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Object type: Medaillon (ANT)
Traianus
Münzkabinett
Vorderseite: [IMP CAES] NERVAE TRAIANO AVG GER DAC P M TR P COS [V] P P. Auf der l. Schulter drapierte Büste des Traianus mit Lorbeerkranz in der Brustansicht nach r. Rückseite: Die drei Kapitolinischen Götter Minerva l., Iupiter in der Mitte und Iuno r. Literatur: H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 14 f. Nr. 2 Taf. 1 (dieses Stück); B. Woytek, Die Reichsprägung des Kaisers Traianus (98-117). MIR 14 (2010) 366 Nr. 342 b Taf. 75 (dieses Stück, ca. 109/110 n. Chr.). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200617
Abukir
Münzkabinett
Vorderseite: Panzerbüste des Alexander in der Vorderansicht mit Diadem, Rundschild und Speer. Kopf leicht nach l. gewandt und erhoben, Blick nach oben. Auf dem Schild: Gaea, darüber Köpfe des Helios und der Selene, umgeben von fünf Tierkreiszeichen. Rückseite: ΒΑCΙ-ΛΕ-ΩC - ΑΛΕ-ΞΑΝΔΡΟV. Nike, den l. Fuß auf Helm gestellt, deutet mit r. Hand auf ovalen Schild, den sie mit der l. Hand am Rand umfaßt, nach r. Schild von einem geflügelten Eroten nach l. gehalten. Auf Schild: Alexander (?) und Gefährtin. R. Tropaion und zwei ... Kommentar: Exemplar Dressel C, Rs. stempelgleich zu Dressel B. - Die Berliner Abukir-Medaillone – Alexander der Große in Gold - Ein Schatz wird gefunden - Im Jahre 1902 stießen Arbeiter bei Abukir, nordöstlich von Alexandria an der Küste des Mittelmeers gelegen, auf einen spektakulären Schatzfund aus römischer Zeit. Die darin enthaltenen 20 außergewöhnlich großen Goldmedaillone sowie ca. 600 reguläre Goldmünzen und mehrere Barren wurden sofort an lokale Händler verkauft und wenig später auf dem europäischen Kunstmarkt angeboten. Von diesen 20 Medaillonen konnte das Berliner Münzkabinett in den folgenden Jahren fünf Exemplare erwerben. Die mitgefundenen Goldmünzen römischer Kaiser sind in Teilen dokumentiert und beweisen, daß dieser Hort kurz nach 300 n. Chr. in der Erde vergraben wurde. Die Münzen selbst sind in den Jahren zwischen ca. 220 und 300 n. Chr. geprägt worden. - Bilder machen Legenden - Die Berliner Medaillone sind nicht nur wegen ihres Gewichts und des Materialwertes (sie wiegen zwischen 112 und 65 Gramm bei Durchmessern von 48 bis 60 mm) von großer Bedeutung, sondern wegen der auf ihnen dargestellten Bilder. Drei zeigen auf ihren Vorderseiten das Porträt Alexanders des Großen (356–323 v. Chr.) in verschiedenen Fassungen, eines das seiner Mutter Olympias, sowie ein weiteres die Büste des römischen Kaisers Caracalla (211–217 n. Chr.), der einen Schild mit Alexanderdarstellung hält. Die Rückseiten präsentieren die Siegesgöttin Nike in einem Wagen bzw. Nike ein Siegesdenkmal schmückend (zweimal) bzw. die Siegesgöttin Waffen an Alexander überreichend. Das Stück mit dem Olympiasporträt zeigt auf der Rückseite eine Nereide (Meernymphe) auf einem Seestier reitend. Alle diese Motive lassen sich auf Alexander III. von Makedonien beziehen. Die Vorderseiten umschreiben in ihren unterschiedlichen Fassungen verschiedene Qualitäten des Königs (mit Widderhorn als Sohn des Gottes Zeus Ammon, mit Helm bzw. in der Vorderansicht mit Lanze und Schild als unüberwindlicher Krieger), während die Rückseiten seine allgemeine Sieghaftigkeit, Herkunft und mythologische Überhöhung formulieren. - Das Idol Alexander - Alexander der Große wurde bereits direkt nach seinem Tod ein Vorbild für hellenistische Könige, die über Teile seines Reiches herrschten. Später beriefen sich auch römische Kaiser auf Alexander. Seine Person war von nun an prägend für viele Herrscher bis in die jüngste Vergangenheit. Die Geschichte seiner Taten wurde in Berichten und Erzählungen immer weiter legendenhaft ausgeschmückt. Gerade aus dem 3. Jh. n. Chr. und insbesondere aus der Zeit der Familie des Caracalla, den Severern (193–235 n. Chr.), kennen wir viele Münzdarstellungen Alexanders auf dem lokalen Bronzegeld verschiedener Städte. Auf diese Weise sollte die Bedeutung, das Alter und die griechisch-makedonische Herkunft der Stadt und ihrer Bewohner besonders hervorgehoben werden. Unter den numismatischen Zeugnissen bieten allein die Münzen der Provinz Makedonien, die in Beroia (heute Veria in Griechenland) geprägt wurden, den Abukir-Medaillonen vergleichbare und teilweise identische Motive. Auch wissen wir durch Inschriften von gymnischen und musischen Spielen (darunter Laufwettbewerbe, Pferderennen, Faustkampf und ein Wettstreit von Herolden) zu Ehren Alexanders und des regierenden Kaisers aus dieser Zeit in Beroia. Es ist sehr wahrscheinlich, daß diese prachtvollen Medaillone anläßlich dieser Spiele hergestellt und als besonders wertvolles Geschenk an prominente Würdenträger, hohe Beamte und siegreiche Athleten gegeben wurden. Die schon zum Zeitpunkt ihrer Auffindung spektakuläre Bedeutung dieser Medaillone schlug sich auch in der Höhe des schließlich gezahlten Kaufpreises nieder. Nur aufgrund der Großzügigkeit von Sponsoren (darunter der bekannte Mäzen der Berliner Museen, James Simon, sowie Elise Koenigs und Gerson Simon) konnte das Münzkabinett den geforderten Betrag von knapp 120.000 Goldmark aufbringen. Diese Summe (ein Arbeiter verdiente im Jahr durchschnittlich 900 Mark brutto) sorgte in Kombination mit einem anfänglich gehegten Fälschungsverdacht gegen diese Medaillone bei dem für ihren Ankauf verantwortlichen Kurator Heinrich Dressel (1845–1920) zunächst für schlaflose Nächte. Literatur: H. Dressel, Fünf Goldmedaillons aus dem Funde von Abukir (1906) 9 f. C Taf. 2, C (dieses Stück); K. Dahmen - B. Weisser, Goldene Alexander zum Geschenk, in: S. Drougou u.a. (Hrsg.), Kermatia Philias. Festschrift Y. Touratsoglou (2009) 343-359 Abb. 3; K. Dahmen, Alexander in Gold and Silver: Reassessing Third century AD Medallions from Aboukir and Tarsos, American Journal of Numismatics 20, 2008, 493 ff. 526 f. Taf. 102 (mit Lit.). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200016
Abukir
Münzkabinett
