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Object type: Heiligenfigur
Ethnologisches Museum
Missionare brachten christliche Devotionalien und Heiligenfiguren in das Königreich Kongo, das nach der Begegnung mit den Portugiesen Ende des 15. Jahrhunderts das Christentum als offizielle Religion angenommen hatte. Die heiligen Objekte wurden bald auch von lokalen Künstlern hergestellt. Die Gestalt des im 17. Jahrhundert populär gewordenen heiligen Antonius von Padua (1195–1231), stand im 18. Jahrhundert im Zentrum einer auf dem lokalen Christentum gründenden Bewegung zur religiösen und politischen Erneuerung des durch den Sklavenhandel zerrütteten Reichs. Deren adlige Gründerin Kimpa Vita (als Dona Beatriz getauft) wurde als Häretikerin verbrannt. Sie hatte erklärt, von Antonius besessen zu sein. Die Gestalt des Heiligen blieb jedoch unter der Bezeichnung Toni Malau, „Antonius des guten Glückes“, bis ins 19. Jahrhundert hinein in den lokalen Kulten verankert. Ihr wurden besonders heilende Kräfte zugeschrieben. Die Figur des Antonius ist trotz des Schultertuchs, das auch von lokalen Würdenträgern getragen wurde, deutlich in Physiognomie und Kleidung als Europäer zu erkennen. Die Geschlossenheit der Form kann auf europäische Vorbilder zurückgehen, aber auch auf die Symmetrie und Frontalität der Plastik des Kongo-Gebietes hinweisen. Der Christus-Knabe ist im Sinne der Vorstellungen von Kimpa Vita als Afrikaner dargestellt. Sein Gesicht zeigt afrikanische Züge, der Fliegenwedel zeichnet ihn als Herrscher aus, die linke Hand berührt die rechte Schulter, ein Ort, an dem Medizinbündel getragen werden. Die Darstellung wirkt auf den ersten Blick europäisch, ist aber im Detail eine Verbindung von europäischer und afrikanischer Gestaltung und Ikonographie. / P.I., P.J.
Museum Europäischer Kulturen
Weibliche Heiligenfigur aus Holz, auf Sockel stehend, mit gefalteten Händen vor der Brust, bekleidet mit ganzkörperlichem Gewand, mit Tuch bedeckter Kopf, verhüllter Hals.
Padre Pio
Museum Europäischer Kulturen
Stehende Heiligenfigur des Pater Pio (italienisch Padre Pio) Die Figur trägt den Habit der Kapuziner: eine kastanienbraune Kutte mit langer Kapuze und einem weißen Bändel/Strick als Gürtel. Darüber eine rote Stola. Des Weiteren weiße fingerlose Handschuhe (zum Verbergen der Sigmata an den Händen), Sandalen und ein Kreuz, hängend an der linken Hüfte.
Padre Pio
Museum Europäischer Kulturen
Kleine, stehende Heiligenfigur des Pater Pio (italienisch Padre Pio). Die Figur trägt den Habit der Kapuziner: eine kastanienbraune Kutte mit langer Kapuze und einem weißen Bändel/Strick als Gürtel. Des Weiteren schwarze fingerlose Handschuhe (zum Verbergen der Sigmata an den Händen), Sandalen und ein Kreuz, hängend an der linken Hüfte. Auf dem niedrigen Sockel die Bezeichnung: Padre Pio.
San Michele (Erzengel Michael)
Museum Europäischer Kulturen
Stehende Heiligenfigur des Erzengels Michael (italienisch: San Michele). Die Figur mit Engelsflügeln trägt eine goldene Krone und in der rechten, erhobenen Hand ein goldenes Schwert. Die Bekleidung erinnert an die Rüstung römischer Soldaten: kurzer, grüner Chiton, Brustpanzer mit goldener Verzierung, roter Mantel und Stiefel mit goldenen Beinlingen. Zu seinen Füßen krümmt sich Satan. Die monströse Gestalt trägt um den Körper ein Kette, die Michael an seiner linken Hand befestigt hat. Die Heiligenfigur steht auf einem viereckigen Sockel, auf dessen Rückseite geschrieben steht: "Basilica Santuario / 'S. Michele Arcangelo' / Monte S. Angelo."