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Object type: Kanope (Grabausstattung)
Kanopengefäß des Ramose (ohne Deckel)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
In the course of the New Kingdom some of the mortuary complexes of the Old-Kingdom kings at Abusir show rebuildings and modifications like e. g. secondary burials etc. The canopic jar of Ramose in Berlin is said to originate from such a context. The object represents one part of a convolute of finds consisting of 4 canopic jars and 5 lids, which were purchased by H. Brugsch from the art dealers Ali and Farag. Later, in 1892, the art dealer and patron R. Mosse, who acquired the canopic jar, donated the piece to the Berlin Museum. For the development of the canopic jars during the New Kingdom the piriform shape of the vessel as well as the raw material calcite alabaster are characteristic. None of the lids from the convolute fit to this object. Following the inscription which names Duamutef, one of the son’s of Horus, it can be assumed that the lid had the shape of a human or canid-head. The inscription itself is arranged in 3 vertical columns and represents the characteristic spell of the 18th–19th Dynasty. It has to be noted however one modification: instead of the God Hapi, Duamutef and Nephthys are named. Even though that the piece should be dated stylistically and epigraphically to the New Kingdom, the location and details of the very tomb of Ramose at Abusir haven’t been identified yet. (Robert Kuhn)
Kanope der Ta-baket-en-ta-aschket, genannt Ta-mit, mit Deckel (Paviankopf)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Siehe ÄM 20146.
Kanope der Ta-baket-en-ta-aschket, genannt Ta-mit, mit Deckel (Schakalkopf)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Dieser sogenannte „Kanopenkrug“ diente zur Beisetzung des mumifizierten Magens der Verstorbenen, einer Enkelin von Pharao Takelot II. Der Schakalskopf des Deckels verweist dabei auf den Horussohn Duamutef, der mit seinen drei Brüdern für den Schutz der Eingeweide zuständig war. Ein vollständiges Set Kanopen besteht aus vier Krügen. Jan Moje
Kanope der Ta-baket-en-ta-aschket, genannt Ta-mit, mit Deckel (Menschenkopf)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
1911 wurde das Grab der Ta-baket-en-ta-aschket in der Nekropole beim Ramesseum in Theben-West ausgegraben. Aus der scheinbar intakten Bestattung der Ta-baket-en-ta-aschket, die eine Enkelin des Königs Takelot II. war und Ta-mit genannt wurde, wurde ein vollständiges Set von insgesamt vier Kanopengefäßen geborgen (ÄM 20146-ÄM 20149). Sie wurden aus Kalkstein angefertigt und mit schwarzer Farbe dekoriert. Die Deckel der Kanopen, in denen die bei der Mumifizierung aus dem Körper entnommenen Eingeweide der Verstorbene aufbewahrt wurden, sind als Köpfe der schützenden Horussöhne gebildet. Die vertikalen Inschriften beinhalten die Opferformel an die Verstorbene sowie die Benennungen der Horussöhne. Der Deckel der Kanope ÄM 20146 hat die Form eines Menschenkopfes. In der Regel wurde der Horussohn Amset, dem die Leber zugeordnet wurde, als ein menschenköpfiger Gott mit einem Mumienkörper dargestellt. Seine Identifizierung als Amset wird durch die schwarz aufgetragene Inschriftenkolumne auf dem Gefäß weiter bestätigt. Der Deckel von ÄM 20147 stellt einen Paviankopf dar; die gängige Ikonographie des Horussohnes Hapi, der Schutzgott der Lunge. Die Inschrift benennt ihn ebenfalls als Hapi. Des Weiteren haben die Deckel von ÄM 20148 und ÄM 20149 die Form eines Schakals- und eines Falkenkopfes. Sowohl ikonographisch als auch inschriftlich verweisen sie auf die Horussöhne Duamutef und Qebechsenuef, die für den Schutz des Magens und der Gedärme zuständig waren. Interessanterweise wird die Verstorbene in den Inschriften der Kanopen mit dem Menschen- und dem Schakalskopf als Ta-mit bezeichnet, während sie in den Inschriften der beiden anderen Kanopen mit ihrem vollständigen Namen Ta-baket-en-ta-aschket benannt wird. (I. Liao)
Kanope der Ta-baket-en-ta-aschket, genannt Ta-mit, mit Deckel (Falkenkopf)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Siehe ÄM 20146.