Vorderseite: Bekleidete Büste der Olympias, verschleiert und mit Diadem in der Brustansicht nach l. Der r. Arm ist eingedreht vor das Gesicht gehalten und mit einem Schlangenarmreif geschmückt. Die r. Hand hält ein von einer kleinen Kugel gekröntes ... Rückseite: Nereide, auf ihrem von beiden Händen gehaltenen, ausgebreiteten Mantel sitzend, reitet auf einem Seestier nach l. Trägt Spangenschmuck. R. Hand hält Zaumzeug (?). Zwischen Wellen unten von l. nach r. eine Tritonmuschel, eine Kammmuschel, zwei ... Kommentar: Exemplar Dressel D. - Die Berliner Abukir-Medaillone – Alexander der Große in Gold - Ein Schatz wird gefunden - Im Jahre 1902 stießen Arbeiter bei Abukir, nordöstlich von Alexandria an der Küste des Mittelmeers gelegen, auf einen spektakulären Schatzfund aus römischer Zeit. Die darin enthaltenen 20 außergewöhnlich großen Goldmedaillone sowie ca. 600 reguläre Goldmünzen und mehrere Barren wurden sofort an lokale Händler verkauft und wenig später auf dem europäischen Kunstmarkt angeboten. Von diesen 20 Medaillonen konnte das Berliner Münzkabinett in den folgenden Jahren fünf Exemplare erwerben. Die mitgefundenen Goldmünzen römischer Kaiser sind in Teilen dokumentiert und beweisen, daß dieser Hort kurz nach 300 n. Chr. in der Erde vergraben wurde. Die Münzen selbst sind in den Jahren zwischen ca. 220 und 300 n. Chr. geprägt worden. - Bilder machen Legenden - Die Berliner Medaillone sind nicht nur wegen ihres Gewichts und des Materialwertes (sie wiegen zwischen 112 und 65 Gramm bei Durchmessern von 48 bis 60 mm) von großer Bedeutung, sondern wegen der auf ihnen dargestellten Bilder. Drei zeigen auf ihren Vorderseiten das Porträt Alexanders des Großen (356–323 v. Chr.) in verschiedenen Fassungen, eines das seiner Mutter Olympias, sowie ein weiteres die Büste des römischen Kaisers Caracalla (211–217 n. Chr.), der einen Schild mit Alexanderdarstellung hält. Die Rückseiten präsentieren die Siegesgöttin Nike in einem Wagen bzw. Nike ein Siegesdenkmal schmückend (zweimal) bzw. die Siegesgöttin Waffen an Alexander überreichend. Das Stück mit dem Olympiasporträt zeigt auf der Rückseite eine Nereide (Meernymphe) auf einem Seestier reitend. Alle diese Motive lassen sich auf Alexander III. von Makedonien beziehen. Die Vorderseiten umschreiben in ihren unterschiedlichen Fassungen verschiedene Qualitäten des Königs (mit Widderhorn als Sohn des Gottes Zeus Ammon, mit Helm bzw. in der Vorderansicht mit Lanze und Schild als unüberwindlicher Krieger), während die Rückseiten seine allgemeine Sieghaftigkeit, Herkunft und mythologische Überhöhung formulieren. - Das Idol Alexander - Alexander der Große wurde bereits direkt nach seinem Tod ein Vorbild für hellenistische Könige, die über Teile seines Reiches herrschten. Später beriefen sich auch römische Kaiser auf Alexander. Seine Person war von nun an prägend für viele Herrscher bis in die jüngste Vergangenheit. Die Geschichte seiner Taten wurde in Berichten und Erzählungen immer weiter legendenhaft ausgeschmückt. Gerade aus dem 3. Jh. n. Chr. und insbesondere aus der Zeit der Familie des Caracalla, den Severern (193–235 n. Chr.), kennen wir viele Münzdarstellungen Alexanders auf dem lokalen Bronzegeld verschiedener Städte. Auf diese Weise sollte die Bedeutung, das Alter und die griechisch-makedonische Herkunft der Stadt und ihrer Bewohner besonders hervorgehoben werden. Unter den numismatischen Zeugnissen bieten allein die Münzen der Provinz Makedonien, die in Beroia (heute Veria in Griechenland) geprägt wurden, den Abukir-Medaillonen vergleichbare und teilweise identische Motive. Auch wissen wir durch Inschriften von gymnischen und musischen Spielen (darunter Laufwettbewerbe, Pferderennen, Faustkampf und ein Wettstreit von Herolden) zu Ehren Alexanders und des regierenden Kaisers aus dieser Zeit in Beroia. Es ist sehr wahrscheinlich, daß diese prachtvollen Medaillone anläßlich dieser Spiele hergestellt und als besonders wertvolles Geschenk an prominente Würdenträger, hohe Beamte und siegreiche Athleten gegeben wurden. Die schon zum Zeitpunkt ihrer Auffindung spektakuläre Bedeutung dieser Medaillone schlug sich auch in der Höhe des schließlich gezahlten Kaufpreises nieder. Nur aufgrund der Großzügigkeit von Sponsoren (darunter der bekannte Mäzen der Berliner Museen, James Simon, sowie Elise Koenigs und Gerson Simon) konnte das Münzkabinett den geforderten Betrag von knapp 120.000 Goldmark aufbringen. Diese Summe (ein Arbeiter verdiente im Jahr durchschnittlich 900 Mark brutto) sorgte in Kombination mit einem anfänglich gehegten Fälschungsverdacht gegen diese Medaillone bei dem für ihren Ankauf verantwortlichen Kurator Heinrich Dressel (1845–1920) zunächst für schlaflose Nächte. Literatur: H. Dressel, Fünf Goldmedaillons aus dem Funde von Abukir (1906) 10 f. D Taf. 2, D; K. Dahmen - B. Weisser, Goldene Alexander zum Geschenk, in: S. Drougou u.a. (Hrsg.), Kermatia Philias. Festschrift Y. Touratsoglou (2009) 343-359 Abb. 4; K. Dahmen, Alexander in Gold and Silver: Reassessing Third century AD Medallions from Aboukir and Tarsos, American Journal of Numismatics 20, 2008, 493 ff. 527 Taf. 103 (mit Lit.). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200020
Abukir
Münzkabinett
