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Object type: Inschrift
Zwei Tafeln eines Militärdiploms (lateinische Inschrift) vom 15. 4. 78 n. Chr.
Antikensammlung
Das Militärdiplom besteht aus zwei Platten unterschiedlicher Ausrichtung und ist in lateinischer Sprache verfasst. In der Urkunde vom 15. 4. 78 n. Chr. beglaubigt der römische Kaiser Vespasian das Bürgerrecht für Tertius aus dem Stamm der Treverer, Reiter in der Ala Moesica.; Bemerkungen DFG-Projekt "Antike Bronzen in Berlin": Dazu gehören auch Inv. 30498 b.c. Keine Inventarkarte vorhanden. (NF)
Tafel (Platte) von Capua mit etruskischer Inschrift
Antikensammlung
Die Berliner "Tabula Capuana" gehört zu den derzeit bekannten vier "großen" Texten des Etruskischen, da es der zweitlängste erhaltene etruskische Text ist. Es handelt sich bei ihm um einen Ritualkalender. Alle bisher bekannten rund 10.000 etruskischen Schriftzeugnisse aus der Zeit vom Ende des 8. Jhs. v. Chr. bis zur vollständigen Romanisierung Etruriens im ausgehenden 1. Jh. v. Chr. sind lesbar, denn sie sind in einem im 8. Jh. v. Chr. von den Griechen übernommenen „westgriechischen“ (euböischen) Alphabet abgefasst, das den phonetischen Erfordernissen der eigenen Sprache angepasst wurde. Wie zahlreiche in Etrurien, Kampanien und in der Poebene gefundene Musteralphabete zeigen, wurden zwar alle Buchstaben gelehrt, aber einige Zeichen fanden in den etruskischen Texten keine Verwendung, da sie Lauten entsprachen, die in der etruskischen Sprache nicht vorkamen (b, g, d, o). Bisher konnte keine Verwandtschaft des Etruskischen mit einer anderen Sprache festgestellt werden. Da die erhaltenen Texte zudem meist sehr kurz und formelhaft abgefasst sind, geben sie nur in begrenztem Umfang Aufschluss über den Wortschatz der etruskischen Sprache. nach: G. Meiser in: Etrusker in Berlin. Etruskische Kunst in der Berliner Antikensammlung - Eine Einführung (2010) S. 115 ff. (S. Brehme - G. Meiser: Schriftwesen der Etrusker und ihrer Nachbarn).
Tafel mit lateinischer Inschrift: Gastfreundschaftsvertrag zwischen Familien aus Asturien (Spanien)
Antikensammlung
Bemerkungen DFG-Projekt "Antike Bronzen in Berlin": Fr. schreibt fälschlich "Astrurien"; die älteren Vorbesitzer ergeben sich aus der von Vaiani (s. Lit.) publizierten Liste. Inschrift datiert: 152 n. Chr. (NF)
Streifen mit zweizeiliger etruskischer Inschrift
Antikensammlung
Bemerkungen DFG-Projekt "Antike Bronzen in Berlin": Rest einer dritten Zeile erkennbar. Echtheit fraglich. (NF)
Stück einer Platte mit einigen Buchstaben einer zweizeiligen griechischen Inschrift: ...ΠEPXO... / ...KATO...
Antikensammlung
Bemerkungen DFG-Projekt "Antike Bronzen in Berlin": Es scheint sich bei dem Stück um einen aus einer größeren Inschriftentafel herausgefallenen Gußfehlerflicken zu handeln. (NF)
Tafel mit griechischer Inschrift: Isopolitendekret der Molosser für den Apolloniaten Simias
Antikensammlung
(Skizze im Inventarbuch); Objekt fehlt.; Bemerkungen DFG-Projekt "Antike Bronzen in Berlin": Für alle Literaturhinweise ist K. Hallof (BBAW) sehr herzlich zu danken. (NF)
Der griechische Buchstabe Y von der Bauinschrift des 128 n. Chr. erbauten Hadrianstors von Antalya
Antikensammlung
Bemerkungen DFG-Projekt "Antike Bronzen in Berlin": Nach dem teilweise unleserlichen Eintrag im Inventarbuch von der Widmungsinschrift des Prachttores von Adalia-Attaleia-Antalya. Laut ARACHNE datiert 121/122 n. Chr. (NF)
Bleiplatte mit siebenzeiliger lateinischer Inschrift
Antikensammlung
Bemerkungen DFG-Projekt "Antike Bronzen in Berlin": Im Inventarbuch ist der Fundort handschriftlich in Raiano verändert! Bei Hübner (s. Lit.) steht zur Herkunft "apud Marsos Marruvii (San Benedetto)". (NF)
Tafel mit griechischer Inschrift und architektonischer Rahmung: sog. Beschluß von Anisa; Dekret der Anisenen zu Ehren des Apollonios
Antikensammlung
(Objekt fehlt); alte Aufnahme aus Sammlungsarchiv.; Bemerkungen DFG-Projekt "Antike Bronzen in Berlin": Das laut Verlagerungsliste mit Kiste A 94 (wohin?) verlagerte Objekt "Misc. 7459 Bronzeinschrift" ließ sich 1957 in Celle nicht (mehr) auffinden. Es wurde also entweder nie nach Westen verlagert oder ging auf dem Weg nach Celle verloren. Für Literaturhinweise danke ich Dr. Christoph Michels, Bochum. (NF)
Bleitafel mit griechischen Inschriften (Verwünschungsformeln)
Antikensammlung
(Verbleib des Objektes unklar); Skizze aus: Chr. Hülsen, AZ 39, 1881, Sp. 309 - 312.; Bemerkungen DFG-Projekt "Antike Bronzen in Berlin": 1876 bei Pozzuoli gefunden. (NF)
Platte mit Resten einer lateinischen Inschrift: Fragment eines Militärdiploms des Jahres 153 n. Chr.
