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Object type: Hochzeitskleid
Museum Europäischer Kulturen
Das weiße Hochzeitskleid aus synthetischem Rundstrickmaterial mit strukturierter Oberfläche hat eine taillierte, leicht ausgestellte Form, kurze Ärmel und ein Stehbündchen. Das Kleid ist Teil eines 4-teiligen Ensembles aus Hochzeitsmantel, -kleid, -kopfputz und -schleier: Ident.Nr. I (26 P) 284/1986,1; I (26 H) 1986,2; I (26 L) 1986,3 und I (26 L) 1986,4. Das Ensemble war eines der Modelle, die für die thematische Modenschau "Die 15 Schwestern" 1972 vom Zirkel für künstlerische Textilgestaltung Potsdam erstellt wurde und steht für die Kirgisische SSR. Die Schöpferin trug den Brautstaat bereits eine Woche vor der Hochzeit zum Festival der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische-Freundschaft am 6./7. Mai 1972 in Halle. Der Zirkel war eine wegweisende Gemeinschaft des textilen Volkskunstschaffens in der DDR. Alle Entwürfe und Ausführungen (auch der Schmuckelemente) wurden in schöpferischer Tätigkeit der Zirkelmitglieder unter Anleitung von Frau Ingeborg Bohne-Fiegert geschaffen. Die Kollektionen wurden fast ausschließlich zu Modenschauen des textilen Volkskunstschaffens getragen. Blusen, leichte Sommerkleider u.ä. waren auch im täglichen Gebrauch.
Viktor & Rolf for H&M
Museum Europäischer Kulturen
Hochzeitskleid mit zwei dünnen Trägern, erworben bei H&M am Oxford Circus, London. Eine große Schleife auf der Brust des Kleides. Ab der Taille leicht ausgestellter Rock mit Schleppe. Eine große, geraffte Bordüre am gesamten Saum sowie vorne mittig. Dieses Hochzeitskleid des schwedischen Modehauses H&M mit der überdimensionierten Schleife auf der Brust erinnert an das Brautkleid von Mabel Wisse Smit, die 2004 mit Friso, Prinz von Oranien, vermählt wurde. Sie ist vielen wegen des auffälligen Schleifendesigns, vor allem aber wegen der spektakulären Liebesheirat in Erinnerung, für die der Prinz seinen Titel und die Zugehörigkeit zum Königshaus aufgab. Die Ähnlichkeit zwischen den Brautroben ist kein Zufall. Sie wurden vom selben niederländischen Modelabel kreiert – von Viktor&Rolf. 2006 bat die Fast Fashion-Kette H&M dieses um eine Kollektion. Die Idee: Designerkleidung zu erschwinglichen Preisen für ihre Kund*innen. Bereits 2004 hatte Karl Lagerfeld eine Kollektion für die Fast Fashion-Kette H&M entworfen, die Designerin Stella McCartney war gefolgt. Was es in ihren Kollektionen aber nicht gab, das war ein Hochzeitskleid. Vom Hochzeitskleid, das Viktor & Rolf für H&M entwarfen, wurden nur 1000 Stück produziert. Sie kosteten jeweils 298 €. Die französische Nutzerin des Kleides, die in London wohnte, kaufte ihres 2006 in der H&M-Filiale am Oxford Circus in London, um noch im selben Jahr in Las Vegas zu heiraten. Sie war großer Fan der Designer Vikotr & Rolf. Ihre Ehe wurde wenige Jahre später geschieden.