16 results
Object type: Kodex (Schriftträger )
Äthiopischer Pergament-Kodex mit einem Gebetbuch, enthaltend Psalter und Cantica
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Dieser Kodex aus Pergament enthält ein Gebetbuch in äthiopischer Sprache. Auf den ersten Seiten findet sich ein Gebet, darauf folgen Psalmen, die biblischen Cantica und das Hohelied. Hieran schließen sich zwei Marienhymnen und verschiedene andere Gebete an. Die Überschriften sind mittels roter Tinte geschrieben, zudem finden sich auf mehreren Seiten rot/schwarze Zierleisten. Der Kodex ist vermutlich vollständig erhalten und besteht aus 199 Pergamentblättern. Auf der Haar- und der Fleischseite ist jeweils eine Kolumne notiert. Das Stück datiert vermutlich ins 18 oder 19. nachchristliche Jahrhundert. J. Moje
Arabisches Papier (Doppelblatt) mit Psalm 12-14
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Dies ist die arabische Übersetzung von Psalm 12-14, die auf einem Doppelblatt aus Papier des 14. Jahrhunderts niedergeschrieben ist. Das Arabische ist vollvokalisiert und mit diakritischen Zeichen versehen. V. Lepper
Koptisches Papier mit geistlichen Liedern (Doppelblatt aus einem Kodex)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Dies ist eines von elf Doppelblättern aus einer Schrift mit geistlichen Liedern. Das Papier stammt aus dem 11. Jahrhundert n. Chr. und ist in koptischer Sprache und Schrift beschrieben. Es handelt sich um geistliche Lieder nach dem Hohelied, den Sprüchen Salomons und dem Prediger aus dem Alten Testament. Die einzelnen Gedichte bestehen aus vier Zeilen, einem großen Anfangsbuchstaben und der Angabe der Melodie über der ersten Zeile. V. Lepper
Koptischer Papyrus mit einer gnostischen Sammelhandschrift (Evangelium nach Maria; Apokryphon nach Johannes; Sophia Jesu Christi; Acta Pauli)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Der einzigartige so genannte Berliner koptisch-gnostische Papyruskodex umfasst 141 Blätter und zeugt von den Auseinandersetzungen der verschiedenen Glaubensrichtungen der Zeit. Er enthält aus dem späten 4. Jahrhundert nach Christus mehrere apokryphe, das heißt nicht in den späteren biblischen Kanon aufgenommene Evangelien-Texte - so etwa das Apokryphon des Johannes, die Sophia Jesu Christi oder die Praxis des Petrus. Zusätzlich birgt dieser Kodex das Evangelium einer Frau, der Maria Magdalena. Die späteste Entwicklungsform der ägyptischen Sprache ist das Koptische, das mit griechischen Buchstaben und einigen ägyptischen Zusatzzeichen geschrieben wurde. Seit den ersten nachchristlichen Jahrhunderten wurde es in verschiedenen Dialekten gesprochen. Die Koptische Sprache wurde von den Christen Ägyptens verwendet und ist bis heute die Liturgiesprache der koptischen Kirche. Dieses Konvolut besteht aus 65 erhaltenen Blättern eines koptisch (sahidisch-subachuminisch) geschriebenen Papyrus-Codex, von Blatt 12 (= S. 23) an vollständig erhalten ist. Angeblich wurde der Codex in einer Mauerlücke gefunden. Aufgrund des Ankaufs bei einem Antiquitätenhändler in Achmin ist ein Fund vor Ort sehr wahrscheinlich. Es handelt sich um eine gnostische Sammelhandschrift mit drei Traktaten gnostisch-christlichen Inhalts, sowie Auszügen aus den Acta Petrie. 1. Evangelium nach Maria Magdalena: Antworten auf Fragen nach dem Schicksal der Materia und dem Wesen der Sünde. Maria Magdalena spricht den Jüngern Mut zu. Dann berichtet sie über Offenbarungen die nur ihr mitgeteilt wurden. Maria Magdalena erscheint hier als Mittlerin und Verkünderin der gnostischen Lehre. 2. Das Apokryphon des Johannes: Soll auf zwei große Fragen Antwort geben: wie ist das Böse in die Welt gekommen und wie kann sich der Mensch davon befreien? Erschaffungsgeschichte der Welt, des Paradieses und Adam, Sintflut. 3. Sophia Jesu Christi: Die 12 Jünger und 7 Frauen sind auf einem Hügel in Galiläa versammelt. Christus erscheint und beantwortet Fragen. 4. Auszüge aus den Acta Petri. V. Lepper
