeres Kreuz mit verstärkten Enden. Die untere Raute füllt ein Quadrat mit eingeschriebenem Kreuz, von dem nach oben und unten pfeilblattförmige Ornamente, nach links und rechts kurze, stilisierte Blattstäbe ausgehen. Im Zentrum der oberen Raute sind zwei gegenständige Vögel (Enten ?) zu erkennen. Die gleichen Vögel erscheinen jeweils nach außen orientiert in den Zwickeln. Rautenmuster wie dieses ahmen orientalische Seidengewebe nach und kommen in vielen Varianten vor. Cäcilia Fluck (2017)
Fragment eines Streifens mit figürlichen Motiven
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Auf dem Bortenfragment sind Eroten mit in den Nacken geworfenem Kopf zu erkennen. Sie eilen auf zwei Vögel zu, welche sich über einer Blattranke zu bekämpfen scheinen. Die Szenerie ist karikaturhaft in heller Zeichnung auf dunkelblauem Grund wiedergegeben. Unten wird sie von einem roten Band mit Wellenranke begrenzt. Die Länge der Borte und der Umstand, dass die Schmalkanten gesäumt sind, sprechen für eine ursprüngliche Verwendung als Ärmelschmuck. Cäcilia Fluck (2017)
Gewirkte Malwenblüte
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die aus einem Gewebe ausgeschnittene oder ausgerissene Wirkerei stellt eine Blüte, vermutlich eine Malwe dar. Der Blütenboden in der Mitte ist als Kreis wiedergegeben. Die darum liegenden Blütenblätter sind zu einem Ring stilisiert. Eine dicke Linie unterteilt die Blüte in der Mitte. An den Endpunkten oben und unten befindet sich je ein kleines, mit der Spitze zur Mitte gerichtetes Dreieck. Malwenblüten sind ein typisches Dekorationselement für leichte Decken oder Vorhänge mit eingewirkten Streumustern. Zur Deutung der Blüte als Malwe vgl. J. Matveyeva, Crossed flowers and circles: An evolution of Eucharistic symbols, Panic Design 2016. Veröffentlichung: E. Ehler, C. Fluck, G. Mietke, Wissenschaft und Turbulent. Wolfgang Fritz Volbach, ein Wissenschaftler zwischen den beiden Weltkriegen, Wiesbaden 2017, S. 67-69, Kat. 35d. Cäcilia Fluck (2017)
Band von einer Mumienhülle
Erhalten ist ein streifenförmig zugeschnittenes oder ausgerissenes, unverziertes Gewebefragment. Es ist in Längsrichtung mehrfach verdreht. Diese Spuren, die beim Verschnüren entstehen, lassen auf einen Gebrauch als Binde schließen. Mit diesem Stück wurden zwei Tuchfragmente gefunden, die nach dem Wortlaut eines beigefügten Etiketts zu einer Mumie gehörten. Der Gewebstreifen dürfte daher als Mumienbinde verwendet worden sein. Literatur: C. Fluck, P. Linscheid, S. Merz, Textilien aus Ägypten - Teil 1: Textilien aus dem Vorbesitz von Theodor Graf, Carl Schmidt und dem Ägyptischen Museum Berlin, Wiesbaden 2000, S. 221, Nr. 151
Seidengewebe mit goldenem Blatt- und Blütenmuster auf weißem Grund
Kunstgewerbemuseum
Auf weißem Grund steht ein dichtes, kleinteiliges Muster aus unterschiedlichen Motiven. Kleine runde Blüten und gerollte Blätter sind vielfach miteinander kombiniert und wiederholen sich kontinuierlich. Es entsteht eine homogener Golddekor von überwältigender Wirkung. Diese kleinteiligen Motive und der Gebrauch von Goldlederstreifen, erlaubt es dieses Gewebefragment den sogenannten: "panni tartarici with tiny motifs" "panni tartarici de opere minuto" zuzurechnen. CW