Vorderseite: Panzerbüste des Alexander mit geschlossenem Mantel in der Brustansicht nach l. Trägt einen attischen Helm ohne Wangenklappen mit hohem Busch (Sphinx als Buschhalter). Kopf erhoben. Auf Helm: Artemis auf dem Stier nach l. (A. Tauropolos). ... Rückseite: ΒΑCΙ-ΛΕ-ΩC - ΑΛΕ-ΞΑΝΔΡΟV. Nike, den l. Fuß auf Helm gestellt, deutet mit r. Hand auf ovalen Schild, den sie mit l. Hand am Rand umfaßt, nach r. Schild von einem geflügelten Eroten nach l. gehalten. Auf Schild: Alexander (?) und Gefährtin. R. ein Tropaion und zwei ... Kommentar: Exemplar Dressel B. - Die Berliner Abukir-Medaillone – Alexander der Große in Gold - Ein Schatz wird gefunden - Im Jahre 1902 stießen Arbeiter bei Abukir, nordöstlich von Alexandria an der Küste des Mittelmeers gelegen, auf einen spektakulären Schatzfund aus römischer Zeit. Die darin enthaltenen 20 außergewöhnlich großen Goldmedaillone sowie ca. 600 reguläre Goldmünzen und mehrere Barren wurden sofort an lokale Händler verkauft und wenig später auf dem europäischen Kunstmarkt angeboten. Von diesen 20 Medaillonen konnte das Berliner Münzkabinett in den folgenden Jahren fünf Exemplare erwerben. Die mitgefundenen Goldmünzen römischer Kaiser sind in Teilen dokumentiert und beweisen, daß dieser Hort kurz nach 300 n. Chr. in der Erde vergraben wurde. Die Münzen selbst sind in den Jahren zwischen ca. 220 und 300 n. Chr. geprägt worden. - Bilder machen Legenden - Die Berliner Medaillone sind nicht nur wegen ihres Gewichts und des Materialwertes (sie wiegen zwischen 112 und 65 Gramm bei Durchmessern von 48 bis 60 mm) von großer Bedeutung, sondern wegen der auf ihnen dargestellten Bilder. Drei zeigen auf ihren Vorderseiten das Porträt Alexanders des Großen (356–323 v. Chr.) in verschiedenen Fassungen, eines das seiner Mutter Olympias, sowie ein weiteres die Büste des römischen Kaisers Caracalla (211–217 n. Chr.), der einen Schild mit Alexanderdarstellung hält. Die Rückseiten präsentieren die Siegesgöttin Nike in einem Wagen bzw. Nike ein Siegesdenkmal schmückend (zweimal) bzw. die Siegesgöttin Waffen an Alexander überreichend. Das Stück mit dem Olympiasporträt zeigt auf der Rückseite eine Nereide (Meernymphe) auf einem Seestier reitend. Alle diese Motive lassen sich auf Alexander III. von Makedonien beziehen. Die Vorderseiten umschreiben in ihren unterschiedlichen Fassungen verschiedene Qualitäten des Königs (mit Widderhorn als Sohn des Gottes Zeus Ammon, mit Helm bzw. in der Vorderansicht mit Lanze und Schild als unüberwindlicher Krieger), während die Rückseiten seine allgemeine Sieghaftigkeit, Herkunft und mythologische Überhöhung formulieren. - Das Idol Alexander - Alexander der Große wurde bereits direkt nach seinem Tod ein Vorbild für hellenistische Könige, die über Teile seines Reiches herrschten. Später beriefen sich auch römische Kaiser auf Alexander. Seine Person war von nun an prägend für viele Herrscher bis in die jüngste Vergangenheit. Die Geschichte seiner Taten wurde in Berichten und Erzählungen immer weiter legendenhaft ausgeschmückt. Gerade aus dem 3. Jh. n. Chr. und insbesondere aus der Zeit der Familie des Caracalla, den Severern (193–235 n. Chr.), kennen wir viele Münzdarstellungen Alexanders auf dem lokalen Bronzegeld verschiedener Städte. Auf diese Weise sollte die Bedeutung, das Alter und die griechisch-makedonische Herkunft der Stadt und ihrer Bewohner besonders hervorgehoben werden. Unter den numismatischen Zeugnissen bieten allein die Münzen der Provinz Makedonien, die in Beroia (heute Veria in Griechenland) geprägt wurden, den Abukir-Medaillonen vergleichbare und teilweise identische Motive. Auch wissen wir durch Inschriften von gymnischen und musischen Spielen (darunter Laufwettbewerbe, Pferderennen, Faustkampf und ein Wettstreit von Herolden) zu Ehren Alexanders und des regierenden Kaisers aus dieser Zeit in Beroia. Es ist sehr wahrscheinlich, daß diese prachtvollen Medaillone anläßlich dieser Spiele hergestellt und als besonders wertvolles Geschenk an prominente Würdenträger, hohe Beamte und siegreiche Athleten gegeben wurden. Die schon zum Zeitpunkt ihrer Auffindung spektakuläre Bedeutung dieser Medaillone schlug sich auch in der Höhe des schließlich gezahlten Kaufpreises nieder. Nur aufgrund der Großzügigkeit von Sponsoren (darunter der bekannte Mäzen der Berliner Museen, James Simon, sowie Elise Koenigs und Gerson Simon) konnte das Münzkabinett den geforderten Betrag von knapp 120.000 Goldmark aufbringen. Diese Summe (ein Arbeiter verdiente im Jahr durchschnittlich 900 Mark brutto) sorgte in Kombination mit einem anfänglich gehegten Fälschungsverdacht gegen diese Medaillone bei dem für ihren Ankauf verantwortlichen Kurator Heinrich Dressel (1845–1920) zunächst für schlaflose Nächte. Literatur: H. Dressel, Fünf Goldmedaillons aus dem Funde von Abukir (1906) 8 f. B Taf. 1, B; K. Dahmen - B. Weisser, Goldene Alexander zum Geschenk, in: S. Drougou u.a. (Hrsg.), Kermatia Philias. Festschrift Y. Touratsoglou (2009) 343-359 Abb. 2; K. Dahmen, Alexander in Gold and Silver: Reassessing Third century AD Medallions from Aboukir and Tarsos, American Journal of Numismatics 20, 2008, 493 ff. 526 Taf. 102 (mit Lit.). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200012
Abukir
Münzkabinett
Vorderseite: Kopf des Alexander mit Diadem und Ammonshorn nach l. Robuste Haarbündel, kein Flammenhaar. Kopf vorgestreckt und erhoben. Rückseite: ΒΑCΙΛ-ΕωC // ΑΛΕΞΑΝΔΡΟΥ. Nike in einem Viergespann (quadriga) nach r. Sie hält in ihrer l. Hand einen Palmzweig mit Binde (taenia), mit der r. Hand die Zügel. Kommentar: Exemplar Dressel A. - Die Berliner Abukir-Medaillone – Alexander der Große in Gold - Ein Schatz wird gefunden - Im Jahre 1902 stießen Arbeiter bei Abukir, nordöstlich von Alexandria an der Küste des Mittelmeers gelegen, auf einen spektakulären Schatzfund aus römischer Zeit. Die darin enthaltenen 20 außergewöhnlich großen Goldmedaillone sowie ca. 600 reguläre Goldmünzen und mehrere Barren wurden sofort an lokale Händler verkauft und wenig später auf dem europäischen Kunstmarkt angeboten. Von diesen 20 Medaillonen konnte das Berliner Münzkabinett in den folgenden Jahren fünf Exemplare erwerben. Die mitgefundenen Goldmünzen römischer Kaiser sind in Teilen dokumentiert und beweisen, daß dieser Hort kurz nach 300 n. Chr. in der Erde vergraben wurde. Die Münzen selbst sind in den Jahren zwischen ca. 220 und 300 n. Chr. geprägt worden. - Bilder machen Legenden - Die Berliner Medaillone sind nicht nur wegen ihres Gewichts und des Materialwertes (sie wiegen zwischen 112 und 65 Gramm bei Durchmessern von 48 bis 60 mm) von großer Bedeutung, sondern wegen der auf ihnen dargestellten Bilder. Drei zeigen auf ihren Vorderseiten das Porträt Alexanders des Großen (356–323 v. Chr.) in verschiedenen Fassungen, eines das seiner Mutter Olympias, sowie ein weiteres die Büste des römischen Kaisers Caracalla (211–217 n. Chr.), der einen Schild