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Object type: Lampe
Lampe; Büste mit Blattmaskenkopf
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das aus einer Büste und einer Adlerkralle bestehende Gerät diente ursprünglich als Öllampe. Am Hinterkopf befindet sich eine Öffnung mit Deckel und Scharnier, in die das Öl eingefüllt werden konnte; die Zunge im geöffneten Mund nahm den Docht auf. Der Hauptbestandteil der Komposition, die als Öllampe konzipierte Büste, gehört zu einer Gruppe ähnlicher Geräte mit Blattmaskengesichtern. Vorbilder waren antike Öllampen, die allerdings nur aus Kopf und Hals bestanden.
Lampenglocke mit Alpenveilchen
Kunstgewerbemuseum
Annähernd halbkugelförmige Lampenschale. Ausgeätztes, innen und außen milchig mattiertes Grundglas. Dekor: Alpenveilchen mit Blüten, Knospen und Blättern, reliefiert geätzt. Binnenzeichnung z.T. in Nadelätzung. Sign.: auf der Wandung reliefiert geätzt: "Arsall"; auf der Innenwandung mit Kopierstift geschrieben 10002. Wolgang Hennig, Arsall, KGM Berlin, 1985, Kat. Nr. 5 MAKR
Ethnologisches Museum
Lampe. Kuppelförmig, Durchbrucharbeit in Schriftform. Unten Platte mit 4 Lichtöffnungen. Anm.: Die Lampe besitzt eine sekundäre, jetzt bereits alte Vorrichtung für elektrische Beleuchtung.
Öllampe mit menschlicher Figur zwischen Pflanzen
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die Tonlampe brachte der Berliner Koptologe Carl Schmidt von seinen Studienreisen nach Ägypten mit. Schmidt hatte schon seit vielen Jahren für verschiedene Sammlungen der Staatlichen Museen bedeutende Objekte aus dem ägyptischen Antikenhandel erworben, die kleinen Objekte erhielt er oft als „Bakschisch“ (Zugabe). Das Bildmotiv auf dem Lampenspiegel ist ungewöhnlich: Skizzenhaft ist ein nackter Mann in Frontalansicht zwischen Palmwedeln wiedergegeben, der linke Wedel ist gekrümmt, der rechte gerade. In seiner Linken hält der Mann eine lange Lanze. Sehr ähnliche Darstellungen sind von einigen Lampen aus Abu Mina bekannt. Doch richtet die Gestalt dort die mit einem Kreuz bekrönte Lanze gegen ein aufrecht gestelltes Tier neben ihr, bei dem es sich höchstwahrscheinlich um ein Krokodil handelt (wie zum Beispiel bei Inv. 4986 des Museums für Byzantinische Kunst, Berlin). Dessen Form und stilisiert wiedergegebener Schuppenpanzer ähnelt den auf vielen Lampen abgebildeten Palmen oder Palmwedeln. Es ist daher nicht auszuschließen, dass mit einem der Wedel tatsächlich ein Krokodil gemeint war. Die Szene auf den Lampen aus Abu Mina könnte sich auf eine der Wundergeschichten vom Heiligen Menas beziehen. Nach einer äthiopischen Legende wird nämlich überliefert, wie ein Soldat von einem Krokodil verschlungen und durch den Heiligen Menas wieder zu neuem Leben erweckt wird. Überraschenderweise ist diese Darstellung nur auf Lampen, aber nicht auf den zahlreichen Pilgerampullen bezeugt. Ohne eine konkrete Legende zu benennen spricht auch A. Erman bei einer ähnlichen Darstellung auf einer Lampe im Besitz des Berliner Ägyptischen Museums, angeblich aus dem Faijum, von der Bezwingung eines Krokodils durch einen Heiligen. In Ägypten war von der Spätzeit bis zur römischen Epoche (747 v. Chr. - 395 n. Chr.) das Bild des Gottes Horus auf den Krokodilen weit verbreitet. Auf Stelen – sogenannten Horus-cippi – unterschiedlichen Formats abgebildet, sollte es vor Gefahren (z. B. bedrohlichen Tieren) schützen, aber auch heilend wirken. Es scheint, dass mit den Darstellungen auf den frühchristlichen Lampen dieses bekannte Motiv wiederaufgegriffen, neu interpretiert und der christlichen Glaubensrichtung angepasst wurde. Als Pilgerandenken hatten Lampen mit solchen Bildmotiven eine ähnlich heilbringende Funktion. Cäcilia Fluck (2017)
Lampe
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die Tonlampe brachte der Berliner Koptologe Carl Schmidt von seinen Studienreisen nach Ägypten mit. Schmidt hatte schon seit vielen Jahren für verschiedene Sammlungen der Staatlichen Museen bedeutende Objekte aus dem ägyptischen Antikenhandel erworben, die kleinen Objekte erhielt er oft als „Bakschisch“ (Zugabe). Die Lampe läuft zur Tülle hin spitz zu, ein Eingussloch für das Öl befindet sich auf dem Lampenspiegel. Als Handhabe dient ein Griff. Einfache Kreuzdarstellungen wie bei diesem Stück sind auf Lampen aus frühchristlicher Zeit häufig bezeugt und waren überregional verbreitet. Die Kreuze sind meist umrahmt von Linien oder wie hier von einem gestrichelten Band. Die Unterseite der Lampe ist zudem mit einem kleinen Palmwedel verziert. Cäcilia Fluck (2017)
Lampe mit christlicher Symbolik
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Zweck einer Lampe ist es, Licht ins Dunkel zu bringen. Seit Urzeiten ist dem Menschen Licht mehr als nur physikalisches Phänomen: Symbol des Lebens. Die Unterseite trägt den Stempel des im frühen 3. Jahrhundert tätigen Töpfers Florentius. Eingepresster Reliefschmuck zeigt einen Schafträger inmitten einer siebenköpfigen Schafherde als Allegorie des Friedens und Glücks. Links wird Jonas aus dem Rachen eines Seemonsters ausgespieen, rechts ruht der nackte Jonas unter einer Kürbislaube (Jona 4,6), Hinweis auf göttliche Errettung aus Finsternis. Ein Vogel auf der Arche Noahs bekundet außerdem das Gottvertrauen auf Erlösung in Not (Genesis 8,9). Über allem schweben die Büsten von Sonne (Sol) und Mond (Luna) sowie sieben Sterne, kosmische Garanten immerwährenden Lichts. Im Alltag benutzt, konnte dieselbe Lampe – vielleicht eines der ersten christlichen Bildzeugnisse überhaupt - ihrem Besitzer später als Grabbeigabe dienen.