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Object type: Lampe (Gefäß / Sonderform)
Große Lampe mit Henkel, Dekor in Gestalt von Punkten, Dreiecken sowie Blütenblättern
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die Öllampe aus rotbemaltem Nilton stammt aus einer Grabung des Ägyptologen Otto Rubensohn (1867-1964) bei El-Eschmunên (Hermopolis Magna) aus den Jahren 1905-6. Das Objekt wurde 1906 im Zuge der Fundteilung an das Ägyptische Museum und Papyrussammlung übergeben. Neben einem Palmettenmotiv am Ausguss, befinden sich dreieckige Unterteilungen auf beiden Schulteroberseiten. Sie sind mit halbplastisch ausgearbeiteten Punkten ausgefüllt, die eventuell Weinbeeren darstellen. Bei dem Objekt handelt es sich um Massenware, die Teilweise in wiederverwendbaren Formen hergestellt wurde. Ein Riss am Gefäßausguss muss bereits vor oder während des Brandes entstanden sein. Das Stück ist in sehr gutem Zustand. (Anke Weber)
Lampenaufsatz der thronenden Göttin Isis mit Harpokrates (Isis lactans)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die Göttin Isis sitzt auf einem Thron mit hoher Rückenlehne, ihre Füße ruhen auf einem diagonal ausgerichteten Schemel. Sie ist mit einem Untergewand und einem mit Fransen verzierten, vor der Brust verknoteten Mantel bekleidet. Ihre Haare fallen in langen Korkenzieherlocken auf ihre Schultern. Auf dem Kopf tragt sie neben zwei Lotosknospen die für sie typische Krone, bestehend aus Kuhhörnern, Sonnenscheibe und Federn. Ihre Linke stutzt den Kopf ihres Sohnes Harpokrates, dem sie die Brust reicht, nach der er mit seiner Rechten greift. Die Rückenlehne des Thrones ist mit kleinen quadratischen Kassetten und sorgfältig geschnitzten Seitenlehnen verziert. Bei diesem Bildnis handelt es sich um einen häufig wiederholten Typ, der seit trajanischer Zeit auch auf Münzen erscheint. Aufgrund der Bruchfläche auf der Rückseite dürfte es sich um einen Lampenaufsatz gehandelt haben. (J. Helmbold-Doyé)
Lampe mit einem liegenden Damhirsch (?)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die volutenartig nach außen geschwungen Außenseiten der Schnauze sind von einem gedrehten Band eingefasst und in der Mitte findet sich eine tropfenförmige Vertiefung, die ebenfalls in Voluten mündet. Auf dem Becken der Lampe liegt ein Paarhufer mit einem gefleckten Fell, der in seiner Darstellung nicht eindeutig ist. Mit dem rechten Hinterlauf krault es sich hinter dem Ohr und um den Hals hängt an einem Strick ein kleines Glöckchen. Bis auf die nicht mehr vollständig erhaltenen Hörner könnte es sich um ein Schaf handeln. Die Verzweigungen lassen jedoch ein Geweih vermuten, das für Damhirsche typisch ist. Unabhängig von dem Tier selbst ist die plastische Ausarbeitung dieser Art singulär. (J. Helmbold-Doyé)