Kanope (Scheinkanope) mit angedeutetem Deckel in Gestalt eines Falkenkopfes (Kebech-senuef)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die Organe wurden aus konservatorischen Gründen aus dem Leichnam entfernt; ihr Erhalt war allerdings zur Komplementierung des Verklärten ebenso wichtig wie der des Körpers. Aus diesem Grund wurden sie ebenfalls gesalbt sowie mit Leinen umhüllt und neben der Mumie im Grab bestattet. Seit dem Alten Reich wurden die balsamierten Organe in Gefäßen aufbewahrt, den sogenannten Kanopen. Der Begriff geht auf das griechische Wort ‚Kanopus‘ zurück, mit welchem der Geschichtsschreiber Rufinus v. Aquileia im 4. Jh. n. Chr. ein bauchiges Gefäß mit dem Kopf des Osiris bezeichnete. Zunächst handelt es sich bei Kanopen um einfache Kalkstein- oder Tongefäße mit flachen bzw. leicht gewölbten Deckeln. Im Mittleren Reich sind die Deckel wie menschliche Köpfe gearbeitet, ab dem Neuen Reich nehmen sie die Form der Köpfe von Mensch, Pavian, Schakal und Falke an. Diese symbolisieren die vier Söhne des Horus, der selbst als Sohn des Osiris für den Verstorbenen die Schutzgottheit par excellence darstellt. Jede der vier Gottheiten wurde einem Organ zugeordnet: Amset = Leber, Hapi = Lunge, Duamutef = Magen, Kebehsenuef = Gedärm; wobei die Zuordnung vielmehr ideeller Natur ist und nicht unbedingt jeder realen Balsamierungssituation entsprechen dürfte, in welcher der Balsamierer sicherlich gelegentlich auch andere Organe konservierte. Denn es kann nicht mit Gewissheit gesagt werden, wie der tatsächliche anatomische Kenntnisstand im Alten Ägypten gewesen ist. Obwohl nach dem Neuen Reich die Organe zumeist als balsamierte Päckchen wieder in den Körper zurückgelegt wurden, hörte der Gebrauch von Kanopen nicht auf. Häufig mit Attrappen gefüllt oder als Scheinkanopen (ohne Hohlraum) gehörten sie bis in die Ptolemäische Zeit hinein zur Grabausstattung. Durch ihre Assoziation mit den Horussöhnen und die Nähe zum Verstorbenen besitzen die Kanopen auch ohne die Organe eine Schutzfunktion. Es ist bemerkenswert, dass die Organentnahme von den griechischen Geschichtsschreibern Herodot und Diodor recht ausführlich besprochen wurde, während die Informationen in altägyptischen Texten spärlich sind. Eine mögliche Begründung hierfür ist die Tabuisierung dieses Vorgangs, denn immerhin ist ein solcher Eingriff eine Beschädigung des Körpers, was im Widerspruch zum ägyptischen Wunsch nach der Unversehrtheit der Mumie steht. Der Vorgang ist notwendig zur Erhaltung des Leichnams und die Organe bleiben zumindest im Grab erhalten, doch darüber sprechen respektive schreiben wollte man wohl nicht. (S. Töpfer)
Kanope (Scheinkanope) mit angedeutetem Deckel in Gestalt eines Paviankopfes (Hapi)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die Organe wurden aus konservatorischen Gründen aus dem Leichnam entfernt; ihr Erhalt war allerdings zur Komplementierung des Verklärten ebenso wichtig wie der des Körpers. Aus diesem Grund wurden sie ebenfalls gesalbt sowie mit Leinen umhüllt und neben der Mumie im Grab bestattet. Seit dem Alten Reich wurden die balsamierten Organe in Gefäßen aufbewahrt, den sogenannten Kanopen. Der Begriff geht auf das griechische Wort ‚Kanopus‘ zurück, mit welchem der Geschichtsschreiber Rufinus v. Aquileia im 4. Jh. n. Chr. ein bauchiges Gefäß mit dem Kopf des Osiris bezeichnete. Zunächst handelt es sich bei Kanopen um einfache Kalkstein- oder Tongefäße mit flachen bzw. leicht gewölbten Deckeln. Im Mittleren Reich sind die Deckel wie menschliche