Koptischer Papyrus mit einer gnostischen Sammelhandschrift (Evangelium nach Maria; Apokryphon nach Johannes; Sophia Jesu Christi; Acta Pauli)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Der einzigartige so genannte Berliner koptisch-gnostische Papyruskodex umfasst 141 Blätter und zeugt von den Auseinandersetzungen der verschiedenen Glaubensrichtungen der Zeit. Er enthält aus dem späten 4. Jahrhundert nach Christus mehrere apokryphe, das heißt nicht in den späteren biblischen Kanon aufgenommene Evangelien-Texte - so etwa das Apokryphon des Johannes, die Sophia Jesu Christi oder die Praxis des Petrus. Zusätzlich birgt dieser Kodex das Evangelium einer Frau, der Maria Magdalena. Die späteste Entwicklungsform der ägyptischen Sprache ist das Koptische, das mit griechischen Buchstaben und einigen ägyptischen Zusatzzeichen geschrieben wurde. Seit den ersten nachchristlichen Jahrhunderten wurde es in verschiedenen Dialekten gesprochen. Die Koptische Sprache wurde von den Christen Ägyptens verwendet und ist bis heute die Liturgiesprache der koptischen Kirche. Dieses Konvolut besteht aus 65 erhaltenen Blättern eines koptisch (sahidisch-subachuminisch) geschriebenen Papyrus-Codex, von Blatt 12 (= S. 23) an vollständig erhalten ist. Angeblich wurde der Codex in einer Mauerlücke gefunden. Aufgrund des Ankaufs bei einem Antiquitätenhändler in Achmin ist ein Fund vor Ort sehr wahrscheinlich. Es handelt sich um eine gnostische Sammelhandschrift mit drei Traktaten gnostisch-christlichen Inhalts, sowie Auszügen aus den Acta Petrie. 1. Evangelium nach Maria Magdalena: Antworten auf Fragen nach dem Schicksal der Materia und dem Wesen der Sünde. Maria Magdalena spricht den Jüngern Mut zu. Dann berichtet sie über Offenbarungen die nur ihr mitgeteilt wurden. Maria Magdalena erscheint hier als Mittlerin und Verkünderin der gnostischen Lehre. 2. Das Apokryphon des Johannes: Soll auf zwei große Fragen Antwort geben: wie ist das Böse in die Welt gekommen und wie kann sich der Mensch davon befreien? Erschaffungsgeschichte der Welt, des Paradieses und Adam, Sintflut. 3. Sophia Jesu Christi: Die 12 Jünger und 7 Frauen sind auf einem Hügel in Galiläa versammelt. Christus erscheint und beantwortet Fragen. 4. Auszüge aus den Acta Petri. V. Lepper
Koptischer Papyrus mit einer gnostischen Sammelhandschrift (Evangelium nach Maria; Apokryphon nach Johannes; Sophia Jesu Christi; Acta Pauli)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Der einzigartige so genannte Berliner koptisch-gnostische Papyruskodex umfasst 141 Blätter und zeugt von den Auseinandersetzungen der verschiedenen Glaubensrichtungen der Zeit. Er enthält aus dem späten 4. Jahrhundert nach Christus mehrere apokryphe, das heißt nicht in den späteren biblischen Kanon aufgenommene Evangelien-Texte - so etwa das Apokryphon des Johannes, die Sophia Jesu Christi oder die Praxis des Petrus. Zusätzlich birgt dieser Kodex das Evangelium einer Frau, der Maria Magdalena. Hier heißt es: (Erzähler): Petrus sprach zu Maria: (Petrus): "Schwester wir wissen, dass der Erlöser dich liebte mehr als die übrigen Frauen. Sage uns die Worte des Erlösers, deren du dich erinnerst, die du kennst, nicht aber wir, und die wir auch nicht gehört haben.