mit Alexanderdarstellung hält. Die Rückseiten präsentieren die Siegesgöttin Nike in einem Wagen bzw. Nike ein Siegesdenkmal schmückend (zweimal) bzw. die Siegesgöttin Waffen an Alexander überreichend. Das Stück mit dem Olympiasporträt zeigt auf der Rückseite eine Nereide (Meernymphe) auf einem Seestier reitend. Alle diese Motive lassen sich auf Alexander III. von Makedonien beziehen. Die Vorderseiten umschreiben in ihren unterschiedlichen Fassungen verschiedene Qualitäten des Königs (mit Widderhorn als Sohn des Gottes Zeus Ammon, mit Helm bzw. in der Vorderansicht mit Lanze und Schild als unüberwindlicher Krieger), während die Rückseiten seine allgemeine Sieghaftigkeit, Herkunft und mythologische Überhöhung formulieren. - Das Idol Alexander - Alexander der Große wurde bereits direkt nach seinem Tod ein Vorbild für hellenistische Könige, die über Teile seines Reiches herrschten. Später beriefen sich auch römische Kaiser auf Alexander. Seine Person war von nun an prägend für viele Herrscher bis in die jüngste Vergangenheit. Die Geschichte seiner Taten wurde in Berichten und Erzählungen immer weiter legendenhaft ausgeschmückt. Gerade aus dem 3. Jh. n. Chr. und insbesondere aus der Zeit der Familie des Caracalla, den Severern (193–235 n. Chr.), kennen wir viele Münzdarstellungen Alexanders auf dem lokalen Bronzegeld verschiedener Städte. Auf diese Weise sollte die Bedeutung, das Alter und die griechisch-makedonische Herkunft der Stadt und ihrer Bewohner besonders hervorgehoben werden. Unter den numismatischen Zeugnissen bieten allein die Münzen der Provinz Makedonien, die in Beroia (heute Veria in Griechenland) geprägt wurden, den Abukir-Medaillonen vergleichbare und teilweise identische Motive. Auch wissen wir durch Inschriften von gymnischen und musischen Spielen (darunter Laufwettbewerbe, Pferderennen, Faustkampf und ein Wettstreit von Herolden) zu Ehren Alexanders und des regierenden Kaisers aus dieser Zeit in Beroia. Es ist sehr wahrscheinlich, daß diese prachtvollen Medaillone anläßlich dieser Spiele hergestellt und als besonders wertvolles Geschenk an prominente Würdenträger, hohe Beamte und siegreiche Athleten gegeben wurden. Die schon zum Zeitpunkt ihrer Auffindung spektakuläre Bedeutung dieser Medaillone schlug sich auch in der Höhe des schließlich gezahlten Kaufpreises nieder. Nur aufgrund der Großzügigkeit von Sponsoren (darunter der bekannte Mäzen der Berliner Museen, James Simon, sowie Elise Koenigs und Gerson Simon) konnte das Münzkabinett den geforderten Betrag von knapp 120.000 Goldmark aufbringen. Diese Summe (ein Arbeiter verdiente im Jahr durchschnittlich 900 Mark brutto) sorgte in Kombination mit einem anfänglich gehegten Fälschungsverdacht gegen diese Medaillone bei dem für ihren Ankauf verantwortlichen Kurator Heinrich Dressel (1845–1920) zunächst für schlaflose Nächte. Literatur: H. Dressel, Fünf Goldmedaillons aus dem Funde von Abukir (1906) 7 A Taf. 1, A; K. Dahmen - B. Weisser, Goldene Alexander zum Geschenk, in: S. Drougou u.a. (Hrsg.), Kermatia Philias. Festschrift Y. Touratsoglou (2009) 343-359 Abb. 1; K. Dahmen, Alexander in Gold and Silver: Reassessing Third century AD Medallions from Aboukir and Tarsos, American Journal of Numismatics 20, 2008, 493 ff. 525 f. Taf. 102 (mit Lit.). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200006
Valentinianus I. und Valens
Münzkabinett
Vorderseite: R-ES-IS - ROMA-NO-R-VM [RESIS statt REGES]. Zwei antithetische Kaiserbüsten, beide mit Diadem, der Herrscher l. die r. Hand ausstreckend, der Herrscher r. mit der l. Hand am Schwertgriff. Rückseite: GLORIA ROMANOR-V-M // A-N. Kaiser mit Nimbus reitend nach r., vor ihm die Tyche von Antiochia mit Mauerkrone, in der l. Hand eine Fackel haltend. Im Abschnitt eine liegende weibliche Gestalt mit Füllhorn nach r. Kommentar: Gehenkeltes Goldmedaillon, barbarische Nachahmung. Entspricht ungefähr 48 Solidi (218,40 g) ohne die Tülle, Dm 75 mm ohne Tülle, 84 mm mit. Laut Dressel geprägt, möglicherweise gepresst. Die Rückseite ist stempelgleich mit einem weiteren Barbarenmedaillon aus dem Fund von Szilágysomlyó, dort die Vorderseite mit Namen des Valens. Da Valens nur 364-367 n. Chr. bzw. sechs Tage im Jahre 375 zusammen mit Valentinianus I. bzw. Gratianus regierte, ist das Vorbild für dieses Medaillon wahrscheinlich 364-367 n. Chr. entstanden. - Flavius Valentinianus war 321 n. Chr. in Cibalae in Pannonien geboren und hatte als Militär gedient. Sein Vater Gratianus war ein anerkannter Kommandeur gewesen. Unter Iovianus war er zeitweise in Ungnade gefallen, aber von Iovianus wieder an den Hof geholt worden. Am 26.2.364 n. Chr. wurde Valentinianus I. in Nikaia zum Augustus erhoben und ernannte bereits am 28.3. diesen Jahres seinen Bruder Valens zum gleichrangigen Mitherrscher. Valentinianus I. starb am 17.11.375 n. Chr. bei Brigetio in Pannonien an einem Blutsturz in Folge eines Wutanfalles. - Flavius Valens (geb. um 328 n. Chr.) war der Bruder des Valentinianus I. und wie dieser ein Sohn des älteren Gratianus, eines angesehenen Kommandeurs. Am 28.3.364 n. Chr. wurde er von seinem Bruder zum Mitherrscher ernannt und war nun für den Osten des Reiches zuständig. Seit dem Tode des Valentinianus am 17.11.375 n. Chr. war Valens nun „Maximus Augustus“, neben dem Sohn des Valentinianus I., Gratianus, der seit 367 ebenfalls den Rang eines Augustus bekleidete. Valens fiel am 9.8.378 n. Chr. in der Schlacht bei Hadrianopolis (Edirne) gegen die Goten. Literatur: K. Regling, Ein Goldmedaillon von 48 Solidi, Berliner Museen. Berichte aus den preussischen Kunstsammlungen 49, 1928, 67-70 mit Abb. (dieses Stück); H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 400 ff. Nr. 265 Taf. 29 (dieses Stück); A. Bursche, Later Roman-Barbarian contacts in central Europe. Numismatic evidence. Studien zu den Fundmünzen der Antike (SFMA) 11 (1996) 213 f. Nr. 231 (dieses Stück); A. Bursche, Złote medaliony rzymskie w Barbaricum (1998) 254 Nr. 33 Taf. J (dieses Stück); A. Bursche, Roman medallions in Barbaricum. Symbols of power and prestige of Germanic élite in Late antiquity in: B. Kluge - B. Weisser (Hrsg.), XII. Internationaler Kongress Berlin 1997. Akten II (2000) 758 ff. 764 f. Taf. 4 a (dieses Stück); B. Weisser, Das Goldmedaillon aus dem Schatzfund von Zagórzyn in: F. Reinert (Hrsg.), Moselgold. Der römische Schatz von Machtum. Katalog zur Ausstellung im Musée national d’histoire et d’art Luxembourg (2008) 87-90 mit Abb. (dieses Stück); K. Dahmen in: G. Köster - M. Puhle (Hrsg.), Otto der Große und das Römische Reich. Kaisertum von der Antike zum Mittelalter (2012) 299 Nr. II.49 b mit Abb. (dieses Stück). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200868
