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Object type: Glyptik (Rollsiegel)
Szene am Stilisierten Baum
Vorderasiatisches Museum
Das leicht konvexe Siegel bildet zwei auf ihren Hinterläufen aufgerichtete, bärtige Stiersphingen ab, die einen stilisierten Baum flankieren. Die Flügelenden der Stiersphingen sind nach oben gebogen, sie tragen kronenartige Kopfbedeckungen. Über dem "Stilisierten Baum", in der Abrollung leicht nach rechts versetzt, ist eine flüchtig ausgeführte Flügelsonne zu erkennen. Die Szene ist auf einer einfachen Grundlinie platziert. [Anja Fügert]
Einführungsszene
Vorderasiatisches Museum
Dargestellt sind ein thronender Gott im Falbelgewand mit einem Pflug in der erhobenen rechten Hand und ein ihm zugewandter einführender Gott, der einen Beter an der Hand führt. Hinter dem thronenden Gott ist in Kopfhöhe eine Axt zu erkennen. Die Lehne des Thrones endet in einem Drachenkopf. Der Beter im langen Wickelrock trägt ein Lamm auf dem Arm. Zwischen der einführenden Gottheit und dem Beter sind im oberen Bildbereich ein von Kreispunkten umgebener Stern zu erkennen, im unteren Bildbereich eine Keule, ein Dolch und eine Pickaxt. Ein Legendenkasten, unter dem ein Steinbock sowie Berge dargestellt sind, fungiert als Szenentrenner und nennt den Eigentümer des Siegels. [Anja Fügert]
Adorationsszene
Vorderasiatisches Museum
Die Abrollung des Rollsiegels besteht aus einer sich über die gesamte Siegelhöhe erstreckenden siebenzeiligen Siegellegende, die ein Gebet an die Göttin Taschmetum enthält, sowie aus zwei kleinen direkt übereinanderliegenden Bildfeldern. Im oberen Bildfeld ist eine Anbetungsszene zu erkennen: Eine bärtige Person im langen Gewand steht nach links gewandt und erhebt die Rechte zum Gebet. Vor ihr sitzt ein Hund. Über dem Hund sind ein Kreuz- und ein Rautensymbol dargestellt. Im unteren Bildfeld ist ein Baum mit stilisierten Früchten oder Blüten zu erkennen. [Anja Fügert]
Jagdszene
Vorderasiatisches Museum
Ein Mann in medischer Tracht und bewaffnet in der erhobenen Rechten mit einem Speer erlegt ein Wildschwein. In der Linken hält er ein rechteckiges Schutzschild. [Anja Fügert]
Adorationsszene
Vorderasiatisches Museum
Die Abrollung des sehr sorgfältig geschnittenen Siegels gibt eine Anbetungsszene wieder, die oben und unten von je einem dreisträngigen Wellenband eingerahmt wird. Mittig ist ein bärtiger Mann zu erkennen, der im sogenannten Knielauf dargestellt und mit einem knielangen Gewand bekleidet ist. Mit seinen erhobenen Händen scheint er eine über ihm dargestellte Flügelsonne zu stützen. Von links wendet sich ihm ein stehender bartloser Beter zu, die Hände in der für die frühe neuassyrische Zeit typischen Bethaltung. Von rechts wendet sich der Figur im Knielauf ein Priester oder Genius im Fischmantel zu, der im erhobenen Arm einen zapfenförmigen Gegenstand und mit der anderen schräg herabgestreckten Hand einen Henkeleimer hält. Der Körper des Priesters oder Genius ist mit einem Muster diagonaler Streifen versehen, der Beter trägt ein langes Gewand. [Anja Fügert]
Adorationsszene
Vorderasiatisches Museum
Die Abrollung des gut erhaltenen Siegels zeigt die Anbetung einer Gottheit, die auf einem mit einem Zottenfell bedeckten Thron sitzt, der von zwei liegenden Wisenten getragen wird. Der Gott trägt ein langes Gewand und auf dem Kopf eine Hörnerkrone. Hinter dem Gott ist eine Gebäudefassade mit Eingang dargestellt. Die Nischengliederung dieser Fassade weist darauf hin, dass es sich um die Darstellung eines Tempeleingangs handelt. Vor dem Gott ist ein Opfertisch dargestellt, der die Form eines sich aufbäumenden Rindes hat. Zwischen dem Gehörn des Rindes ist ein kleines Dreieck zu erkennen, auf seinem Rücken befindet sich die auf drei Streben gestützte Tischplatte, auf der mehrere Näpfe und Brotfladen zu erkennen sind. Von links treten zwei Betende zur Gottheit hin. Die vordere Person trägt langes, offenes Haar und einen gegürteten Rock. In ihren Händen hält sie eine kleine Kanne mit langer Tülle. Die hintere Person ist mit einem langen Umhang bekleidet und trägt eine Kopfbinde. Sie hält einen kleinen Gegenstand vor die Brust, der nicht näher gedeutet werden kann. [Anja Fügert]