“ (Erzähler): Maria antwortete und sprach: (Maria Magdalena): "Was euch verborgen ist, will ich euch mitteilen“ und sie begann ihnen zu berichten. … (Erzähler): „Als Maria das gesagt hatte, schwieg sie…“ Entgegen sprach Petrus: … (Petrus): “Hat er denn mit einer Frau heimlich vor uns und nicht öffentlich gesprochen? Sollen wir umkehren und alle auf sie hören?“... (Erzähler): „Darauf weinte Maria und sprach zu Petrus: (Maria Magdalena): Mein Bruder Petrus, was glaubst du denn? Glaubst du, ich habe das selbst ersonnen in meinem Herzen oder ich lüge über den Erlöser? (Erzähler): Levi entgegnete und sprach zu Petrus: (Levi): „Wenn der Erlöser sie würdig gemacht hat, wer bist denn du, dass du sie verwirfst? Sicherlich kennt der Erlöser sie ganz genau. Deshalb hat er sie mehr als uns geliebt. Wir sollen uns vielmehr schämen, den vollkommenen Menschen anziehen, losgehen, wie er es uns aufgetragen hat und das Evangelium verkünden… Als Levi dies gesagt hatte, schickten sie sich an zu gehen, um zu verkündigen und zu predigen: Das Evangelium nach Maria.“ Die späteste Entwicklungsform der ägyptischen Sprache ist das Koptische, das mit griechischen Buchstaben und einigen ägyptischen Zusatzzeichen geschrieben wurde. Seit den ersten nachchristlichen Jahrhunderten wurde es in verschiedenen Dialekten gesprochen. Die Koptische Sprache wurde von den Christen Ägyptens verwendet und ist bis heute die Liturgiesprache der koptischen Kirche. V. Lepper
Koptischer Papyrus mit einer gnostischen Sammelhandschrift (Evangelium nach Maria; Apokryphon nach Johannes; Sophia Jesu Christi; Acta Pauli)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Der einzigartige so genannte Berliner koptisch-gnostische Papyruskodex umfasst 141 Blätter und zeugt von den Auseinandersetzungen der verschiedenen Glaubensrichtungen der Zeit. Er enthält aus dem späten 4. Jahrhundert nach Christus mehrere apokryphe, das heißt nicht in den späteren biblischen Kanon aufgenommene Evangelien-Texte - so etwa das Apokryphon des Johannes, die Sophia Jesu Christi oder die Praxis des Petrus. Zusätzlich birgt dieser Kodex das Evangelium einer Frau, der Maria Magdalena. Die späteste Entwicklungsform der ägyptischen Sprache ist das Koptische, das mit griechischen Buchstaben und einigen ägyptischen Zusatzzeichen geschrieben wurde. Seit den ersten nachchristlichen Jahrhunderten wurde es in verschiedenen Dialekten gesprochen. Die Koptische Sprache wurde von den Christen Ägyptens verwendet und ist bis heute die Liturgiesprache der koptischen Kirche. Dieses Konvolut besteht aus 65 erhaltenen Blättern eines koptisch (sahidisch-subachuminisch) geschriebenen Papyrus-Codex, das von Blatt 12 (= S. 23) an vollständig erhalten ist. Angeblich wurde der Codex in einer Mauerlücke gefunden. Aufgrund des Ankaufs bei einem Antiquitätenhändler in Achmin ist ein Fund vor Ort sehr wahrscheinlich. Es handelt sich um eine gnostische Sammelhandschrift mit drei Traktaten gnostisch-christlichen Inhalts, sowie Auszügen aus den Acta Petrie. 1. Evangelium nach Maria Magdalena: Antworten auf Fragen nach dem Schicksal der Materia und dem Wesen der Sünde. Maria Magdalena spricht den Jüngern Mut zu. Dann berichtet sie über Offenbarungen die nur ihr mitgeteilt wurden. Maria Magdalena erscheint hier als Mittlerin und Verkünderin der gnostischen Lehre. 2. Das Apokryphon des Johannes: Soll auf zwei große Fragen Antwort geben: wie ist das Böse in die Welt gekommen und wie kann sich der Mensch davon befreien? Erschaffungsgeschichte der Welt, des Paradieses und Adam, Sintflut. 3. Sophia Jesu Christi: Die 12 Jünger und 7 Frauen sind auf einem Hügel in Galiläa versammelt. Christus erscheint und beantwortet Fragen. 4. Auszüge aus den Acta Petri. V. Lepper
Arabisches Pergament aus einem Koran mit Sure 3 und 43 ff.