Commodus
Münzkabinett
Vorderseite: M COMMODVS ANTONINVS - PIVS FELIX AVG BRIT. Drapierte Panzerbüste des Commodus mit Lorbeerkranz in der Brustansicht nach l. Rückseite: MINER VICT - P M TR P XIIII IMP VIII // COS V P P. Minerva steht in der Vorderansicht, den Kopf nach l. gewandt. Sie hält in ihrer r. Hand eine kleine Victoria, in der l. Hand eine Lanze. Hinter ihr r. ein Siegesmal (tropaeum), an ihrer r. Seite ein Rundschild. Literatur: H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 150 f. Nr. 81. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200625
Antoninus Pius
Münzkabinett
Vorderseite: ANTONINVS - AVG PIVS P P TR P. Drapierte Panzerbüste des Antoninus Pius in der Rückenansicht nach r. Rückseite: COS III. Artemis vor Hirsch stehend nach l. Literatur: H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 44-46 Nr. 18 Taf. 3 (dieses Stück). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200619
Antoninus Pius
Münzkabinett
Vorderseite: ANTONINVS AVG - PIVS P P TR P XVII. Kopf des Antoninus Pius mit Lorbeerkranz nach r. Rückseite: COS IIII. Antoninus Pius sitzend auf Sella curulis nach l. Vor ihm steht eine weibliche Gestalt nach r., die ihm ein Ährenbündel überreicht. Hinter dem Kaiser Victoria nach l., diesen bekränzend. Literatur: H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 49 f. Nr. 21. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200636
Antoninus Pius
Münzkabinett
Vorderseite: ANTONINVS AVG PI-VS PP TR P XI COS IIII. Drapierte Panzerbüste des Antoninus Pius in der Rückenansicht nach l. Rückseite: ROM [auf dem Wagenkasten]. Vierspänniger Prozessionswagen der Roma nach r. Literatur: H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 46 ff. Nr. 19. - Zur Vs.-Aufschrift: Dressel hatte zunächst COS III statt IIII gelesen, siehe Korrektur ebd. im Nachtrag. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200637
Lucius Verus
Münzkabinett
Vorderseite: L VERVS AVG - ARM PARTH MAX. An der l. Schulter drapierte Panzerbüste des Lucius Verus mit Lorbeerkranz in der Brustansicht nach l. Rückseite: TR P VIII IMP IIII COS III. M. Aurelius und L. Verus nebeneinander zu Pferde nach r. Ihnen eilt r. ein Soldat mit Feldzeichen (vexillum) und Schild voran, den Kopf zurückgewendet. Kommentar: L. Ceionius Commodus, seit 136 n. Chr. L. Aelius Commodus. Geb. 130 n. Chr. als Sohn des L. Aelius Caesar und der (?) Avidia Plautia. 138 n. Chr. adoptiert von dem Kaiser Antoninus Pius als L. Aelius Aurelius Commodus. Zunächst mit Faustina (Minor) verlobt, dann mit Annia Galeria Lucilla, Tochter des späteren Kaisers Marcus Aurelius (Heirat 163 (?)). 161 n. Chr. Erhebung zum Augustus als Mitregent des Marcus Aurelius. Gestorben 169 n. Chr., konsekriert und im Mausoleum Hadriani beigesetzt. Literatur: H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 109 f. Nr. 55. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200640
Marcus Aurelius
Münzkabinett
Vorderseite: AVRELIVS CAE-SAR AVG PII F COS II. Auf der l. Schulter drapierte Panzerbüste des Marcus Aurelius in der Brustansicht nach r. Rückseite: Aeneas stehend l. vor einer viersäuliger Tempelfront und einem Altar, in der r. Hand hält er eine Schale (patera). Hinter ihm steht Ascanius nach l. Am Altar zwei Opferdiener nach r., vor dem Altar ein Opferschwein nach r. Literatur: H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 65 ff. Nr. 33. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200638
Marcus Aurelius
Münzkabinett
Vorderseite: AVRELIVS CAE-SAR AVG PII F COS II. Auf der l. Schulter drapierte Panzerbüste des Marcus Aurelius in der Brustansicht nach r. Rückseite: Bacchus in einem von zwei Kentauren gezogenem Wagen nach r. fahrend. Vor und hinter dem Wagen zwei Satyrn, r. ein Panther. Auf dem Rücken des vorderen Kentaur geflügelter Knabe (Amor?) mit Fahne; der hintere Kentaur bläst eine Doppelflöte ... Literatur: H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 64 f. Nr. 35. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200639
Abukir
Münzkabinett
Vorderseite: Panzerbüste des Caracalla mit Lorbeerkranz, Schwert und Rundschild in der Brustansicht nach l. Der r. Arm hält einen geschulterten Speer. Auf dem Schild: Alexanderkopf mit Diadem nach l. Darüber Alexander zu Pferde mit Speer einen Löwen ... Rückseite: ΒΑCΙΛΕVC - ΑΛΕΞΑΝΔΡΟC. Nach r. auf einer Bank mit Hüftmantel bekleideter Alexander mit Diadem. Gegenüber stehend Nike nach l., die l. Hand auf Rundschild gestützt, die r. Hand hält attischen Helm mit Busch. Auf Schild: Achilleus, die Amazonenkönigin Penthesilea ... Kommentar: Ein Schild mit der Darstellung des die Penthesilea erschlagenden Achilleus findet sich auch auf Kontorniaten (z.B. hier BM-42/08 und BM-042/13) sowie auf einem chryselephantinen Schild, der im sog. Philippsgrab in Vergina gefunden wurde. M. Andronikos, Vergina. The Royal tombs (1984) 136 ff. Abb. 91-93. - Zur Frage der Identität des dort Bestatteten s. E. N. Borza - O. Palagia, The chronology of the Macedonian Royal tombs at Vergina, Jahrbuch des Deutschen Archäologischen Instituts 122, 2007, 81-126 bes. 113-117. Exemplar Dressel E. - Die Berliner Abukir-Medaillone – Alexander der Große in Gold - Ein Schatz wird gefunden - Im Jahre 1902 stießen Arbeiter bei Abukir, nordöstlich von Alexandria an der Küste des Mittelmeers gelegen, auf einen spektakulären Schatzfund aus römischer Zeit. Die darin