Kultische Szene (sog. Preußer-Siegel)
Vorderasiatisches Museum
Ein in der Abrollung nach rechts blickender Mann im kurzen Gewand (Netzrock) und mit wulstiger Kappe auf dem Kopf hält blühende Zweige in seinen vor dem Körper gehaltenen Händen. Er wird von zwei Schafen flankiert, die von diesen Zweigen fressen. Neben dieser Fütterungsszene sind zwei Schilfringbündel (Symbole der Göttin Innana) zu erkennen, zwischen denen zwei hohe Vasen, die in ihrer Formgebung der bekannten steinernen Uruk-Vase ähneln (Kopie im Vorderasiatischen Museum), stehen. Über der Vase ist ein kleines, nach rechts gewandtes Schaf dargestellt. Es wird diskutiert, dass es sich bei dieser Zusammenstellung um eine 'verkürzte' Wiedergabe eines Tempeleingangs handelt. Der im Siegel steckende Bronzeschaft endet in einem Griff in Form eines liegenden Schafes. Der Griff ist durchlocht. Dieses Siegel gilt als eines der herausragenden Stücke der Uruk-Zeit. [Anja Fügert]
Kultische Szene
Vorderasiatisches Museum
Die Abrollung des Siegels, dessen silberner Griff die Form eines Kalbs aufweist, gibt eine Kulthandlung in einem Boot wieder. In der Mitte des Bootes, dessen verzierte Steven weit nach oben gebogen sind, steht ein nach rechts blickender Mann in einem Rock mit diagonaler Kreuzschraffur (sog. Mann im Netzrock). Er trägt eine flache Kappe auf dem Kopf und verschränkt die Arme vor dem Oberkörper. Er wendet sich einem stehenden, nach links gewandten Stier zu, der einen zweistufigen Altaraufbau mit Ringbündeln auf seinem Rücken trägt. Hinter dem Stieraltar, beim Hintersteven sitzt eine kleine, kahlköpfige Person mit dem Schifsruder. Beim Vordersteven steht eine kleine, vermutlich unbekleidete Figur, die eine Stange zu halten scheint. Zwischen ihr und dem Mann im Netzrock befindet sich ein gerüstartiges Gestell. [Anja Fügert]
Göttersiegel
Vorderasiatisches Museum
The massive lapis lazuli cylinder was found together with beads, scarabs and precious ornaments mixed up with raw material, carefully hidden by the last owner, probably a Parthian manufacturer of beads, beneath the floor of his house. The storm god Adad, standing on a stylized pedestal, is shown with bolts of lightning in his hands, a lion-dragon on a leash lying at his feet. His garment is decorated with the image of a ziggurat and three star-discs one below the other, which are depicting gold or silver pendants. The initial Neo-Babylonian inscription, "Seal of the god Adad", was supplemented at first by the addition "Property of the god Marduk … of Esangila". The second Assyrian dedication "To the god Marduk, great lord, his lord, Esarhaddon, king of the universe, king of Assyria, has given [the seal] for his life" suggests that the seal was at one point misappropriated from the treasury of Esangila and that it was Esarhaddon (680-669 B.C.) who reversed the sacrilege. The technique - positive carved inscriptions, raised relief - substantiates that the cylinder was never used for sealing, although very few impressions of god's seals are known. [Nadja Cholidis]
Genien am Stilisierten Baum
Vorderasiatisches Museum