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Auf diesem kleinen Pergamentblatt aus dem 8. Jahrhundert nach Christus ist ein Auszug aus der dritten Sure des Korans in arabischer Sprache und Schrift niedergeschrieben. Hier geht es um Gott und Jesus: „Er wird ihn die Schrift lehren und die Weisheit und die Thora und das Evangelium, und als Gesandten schicken zu den Kindern Israels: Ich komme zu euch mit einem Wunderzeichen … Zur Bestätigung dessen, was schon aus der Thora bekannt ist … Fürchtet Gott und höret auf mich. Wahrlich Gott ist mein Herr und euer Herr, so verehret ihn. Und als Jesus ihren Unglauben wahrnahm, sprach er: Wer sind meine Helfer für Gott? Da erwiderten die Apostel: Wir sind Helfer für Gott. Wir glauben an Gott.“ Nach Einzug der Araber in Ägypten im Jahre 641 nach Christus setzte sich allmählich der Gebrauch der arabischen Sprache und Schrift im Lande durch. Die arabische Schreibschrift wurde insbesondere für den Koran verwendet, der ein kalligraphisches Meisterwerk darstellt. Wie der zitierte Textausschnitt dokumentiert, wurden im Islam aber auch christlich-jüdische Gedanken und Texte wie selbstverständlich mitverwendet. V. Lepper
Theokritos, Idyll 1 (Thyrsis), 31–35, 73–78
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Theokritos, Idyll 1 (Thyrsis), 31–35, 73–78 Nach BerlPap: http://berlpap.smb.museum/04184/
Koptisches Papier mit geistlichen Liedern (Doppelblatt aus einem Kodex)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Dies ist eines von elf Doppelblättern aus einer Schrift mit geistlichen Liedern. Das Papier stammt aus dem 11. Jahrhundert n. Chr. und ist in koptischer Sprache und Schrift beschrieben. Es handelt sich um geistliche Lieder nach dem Hohelied, den Sprüchen Salomons und dem Prediger aus dem Alten Testament. Die einzelnen Gedichte bestehen aus vier Zeilen, einem großen Anfangsbuchstaben und der Angabe der Melodie über der ersten Zeile. V. Lepper
Koptisches Papier mit geistlichen Liedern (Doppelblatt aus einem Kodex)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Dies ist eines von elf Doppelblättern aus einer Schrift mit geistlichen Liedern. Das Papier stammt aus dem 11. Jahrhundert n. Chr. und ist in koptischer Sprache und Schrift beschrieben. Es handelt sich um geistliche Lieder nach dem Hohelied, den Sprüchen Salomons und dem Prediger aus dem Alten Testament. Die einzelnen Gedichte bestehen aus vier Zeilen, einem großen Anfangsbuchstaben und der Angabe der Melodie über der ersten Zeile. V. Lepper
Koptisches Papier mit geistlichen Liedern (Doppelblatt aus einem Kodex)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Dies ist eines von elf Doppelblättern aus einer Schrift mit geistlichen Liedern. Das Papier stammt aus dem 11. Jahrhundert n. Chr. und ist in koptischer Sprache und Schrift beschrieben. Es handelt sich um geistliche Lieder nach dem Hohelied, den Sprüchen Salomons und dem Prediger aus dem Alten Testament. Die einzelnen Gedichte bestehen aus vier Zeilen, einem großen Anfangsbuchstaben und der Angabe der Melodie über der ersten Zeile. V. Lepper
Koptisches Papier mit geistlichen Liedern (Doppelblatt aus einem Kodex)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Dies ist eines von elf Doppelblättern aus einer Schrift mit geistlichen Liedern. Das Papier stammt aus dem 11. Jahrhundert n. Chr. und ist in koptischer Sprache und Schrift beschrieben. Es handelt sich um geistliche Lieder nach dem Hohelied, den Sprüchen Salomons und dem Prediger aus dem Alten Testament. Die einzelnen Gedichte bestehen aus vier Zeilen, einem großen Anfangsbuchstaben und der Angabe der Melodie über der ersten Zeile. V. Lepper