Köpfe gearbeitet, ab dem Neuen Reich nehmen sie die Form der Köpfe von Mensch, Pavian, Schakal und Falke an. Diese symbolisieren die vier Söhne des Horus, der selbst als Sohn des Osiris für den Verstorbenen die Schutzgottheit par excellence darstellt. Jede der vier Gottheiten wurde einem Organ zugeordnet: Amset = Leber, Hapi = Lunge, Duamutef = Magen, Kebehsenuef = Gedärm; wobei die Zuordnung vielmehr ideeller Natur ist und nicht unbedingt jeder realen Balsamierungssituation entsprechen dürfte, in welcher der Balsamierer sicherlich gelegentlich auch andere Organe konservierte. Denn es kann nicht mit Gewissheit gesagt werden, wie der tatsächliche anatomische Kenntnisstand im Alten Ägypten gewesen ist. Obwohl nach dem Neuen Reich die Organe zumeist als balsamierte Päckchen wieder in den Körper zurückgelegt wurden, hörte der Gebrauch von Kanopen nicht auf. Häufig mit Attrappen gefüllt oder als Scheinkanopen (ohne Hohlraum) gehörten sie bis in die Ptolemäische Zeit hinein zur Grabausstattung. Durch ihre Assoziation mit den Horussöhnen und die Nähe zum Verstorbenen besitzen die Kanopen auch ohne die Organe eine Schutzfunktion. Es ist bemerkenswert, dass die Organentnahme von den griechischen Geschichtsschreibern Herodot und Diodor recht ausführlich besprochen wurde, während die Informationen in altägyptischen Texten spärlich sind. Eine mögliche Begründung hierfür ist die Tabuisierung dieses Vorgangs, denn immerhin ist ein solcher Eingriff eine Beschädigung des Körpers, was im Widerspruch zum ägyptischen Wunsch nach der Unversehrtheit der Mumie steht. Der Vorgang ist notwendig zur Erhaltung des Leichnams und die Organe bleiben zumindest im Grab erhalten, doch darüber sprechen respektive schreiben wollte man wohl nicht. (S. Töpfer)
Kanope (Scheinkanope) mit angedeutetem Deckel in Gestalt eines Menschenkopfes (Amset)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die Organe wurden aus konservatorischen Gründen aus dem Leichnam entfernt; ihr Erhalt war allerdings zur Komplementierung des Verklärten ebenso wichtig wie der des Körpers. Aus diesem Grund wurden sie ebenfalls gesalbt sowie mit Leinen umhüllt und neben der Mumie im Grab bestattet. Seit dem Alten Reich wurden die balsamierten Organe in Gefäßen aufbewahrt, den sogenannten Kanopen. Der Begriff geht auf das griechische Wort ‚Kanopus‘ zurück, mit welchem der Geschichtsschreiber Rufinus v. Aquileia im 4. Jh. n. Chr. ein bauchiges Gefäß mit dem Kopf des Osiris bezeichnete. Zunächst handelt es sich bei Kanopen um einfache Kalkstein- oder Tongefäße mit flachen bzw. leicht gewölbten Deckeln. Im Mittleren Reich sind die Deckel wie menschliche Köpfe gearbeitet, ab dem Neuen Reich nehmen sie die Form der Köpfe von Mensch, Pavian, Schakal und Falke an. Diese symbolisieren die vier Söhne des Horus, der selbst als Sohn des Osiris für den Verstorbenen die Schutzgottheit par excellence darstellt. Jede der vier Gottheiten wurde einem Organ zugeordnet: Amset = Leber, Hapi = Lunge, Duamutef = Magen, Kebehsenuef = Gedärm; wobei die Zuordnung vielmehr ideeller Natur ist und nicht unbedingt jeder realen Balsamierungssituation entsprechen dürfte, in welcher der Balsamierer sicherlich gelegentlich auch andere Organe konservierte. Denn es kann nicht mit Gewissheit gesagt werden, wie der tatsächliche anatomische Kenntnisstand im Alten Ägypten gewesen ist. Obwohl nach dem Neuen Reich die Organe zumeist als balsamierte Päckchen wieder in den Körper zurückgelegt wurden, hörte der Gebrauch von Kanopen nicht auf. Häufig mit