Antikensammlung
Bemerkungen DFG-Projekt "Antike Bronzen in Berlin": Laut Inschrift datiert: 153 n. Chr.
Wiederverwendete Statuenbasis eines Standbildes des Dichters Homer aus der Bibliothek von Pergamon: Gedicht mit Streit der Städte um den Geburtsort des Dichters; Fußspuren auf der Unterseite und weggemeißelte Künstlerinschrift auf der rechten Seite stammen von Erstbenutzung
Antikensammlung
Der im Zuge einer Zweitverwendung an der Vorderseite mit drei Epigrammen versehene Block kam im östlichen Gebiet der Nordhalle des Athena-Heiligtums zutage, wo er aus dem Schutt an der Oberfläche herausragte. Die Inschrift ist aufgrund der Verwitterung schlecht erhalten. Die ca. 20 cm langen und 7–8 cm tiefen Standspuren einer Statue auf der Unterseite sowie eine weggemeißelte (Künstler-?)Inschrift auf der rechten Nebenseite gehören zu einer früheren Benutzung des Blocks. Die drei Gedichte handeln über die Frage, wo der Dichter Homer geboren worden sei. Widersprüchlich sind die Angaben antiker Autoren zu den Orten, die den Anspruch erhoben, Geburtsort Homers zu sein. In der 2. Hälfte des 3. Jhs. v. Chr. gab es in Alexandria einen Homer-Tempel, in dem Personifikationen der Städte, die um diese Ehre wetteiferten, um eine Statue des Dichters herum aufgestellt waren. Es ist bekannt, dass Homer zu Ehren Dichterwettbewerbe ausgerichtet wurden. Die Epigramme auf der Basis könnten das Ergebnis eines solchen Dichtwettbewerbes sein, der die vier Namen Smyrna, Chios, Kolophon und Kyme als mögliche Geburtsorte vorgab. Homer galt als der Dichter schlechthin, höchste Autorität und Quelle allen Wissens. Es ist literarisch bezeugt, dass er in hellenistischer Zeit nicht nur in Alexandria, sondern auch in anderen Städten in einem Homereion kultisch verehrt wurde. Für die Philologen in den damals bedeutendsten Zentren der Wissenschaften, Alexandria und Pergamon, war die Auseinandersetzung mit seinen Werken zwar nicht das einzige, aber das zentrale Thema ihrer Forschungen. Katalog zur Ausstellung "Pergamon - Panorama der antiken Metropole" 30.09.2011 - 30.09. 2012 (S. Brehme: Kat. Nr. 8.4).
Tabula ansata / Votivtäfelchen mit Weihinschrift des Soldaten C. Alfidius Secundus an Mars und Fortuna
Antikensammlung
Bemerkungen DFG-Projekt "Antike Bronzen in Berlin": Herkunft aus Slg. Bellori durch die zweite jetzt von Vaiani (s. Lit.) publizierte Liste gesichert. (NF)
Fragment mit Inschrift IVLIA MANI FILI(a)
Antikensammlung
Bemerkungen DFG-Projekt "Antike Bronzen in Berlin": Laut handschriftl. Eintrag Furtwänglers in Fr.-Archivexemplar "Fragm. von einem Büstenfuß, VLIA MANLI FILIA?" Vielleicht wirklich Frgt. einer großen Rundbasis. (NF)
Bruchstück einer größeren Inschriftentafel
Antikensammlung
Bemerkungen DFG-Projekt "Antike Bronzen in Berlin": Die abgebildete Inschrift 2005 im Puschkin-Museum Moskau. Vgl. die ausführliche Beschreibung von Pernice in der Zettelkartei. Laut Liste verlagert in Kiste WS 5 Friedrichshain. (NF)
Inschrifttafel. Fragment einer längeren Inschrift, die sich auf Feierlichkeiten im Zirkus bezieht
Antikensammlung
Bemerkungen DFG-Projekt "Antike Bronzen in Berlin": Inschrift 2005 im Puschkin-Museum Moskau; zu derselben Tafel (aus Rom) gehören laut CIL zwei weitere Fragmente im Vatikan und in Verona. (NF)