Koptisches Papier mit geistlichen Liedern (Doppelblatt aus einem Kodex)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Dies ist eines von elf Doppelblättern aus einer Schrift mit geistlichen Liedern. Das Papier stammt aus dem 11. Jahrhundert n. Chr. und ist in koptischer Sprache und Schrift beschrieben. Es handelt sich um geistliche Lieder nach dem Hohelied, den Sprüchen Salomons und dem Prediger aus dem Alten Testament. Die einzelnen Gedichte bestehen aus vier Zeilen, einem großen Anfangsbuchstaben und der Angabe der Melodie über der ersten Zeile. V. Lepper
Äthiopischer Pergament-Kodex mit einem Gebetbuch, enthaltend Psalter und Cantica
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Dieser Kodex aus Pergament enthält ein Gebetbuch in äthiopischer Sprache mit Psalter und Cantica. Er ist vollständig erhalten und besteht aus 150 Blättern Pergament und 13 Blättern Papier. Auf der Haar- und der Fleischseite ist jeweils eine Kolumne notiert. Das Stück datiert vermutlich ins 19. nachchristliche Jahrhundert und stellt ein Geschenk des damaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke dar. J. Moje
Koptischer Papyrus mit einer gnostischen Sammelhandschrift (Evangelium nach Maria; Apokryphon nach Johannes; Sophia Jesu Christi; Acta Pauli)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Der einzigartige so genannte Berliner koptisch-gnostische Papyruskodex umfasst 141 Blätter und zeugt von den Auseinandersetzungen der verschiedenen Glaubensrichtungen der Zeit. Er enthält aus dem späten 4. Jahrhundert nach Christus mehrere apokryphe, das heißt nicht in den späteren biblischen Kanon aufgenommene Evangelien-Texte - so etwa das Apokryphon des Johannes, die Sophia Jesu Christi oder die Praxis des Petrus. Zusätzlich birgt dieser Kodex das Evangelium einer Frau, der Maria Magdalena. Die späteste Entwicklungsform der ägyptischen Sprache ist das Koptische, das mit griechischen Buchstaben und einigen ägyptischen Zusatzzeichen geschrieben wurde. Seit den ersten nachchristlichen Jahrhunderten wurde es in verschiedenen Dialekten gesprochen. Die Koptische Sprache wurde von den Christen Ägyptens verwendet und ist bis heute die Liturgiesprache der koptischen Kirche. Dieses Konvolut besteht aus 65 erhaltenen Blättern eines koptisch (sahidisch-subachuminisch) geschriebenen Papyrus-Codex, von Blatt 12 (= S. 23) an vollständig erhalten ist. Angeblich wurde der Codex in einer Mauerlücke gefunden. Aufgrund des Ankaufs bei einem Antiquitätenhändler in Achmin ist ein Fund vor Ort sehr wahrscheinlich. Es handelt sich um eine gnostische Sammelhandschrift mit drei Traktaten gnostisch-christlichen Inhalts, sowie Auszügen aus den Acta Petrie. 1. Evangelium nach Maria Magdalena: Antworten auf Fragen nach dem Schicksal der Materia und dem Wesen der Sünde. Maria Magdalena spricht den Jüngern Mut zu. Dann berichtet sie über Offenbarungen die nur ihr mitgeteilt wurden. Maria Magdalena erscheint hier als Mittlerin und Verkünderin der gnostischen Lehre. 2. Das Apokryphon des Johannes: Soll auf zwei große Fragen Antwort geben: wie ist das Böse in die Welt gekommen und wie kann sich der Mensch davon befreien? Erschaffungsgeschichte der Welt, des Paradieses und Adam, Sintflut. 3. Sophia Jesu Christi: Die 12 Jünger und 7 Frauen sind auf einem Hügel in Galiläa versammelt. Christus erscheint und beantwortet Fragen. 4. Auszüge aus den Acta Petri. V. Lepper