Attrappen gefüllt oder als Scheinkanopen (ohne Hohlraum) gehörten sie bis in die Ptolemäische Zeit hinein zur Grabausstattung. Durch ihre Assoziation mit den Horussöhnen und die Nähe zum Verstorbenen besitzen die Kanopen auch ohne die Organe eine Schutzfunktion. Es ist bemerkenswert, dass die Organentnahme von den griechischen Geschichtsschreibern Herodot und Diodor recht ausführlich besprochen wurde, während die Informationen in altägyptischen Texten spärlich sind. Eine mögliche Begründung hierfür ist die Tabuisierung dieses Vorgangs, denn immerhin ist ein solcher Eingriff eine Beschädigung des Körpers, was im Widerspruch zum ägyptischen Wunsch nach der Unversehrtheit der Mumie steht. Der Vorgang ist notwendig zur Erhaltung des Leichnams und die Organe bleiben zumindest im Grab erhalten, doch darüber sprechen respektive schreiben wollte man wohl nicht. (S. Töpfer)
Kanope (Scheinkanope) mit angedeutetem Deckel in Gestalt eines Schakalkopfes (Duamutef)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die Organe wurden aus konservatorischen Gründen aus dem Leichnam entfernt; ihr Erhalt war allerdings zur Komplementierung des Verklärten ebenso wichtig wie der des Körpers. Aus diesem Grund wurden sie ebenfalls gesalbt sowie mit Leinen umhüllt und neben der Mumie im Grab bestattet. Seit dem Alten Reich wurden die balsamierten Organe in Gefäßen aufbewahrt, den sogenannten Kanopen. Der Begriff geht auf das griechische Wort ‚Kanopus‘ zurück, mit welchem der Geschichtsschreiber Rufinus v. Aquileia im 4. Jh. n. Chr. ein bauchiges Gefäß mit dem Kopf des Osiris bezeichnete. Zunächst handelt es sich bei Kanopen um einfache Kalkstein- oder Tongefäße mit flachen bzw. leicht gewölbten Deckeln. Im Mittleren Reich sind die Deckel wie menschliche Köpfe gearbeitet, ab dem Neuen Reich nehmen sie die Form der Köpfe von Mensch, Pavian, Schakal und Falke an. Diese symbolisieren die vier Söhne des Horus, der selbst als Sohn des Osiris für den Verstorbenen die Schutzgottheit par excellence darstellt. Jede der vier Gottheiten wurde einem Organ zugeordnet: Amset = Leber, Hapi = Lunge, Duamutef = Magen, Kebehsenuef = Gedärm; wobei die Zuordnung vielmehr ideeller Natur ist und nicht unbedingt jeder realen Balsamierungssituation entsprechen dürfte, in welcher der Balsamierer sicherlich gelegentlich auch andere Organe konservierte. Denn es kann nicht mit Gewissheit gesagt werden, wie der tatsächliche anatomische Kenntnisstand im Alten Ägypten gewesen ist. Obwohl nach dem Neuen Reich die Organe zumeist als balsamierte Päckchen wieder in den Körper zurückgelegt wurden, hörte der Gebrauch von Kanopen nicht auf. Häufig mit Attrappen gefüllt oder als Scheinkanopen (ohne Hohlraum) gehörten sie bis in die Ptolemäische Zeit hinein zur Grabausstattung. Durch ihre Assoziation mit den Horussöhnen und die Nähe zum Verstorbenen besitzen die Kanopen auch ohne die Organe eine Schutzfunktion. Es ist bemerkenswert, dass die Organentnahme von den griechischen Geschichtsschreibern Herodot und Diodor recht ausführlich besprochen wurde, während die Informationen in altägyptischen Texten spärlich sind. Eine mögliche Begründung hierfür ist die Tabuisierung dieses Vorgangs, denn immerhin ist ein solcher Eingriff eine Beschädigung des Körpers, was im Widerspruch zum ägyptischen Wunsch nach der Unversehrtheit der Mumie steht. Der Vorgang ist notwendig zur Erhaltung des Leichnams und die Organe bleiben zumindest im Grab erhalten, doch darüber sprechen respektive schreiben wollte man wohl nicht. (S. Töpfer)