enthaltenen 20 außergewöhnlich großen Goldmedaillone sowie ca. 600 reguläre Goldmünzen und mehrere Barren wurden sofort an lokale Händler verkauft und wenig später auf dem europäischen Kunstmarkt angeboten. Von diesen 20 Medaillonen konnte das Berliner Münzkabinett in den folgenden Jahren fünf Exemplare erwerben. Die mitgefundenen Goldmünzen römischer Kaiser sind in Teilen dokumentiert und beweisen, daß dieser Hort kurz nach 300 n. Chr. in der Erde vergraben wurde. Die Münzen selbst sind in den Jahren zwischen ca. 220 und 300 n. Chr. geprägt worden. - Bilder machen Legenden - Die Berliner Medaillone sind nicht nur wegen ihres Gewichts und des Materialwertes (sie wiegen zwischen 112 und 65 Gramm bei Durchmessern von 48 bis 60 mm) von großer Bedeutung, sondern wegen der auf ihnen dargestellten Bilder. Drei zeigen auf ihren Vorderseiten das Porträt Alexanders des Großen (356–323 v. Chr.) in verschiedenen Fassungen, eines das seiner Mutter Olympias, sowie ein weiteres die Büste des römischen Kaisers Caracalla (211–217 n. Chr.), der einen Schild mit Alexanderdarstellung hält. Die Rückseiten präsentieren die Siegesgöttin Nike in einem Wagen bzw. Nike ein Siegesdenkmal schmückend (zweimal) bzw. die Siegesgöttin Waffen an Alexander überreichend. Das Stück mit dem Olympiasporträt zeigt auf der Rückseite eine Nereide (Meernymphe) auf einem Seestier reitend. Alle diese Motive lassen sich auf Alexander III. von Makedonien beziehen. Die Vorderseiten umschreiben in ihren unterschiedlichen Fassungen verschiedene Qualitäten des Königs (mit Widderhorn als Sohn des Gottes Zeus Ammon, mit Helm bzw. in der Vorderansicht mit Lanze und Schild als unüberwindlicher Krieger), während die Rückseiten seine allgemeine Sieghaftigkeit, Herkunft und mythologische Überhöhung formulieren. - Das Idol Alexander - Alexander der Große wurde bereits direkt nach seinem Tod ein Vorbild für hellenistische Könige, die über Teile seines Reiches herrschten. Später beriefen sich auch römische Kaiser auf Alexander. Seine Person war von nun an prägend für viele Herrscher bis in die jüngste Vergangenheit. Die Geschichte seiner Taten wurde in Berichten und Erzählungen immer weiter legendenhaft ausgeschmückt. Gerade aus dem 3. Jh. n. Chr. und insbesondere aus der Zeit der Familie des Caracalla, den Severern (193–235 n. Chr.), kennen wir viele Münzdarstellungen Alexanders auf dem lokalen Bronzegeld verschiedener Städte. Auf diese Weise sollte die Bedeutung, das Alter und die griechisch-makedonische Herkunft der Stadt und ihrer Bewohner besonders hervorgehoben werden. Unter den numismatischen Zeugnissen bieten allein die Münzen der Provinz Makedonien, die in Beroia (heute Veria in Griechenland) geprägt wurden, den Abukir-Medaillonen vergleichbare und teilweise identische Motive. Auch wissen wir durch Inschriften von gymnischen und musischen Spielen (darunter Laufwettbewerbe, Pferderennen, Faustkampf und ein Wettstreit von Herolden) zu Ehren Alexanders und des regierenden Kaisers aus dieser Zeit in Beroia. Es ist sehr wahrscheinlich, daß diese prachtvollen Medaillone anläßlich dieser Spiele hergestellt und als besonders wertvolles Geschenk an prominente Würdenträger, hohe Beamte und siegreiche Athleten gegeben wurden. Die schon zum Zeitpunkt ihrer Auffindung spektakuläre Bedeutung dieser Medaillone schlug sich auch in der Höhe des schließlich gezahlten Kaufpreises nieder. Nur aufgrund der Großzügigkeit von Sponsoren (darunter der bekannte Mäzen der Berliner Museen, James Simon, sowie Elise Koenigs und Gerson Simon) konnte das Münzkabinett den geforderten Betrag von knapp 120.000 Goldmark aufbringen. Diese Summe (ein Arbeiter verdiente im Jahr durchschnittlich 900 Mark brutto) sorgte in Kombination mit einem anfänglich gehegten Fälschungsverdacht gegen diese Medaillone bei dem für ihren Ankauf verantwortlichen Kurator Heinrich Dressel (1845–1920) zunächst für schlaflose Nächte. Literatur: H. Dressel, Fünf Goldmedaillons aus dem Funde von Abukir (1906) 11 f. E Taf. 2, E; K. Dahmen - B. Weisser, Goldene Alexander zum Geschenk, in: S. Drougou u.a. (Hrsg.), Kermatia Philias. Festschrift Y. Touratsoglou (2009) 343-359 Abb. 5; K. Dahmen, Alexander in Gold and Silver: Reassessing Third century AD Medallions from Aboukir and Tarsos, American Journal of Numismatics 20, 2008, 493 ff. 527 Taf. 103 (mit Lit.). 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Constantius II.
Münzkabinett
Vorderseite: D N FL CONSTA-NTIVS P F AVG. Büste des Constantius II. im Konsularsgewand mit Diadem sowie einem Adlerzepter in der r. Hand in der Brustansicht nach r. Rückseite: DEBELLATO-RI GENTT // BARBARR. Constantius II. im Panzer reitet mit eingelegter Lanze nach r. über einen gefallenen Feind hinweg und auf einen zweiten niederbrechenden Gegner zu. Kommentar: Die Rs. ist stempelgleich mit anderen Rs., die auf der Vs. das Bildnis des Constans tragen. - Flavius Iulius Constantius war der zweite von drei Söhnen des Constantinus I. und der Fausta. Er wurde am 7.8.317 n. Chr. in Sirmium geboren. Am 8.11.324 n. Chr. erhielt Constantius den Rang eines Caesar, ab dem 9.9.337 teilte er sich als Augustus die Herrschaft mit seinen Brüdern. Nach dem Tod des Constantinus II. im Jahre 340 und des Constans 350 n. Chr. war er der einzige überlebende Sohn des Constantinus I. Erfolgreich konnte er die Usurpation des Magnentius 353 niederwerfen und ernannte erst Constantius Gallus, dann Iulianus zu seinem Mitherrscher. Während der Vorbereitungen zum Kampf mit dem von seinen Truppen zum Augustus ausgerufenen Iulianus starb Constantius II. am 3.11.361 n. Chr. nahe Tarsos in Kilikien. Obwohl Constantius schon während seiner Herrschaft das Christentum tatkräftig unterstützt hatte, ließ er sich wie sein Vater erst auf dem Totenbett taufen. Literatur: H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 379 f. Nr. 238 Taf. 27; Gnecchi II 146 Nr. 4 Taf. 136,3 (dieses Stück); RIC VIII Nr. 345 (dieses Stück, datiert 337-340 n. Chr.). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18211517
Philippus I.