Das Siegel bildet zwei geflügelte, vogelköpfige Genien ab, die einen Stilisierten Baum flankieren. Beide Genien halten ein Henkelgefäß in der jeweils vorgestreckten Hand und mit der erhobenen anderen Hand scheinen sie die Früchte / Blüten des Stilisierten Baumes zu berühren. Über dem Baum ist eine Flügelsonne dargestellt. Hinter dem in der Abrollung rechts stehenden Genius ist ein bärtiger Mann mit ausgebreitet erhobenen Händen dargestellt, der mit einem kurzen Gewand bekleidet ist. Er ist von mehreren Symbolen umgeben: oberhalb seines Kopfes befinden sich das Siebengestirn und eine Mondsichel, im unterem Bildbereich sind vor ihm eine kleine Pflanze und hinter ihm ein Fisch zu erkennen. [Anja Fügert]
Personenreihe
Vorderasiatisches Museum
Die Abrollung des kleinen gedrungenen Siegels gibt vermutlich Personen wieder. Eine stark schematisiert dargestellte Person trägt einen langen Zopf und scheint zu hocken. Links neben ihr ist ein kegelförmiges Objekt zu erkennen, rechts neben ihr ist eine zweie Person dargestellt, die vielleicht ebenfalls bezopft ist. Ein zweiter aufrecht stehender Gegenstand mit annähernd dreieckigem oberen Abschluss steht neben der letztgenannten Figur. Eine zweite hockende Gestalt mit Zopf und vorgestrecktem Arm ist rechts daneben zu erkennen. [Anja Fügert]
Tierreihe
Vorderasiatisches Museum
Das gedrungene, stark konkave Siegel bildet eine Spinne und daneben vier sich einer Deutung verschließende gleichartige Elemente ab, die jeweils aus einem Halbkreis und zwei Kreispunkten bestehen. Vergleichbare Bildelemente finden sich auch in sog. Arbeitsszenen, die in einer Reihe sitzende, arbeitende Personen zeigen. [Anja Fügert]
Tier- und Pflanzendarstellung
Vorderasiatisches Museum
Die Abrollung bildet ein nach rechts gewandtes Schaf mit säugendem Lamm ab, über dem das Sumerogramm DINGIR steht, das Gottheit bedeutet oder Göttliches bezeichnet. Neben der Tiergruppe ist ein Baum. Baum und Tiere sind in sehr naturalistischer Art dargestellt. [Anja Fügert]
Adorationsszene
Vorderasiatisches Museum
Das insbesondere an seinen Rändern stark abgeriebene Siegel bildet zwei sich gegenüber stehende Gestalten ab. Bei der rechten Figur handelt es sich vermutlich um den Gott Schamasch, der mit einem langen Gewand, das in einem geschlitzten Rock ausläuft, bekleidet ist. Er stellt ein Bein nach vor und stützt es auf einem nicht mehr zu erkennenden Gegenstand auf. In der vorgestreckten Hand hält er einen länglichen Gegenstand, der als sein Attribut, die Säge, gedeutet werden könnte. Auf der linken Seite des Siegelbilds steht eine ihm zugewandte Figur in einem knielangen Gewand. Bei ihr sollte es sich - dem kurzen Gewand nach zu urteilen - um die Figur des Gottkönigs als Krieger handeln, die eine Neuerung der altbabylonischen Zeit darstellt. [Anja Fügert]
Adorationsszene
Vorderasiatisches Museum
Vom sehr sorgfältig geschnittenen Siegel ist nur die obere Hälfte erhalten geblieben. In der Abrollung rechts thront der bärtige Herrscher, der eine kleine Schale in der angewinkelten Rechten hält. Ihm gegenüber steht ein bartloser und barhäuptiger Beter, dem eine fürbittende Göttin folgt, die beide Hände vor ihrem Gesicht erhebt. Zwischen Beter und Herrscher ist im oberen Bildfeld eine Sonnenscheibe in einer Mondsichel zu erkennen. Eine zweizeilige Siegellegende befindet sich zwischen den Rücken des Thronenden und der fürbittenden Göttin. [Anja Fügert]
Stilisierte Tierreihe
Vorderasiatisches Museum
Dieses vergleichsweise grob gearbeitete Siegel zeigt ein vierbeiniges Tier, welches nicht näher zu bestimmten ist. Zusätzlich gibt es ein kreisrundes Element, welches umgeben ist von eine Art Ring. Darüber befindet sich ein weiteres nicht näher bestimmbares Element.
Rollsiegelfragment
Vorderasiatisches Museum
Das Fragment ist die untere Hälfte eines in der Längsaxe zur Hälfte abgebrochenen Siegelzylinders. Zu erkennen ist der nach links gewandte Unterkörper eines Menschen, welcher ohne erkennbare Details zur Kleidung dargestellt ist. Zusätzlich sind die Unterkörper von drei Paarhufern zu erkennen, von denen zwei sich überkreuzend auf den Hinterbeinen stehen.