Münzkabinett
Vorderseite: CONCORDIA AVGVSTORVM. Gestaffelt die drapierte Panzerbüste des Philippus Arabs mit Lorbeerkranz und drapierte Büste der Otacilia Severa mit Diadem in der Brustansicht nach l. Gegenüber drapierte Panzerbüste des Sohnes Philippus II. mit Lorbeerkranz in der ... Rückseite: SAECVLARES // AVGG. Wagenrennen im Circus Maximus. Vorne drei Gespanne nach r., eines ganz l. in der Vorderansicht. Im Mittelgrund die Spina mit Palme und weitere Architektur. Im Hintergrund die Tribünen sowie mehrere Gebäude. Kommentar: Dieses Medaillion verweist mit seiner Rückseitendarstellung und Aufschrift auf die im Jahre 248 n. Chr. durch den Kaiser veranstalteten Feiern zum 1000. Jahrestag der Gründung Roms. - Marcia Otacilia Severa heiratete vor 238 n. Chr. den Philippus Arabs und wurde mit seinem Regierungsantritt zur Augusta erhoben mit den weiteren Ehrentiteln Mater castrorum et senatus et patriae. Sie starb wahrscheinlich 248 n. Chr. Literatur: H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 236-240 Nr. 135 Taf. 16 (dieses Stück). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18203431
Commodus und Annius Verus
Münzkabinett
Vorderseite: COMMODVS CAES VERVS CAES. Die drapierten Büsten der beiden Caesaren Commodus und Annius Verus in der Brustansicht einander gegenüber. Rückseite: TEMPORVM / FELICITAS. Vier Knaben, drei davon nackt, die Jahreszeiten darstellend. Frühling mit Korb und Sommer mit Sichel nach r., Herbst mit Fruchtschale, Ziege führend, und Winter (bekleidet) mit erlegtem Hasen in der l. Hand nach l. Kommentar: Commodus und Annius Verus waren die ältesten Söhne des Marcus Aurelius. Sie erhielten 166 n. Chr. den Caesarentitel, wohl Anlaß für diese Prägung. Literatur: H. C. von der Gabelentz, Catalogue d'une collection de médailles antiques romaines impériales de H. C. de Gabelenz (1830) 32 f. Nr. 15 Taf. 1 (dieses Stück); Auktion Sotheby's vom 23. Juli 1846 [Catalogue of the Greek & Roman Coins, Composing the Truly Valuable Cabinet Formed During the Last Thirty Years by the Cavaliere Campana, of Rome] 75 Nr. 605 (dieses Stück); Friedländer - von Sallet Nr. 1069; H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 104 f. Nr. 52 Taf. 8,6; Gnecchi II 44 Nr. 1 Taf. 72,1. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205175
Marcus Aurelius und Commodus
Münzkabinett
Vorderseite: M ANTONINVS - AVG TR P XXVII. An der l. Schulter drapierte Panzerbüste des Marcus Aurelius mit Lorbeerkranz in der Brustansicht nach r. Aegis auf dem Panzer. Rückseite: COMMODVS CAES GERM ANTONINI AVG GERM FIL. Drapierte Panzerbüste des Commodus in der Rückenansicht nach r. Graffito im r. F. Kommentar: Graffito auf der Rückseite. Literatur: Friedländer - von Sallet Anhang 16 Nr. 1071 B; H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 99 f. Nr. 48 Taf. 8; Gnecchi II 44 Nr. 1 Taf. 71,7. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205171
Marcus Aurelius
Münzkabinett
Vorderseite: M AVREL ANTONINV-S AVG TR P XXXIII. Drapierte Panzerbüste des Marcus Aurelius mit Lorbeerkranz in der Rückenansicht nach l. Rückseite: IMP VIIII - COS III P P. Salus l. vor einem Baum, ganz l., stehend vor einem Tisch nach r., auf dem sich ein Gefäß und Götterbild, um das sich Schlange windet, befinden, und dem Tier mit der l. Hand ein Ei reichend. Literatur: H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 89-97 Nr. 45 Taf. 7 (dieses Stück); Gnecchi II 29 Nr. 22 (dieses Stück, nicht in Abb.). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205168
Gordianus III.
Münzkabinett
Vorderseite: IMP GORDIANVS PIVS FELIX AVG. Drapierte Halbfigur des Gordianus in consularischem Festgewand und Lorbeerkranz in der Brustansicht nach l. In der r. Hand das Adlerzepter. Rückseite: PONTIFEX MAX TR P IIII // COS II P P. Der Kaiser in vierspännigem Wagen (quadriga) nach l. Dahinter, ihn bekränzend, Victoria. Vorne führt Roma in der Vorderansicht, Kopf nach r., die Pferde. Im Hintergrund l. zwei männliche Gestalten mit geschulterten Stäben. Kommentar: Bimetallisch: Mittelstück aus Kupfer, Ring aus Messing. - Dressel (1973) spricht die beiden Männer auf der Vs. l. als Liktoren mit ihren vereinfacht dargestellten Fascienbündeln (fasces) an, Gnecchi bezeichnet diese als palmwedeltragende Soldaten. Literatur: H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 212-217 Nr. 123 Taf. 15 (dieses Stück); Gnecchi II 91 Nr. 33 (dieses Stück); Friedländer - von Sallet Nr. 1079. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205457
Philippus I.
Münzkabinett
Vorderseite: CONCORDIA AVGVSTORVM. Drapierte Panzerbüste des Philippus Arabs mit Lorbeerkranz (vorn) und drapierte Büste der Otacilia Severa mit Stephane, beide in der Brustansicht nach r. Gegenüber drapierte Panzerbüste des Philippus II. mit Lorbeerkranz in der Brustansicht ... Rückseite: SAECVLV-M NOVVM. Achtsäulige Tempelfront mit Reliefs im Giebel und Akroterschmuck. Davor opfern beide Kaiser l. und r. an brennendem Rundaltar, hinter ihnen jeweils zwei weitere Figuren. Hinter dem Altar steht ein Flötenbläser (tibicen). Kommentar: Das Saeculum novum wird hier durch Opfer zur Jahrtausendfeier der Stadt Rom markiert. Literatur: H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 240 Nr. 136 Taf. 16; Gnecchi II 99 Nr. 13. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205674
Numerianus
Münzkabinett
Vorderseite: IMP C M AVR NVMERIANVS AVG. Drapierte Panzerbüste des Numerianus mit Lorbeerkranz in der Rückenansicht nach r. Rückseite: MONETA A-VGG. Die drei Monetae (für die drei Münzmetalle Gold, Silber, Aes) nebeneinander stehend, jeweils mit Waage und Füllhorn (cornucopiae). Literatur: H. Dressel, Die römischen Medaillone der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 285 f. Nr. 176 Taf. 20, 7; Friedländer - von Sallet Nr. 1089 E. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200508
Gordianus III.
Münzkabinett
Vorderseite: IMP CAES M ANT GORDIANVS AVG. Drapierte Panzerbüste (mit Aegis) des Gordianus III. mit Lorbeerkranz in der Brustansicht nach l., den gesamten Oberkörper umfassend. In der r. Hand ein Globus mit kleiner Victoria, in der l. ein Schwert (parazonium) bis auf Griff vom Mantel ... Rückseite: ADLOCVTIO AVGVSTI. Gordianus auf Podest nach l. mit zur Ansprache erhobenem r. Arm, hinter ihm ein Offizier, vor ihm zwei Soldaten in voller Rüstung nach r., die drei Feldzeichen und den vorderen Teil eines Pferdes verdecken; vor dem Podest zwei weitere Männer ... Kommentar: Bimetalisches Medaillon: Mittelstück aus Kupfer, Ring aus Messing. Literatur: H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 209-211 Nr. 122 Taf. 15 (dieses Stück); A. von Sallet - K. Regling, Die antiken Münzen ³(1929) 127 mit Abb. (dieses Stück). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200716
Postumus
Münzkabinett
Vorderseite: IMP C M CAS LATI POSTVMVS P F AVG. Nebeneinander gestellte Büsten des Postumus und des Hercules, jeweils mit Lorbeerkranz, nach r. Rückseite: HERCVLI COMITI - AVG // COS III. Postumus in Opferkleidung stehend in der Vorderansicht, den Kopf nach l. gewandt, an einem Dreifuß opfernd. Ihm gegenüber steht Hercules in der Vorderansicht, Kopf nach r., l. Opferdiener (popa) mit Beil, einen Stier führend, nach r. gewandt. Kommentar: Bimetallisches Medaillon: Mittelstück aus Kupfer, Rand aus Messing. - Postumus (reg. 260–269 n. Chr.) war der Begründer des sogenannten Gallischen Sonderreiches, das nach eigenem Anspruch keine regionale Herrschaft, sondern die einzige legitime Regierung darstellte. In der Krisensituation nach der Gefangennahme des Valerianus nahm Postumus den Kaisertitel an und verteidigte seinen Herrschaftanspruch gegen Gallienus, der erst seit 265 n. Chr. militärisch gegen ihn vorgehen konnte. Im Juli oder August 260 n. Chr. nahm er Köln ein und ließ Saloninus, den Sohn des Gallienus, töten. 261 n. Chr. wurde Postumus in Gallien, Britannien und Spanien anerkannt. Anfang 269 n. Chr. empörte sich Laelianus gegen Postumus und bei der Einnahme der von Laelianus gehaltenen Stadt Mainz wurde Postumus im Mai oder Juni 269 n. Chr. von seinen eigenen Soldaten getötet. Literatur: Friedländer - von Sallet Nr. 1085 B; H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 269 ff. Nr. 161 Taf. 19 (dieses Stück); Gnecchi II 112 Nr. 2 Taf. 116,7 (dieses Stück); FMRD VI 1,1 647 Nr. 64 (dieses Stück); J. Mairat, The Coinage of the Gallic Empire (2014) Nr. 386,1 (dieses Stück, Trier, issue 7, Anfang/Mitte 267 n. Chr.). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200718
Tacitus
Münzkabinett
Vorderseite: IMP C M CL TACITVS AVG. Drapierte Panzerbüste des Tacitus mit Lorbeerkranz in der Brustansicht nach l. Rückseite: AD-V-ENTVS AVG. Tacitus reitet nach l., seine r. Hand ist erhoben. Vor ihm eilend nach l. Victoria mit Kranz in der r. Hand und einem Feldzeichen im l. Arm. Hinter Tacitus zwei Soldaten nebeneinander nach l., der vordere mit Schild und Feldzeichen. Literatur: H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 272 f. Nr. 164 Taf. 19, 8; Friedländer - von Sallet Nr. 1085 C; S. Estiot, L'or romain entre crise et restitution, 270-276 apr. J.-C. II. Tacite et Florien, Journal des Savants Juli-Dez. 1999, 335 ff. 342 Taf. 13 g (dieses Stück). Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200719
Septimius Severus
Münzkabinett
Vorderseite: L SEPTIMIVS SEVERVS - PERTINAX AVG IMP III. Drapierte Panzerbüste des Septimius Severus mit Lorbeerkranz in der Rückenansicht nach r. Rückseite: ADV-ENTVI AVG P M TR P II // COS II P P. Septimius Severus reitend nach r., in Panzer und Mantel, die R. zum Gruß erhoben; vor ihm Soldat, Kopf dem Kaiser zugewandt, mit Rundschild und Feldzeichen (vexillum). Literatur: H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 168 ff. Nr. 95. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200714
Septimius Severus
Münzkabinett
Vorderseite: L SEPTIMIVS SEVERVS - PERTINAX AVG IMP IIII. Unbekleidete Büste des Septimius Severus in der Rückenansicht mit Lorbeerkranz nach l. Von seiner r. Schulter hängt ein Schwertgurt (balteus). An der l. Schulter Rundschild und Speer schräg nach vorn in der verdeckten r. Hand. Rückseite: MARS - PATER. Mars schreitet nach r. Auf der l. Schulter trägt er ein Siegesmal (tropaeum), in der r. Hand einen Speer. Literatur: H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 171 ff. Nr. 97; Friedländer - von Sallet Nr. 1076 A. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200713
Commodus
Münzkabinett
Vorderseite: M COMMODVS ANTONINVS - PIVS FELIX AVG BRIT. Drapierte Panzerbüste des Commodus mit Lorbeerkranz in der Brustansicht nach r. Rückseite: P M TR P XII IMP VIII COS V P P. Ein Heros oder König sitzt auf einem Felsblock nach r. Die r. Hand ist aufgestützt, in der l. Hand ein Zepter. Ihm gegenüber ein Dioskur vor seinem Pferd nach l., der in der l. Hand einen Speer hält und die r. Hand auf den Hals des Pferdes ... Kommentar: Schenkung von Generaldirektor Wilhelm von Bode. Literatur: H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 146 ff. Nr. 77. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200708
Commodus
Münzkabinett
Vorderseite: L AELIVS AVRELIVS COMMODVS AVG PIVS FELIX. Kopf des Commodus als Hercules mit Löwenfellhaube nach l. Rückseite: HERC ROM CONDITORI P-M TR P XVIII // COS VII P P. Hercules im Löwenfell mit Keule in der l. Hand führt einen mit Stier und Kuh bespannten Pflug nach l. Kommentar: Sekundäre Bohrlöcher im Rand auf 12 und 6 h als Resultat einer Befestigung in einem Rahmen, damit die Medaillone im Rahmen gedreht werden konnten. Wie Kathrin Siegl 2016 feststellte, stammt dieses Medaillon aus der Sammlung des Kardinals Albani und wurde bereits 1739 in einer Publikation seines Bestandes veröffentlicht. Literatur: R. Venuti, Antiqua numismata maximi moduli aurea, argentea, aerea ex museo Alexandri card. Albani in vaticanam bibliothecam a Clemente XII. pont. max. translata I (1739) 76 Nr. III Taf. 37,3 (dieses Stück); H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 162 ff. Nr. 88; Friedländer - von Sallet Nr. 1073. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200711
Probus
Münzkabinett
Vorderseite: IMP C PROBVS I-NVIC P F AVG. Drapierte Panzerbüste des Probus mit Lorbeerkranz in der Brustansicht nach r., den gesamten Oberkörper zeigend. In der r. Hand hält Probus ein Speer, mit der l. einen Schild. Hinter dem Kopf des Probus erscheint der des Sonnengottes. Rückseite: MONETA AV-G. Die drei Münzgöttinnen (Monetae, je eine für jedes Münzmetall) stehen nebeneinander in der Vorderansicht, die Köpfe nach l., jeweils im l. Arm ein Füllhorn und in der r. Hand eine Waage haltend, unten neben ihnen jeweils ein Münzhaufen. Literatur: H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 278-280 Nr. 169 Taf. 19 (dieses Stück); Friedländer - von Sallet Nr. 1089 B. Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200723