Ornamentband
Vorderasiatisches Museum
Die Abrollung des kleinen, gedrungenen Siegels ergibt ein wiederkehrendes Rauten- bzw. Augenmuster. [Anja Fügert]
Kampfszene
Vorderasiatisches Museum
Ein in der Abrollung nach rechts gewandter Genius in Schrittstellung bezwingt zwei ihn von beiden Seiten umgebende geflügelte Sphingen. Der bärtige Genius trägt ein langes geschlitztes Gewand über einem kurzen Untergewand und eine halbrunde Kappe als Kopfbedeckung. In ungefähr mittlerer Höhe sind zwischen Genius und Sphingen noch eine Raute (links) sowie ein sog. Fibelbügel (rechts) zu erkennen. Die Verwendung des Kugelbohrers zur Angabe der Sphingenpfoten ist deutlich erkennbar. [Anja Fügert]
Tierkampfszene, Figurenband
Vorderasiatisches Museum
Die Abrollung des gut erhaltenen und sehr sorgfältig geschnittenen Siegels bildet zwei Figurengruppen ab. Die größere Gruppe besteht aus fünf Figuren: Mittig steht ein Held mit kurzem, aufgestelltem Haar. Er hält zwei Capriden, die ihre Köpfe nach außen wenden, eng an sich gedrückt. Die Capriden werden von zwei sie umgebenden Löwen angegriffen. Die zweite Gruppe besteht lediglich aus einem Stiermenschen, der ein auf seinen Hinterläufen aufgerichtetes Rind gepackt hält. Links neben dieser Gruppe sind zwei kurze horizontale Linien in halber Siegelbildhöhe eingeschnitten; darunter ist eine kleine Echse abgebildet. [Anja Fügert]
Rollsiegel mit Kampf- oder Jagdszene
Vorderasiatisches Museum
Dargestellt ist eine menschliche Gestalt im Kampf mit einem hochgestellten Hirsch (?), gefolgt von einem zweiten Vierfüßler in gleicher unnatürlicher Stellung. Hinter dem Mann ist eine stilisierte Sonne bzw. ein Stern und zwischen den Tieren eine Rosette aus sieben Kugeln abgebildet.
Ornamentband
Vorderasiatisches Museum
Das Siegel ist nur fragmentarisch erhalten, vermutlich war es ursprünglich um einiges höher, wenn nicht sogar doppelt so hoch. Das Siegelmotiv besteht aus einem ornamentalen Musterband, das von zwei nebeneinander platzierten, waagerecht orientierten Rauten gebildet wird. Die Rautenseiten bestehen aus je drei parallel gesetzten Strichen. Das Siegelbild wird am erhaltenen Siegelrand von einer einfachen Linie begrenzt. Deutlich zu erkennen ist die Verwendung des Kugelbohrers für die eingetieften Punkte in den Rautenzentren. [Anja Fügert]
Mythologische Szene - Etana-Mythos
Vorderasiatisches Museum
Die Abrollung des leicht konkaven Rollsiegels gibt eine Szene aus dem Etana-Mythos wieder. Wir erblicken Etana, der von einem Adler in die Lüfte getragen wird. Zwei unter ihm sitzende Hunde scheinen ihm hinterherzublicken. Von rechts nähert sich ein Mann mit einem Henkelgefäß in der Linken und erhobener rechter Hand. Rechts von ihm folgen drei Schafe, die von einem zweiten Mann herbeigetrieben werden. Im oberen Bildbereich über den Schafen sind drei kleine Figuren auszumachen: links ein nach links eilender Mann, der einen rechteckigen Gegenstand in der ausgestreckten Hand hält, rechts davon sitzen zwei Männer zu beiden Seiten eines großem Gefäßes. Ein weiteres kleines Gefäß befindet sich hinter dem Rücken des rechts sitzenden Mannes. [Anja Fügert]
Opferszene vor Zikkurrat
Vorderasiatisches Museum
Das Siegel bildet eine Opferszene ab. Ein nach rechts gewandter Priester im langen Gewand steht vor einem Räucherständer, hinter dem sich ein Opfertisch befindet. Auf dem Opfertisch, dessen Beine in Tierfüßen enden, sind mehrere Opfergaben zu erkennen: unten liegt eine / liegen zwei S-förmig geschwungene Gabe(n), darüber stehen vier punktartige Elemente für weitere Gaben. Über Räucherständer und Opfertisch ist ein achtstrahliger Stern zu erkennen. Rechts neben dem Opfertisch ist ein vierstufiger Tempelturm, eine Zikkurrat, dargestellt. Das Siegelbild wird oben und unten von einfachen linearen Randleisten eingefasst. Zikkurratdarstellungen auf Siegeln sind vergleichsweise selten. [Anja Fügert]
Beter am Stilisierten Baum
Vorderasiatisches Museum
Die Abrollung des Rollsiegels gibt zwei Beter am sog. Stilisierten Baum wieder. Über dem Baum ist eine Flügelsonne erkennbar, als Szenentrenner fungieren ein Zweig / Baum und ein Stern darüber. Das Siegelbild, das mit handgeführten kerbenden Werkzeugen gestaltet wurde, wird am oberen Rand von einer einfachen Linie begrenzt. [Anja Fügert]