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Object type: Ohrring
Ethnologisches Museum
Ohrring (sanf) , halbkreisförmige Scheibe mit Anhängern. Anm.: stammt wahrscheinlich aus Afghanistan Veröffentlichungen: Beduinen im Negev. Eine Ausstellung der Sammlung Sonia Gidal/ Text u. wiss. Bearb. Friederike Korsching/ Ph.v.Zabern, Mainz (Ausstellungskatalog des Staatlichen Museum für Völkerkunde München)
Ohrring, ohne Haken
Museum Europäischer Kulturen
Einzelner Ohrring mit scheibenförmigem Hauptteil und Kettengehänge. In den Lieferlisten des Sammlers ist das Teil als Ohrring nebst bulgarischer Bezeichnung (обеци) angegeben. Es könnte sich jedoch auch um ein Teil aus einem auf dem ganzen Balkan verbreiteten Brustgehänge handeln. Ähnliche Objekte wie dieses waren v.a. in Griechenland verbreitet, vgl. hierzu etwa die Darstellungen beim auch von Küppers rezipierten Haberlandt (A. Haberlandt, Volkskunst der Balkanländer, Wien 1919, S. 14) Das Objekt aus dem Osten Bulgariens wurde im Rahmen der letzten von insg. fünf Sammelreisen gesammelt, die der Journalist Gustav-Adolf Küppers im Jahr 1939 unternahm. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in nationalsozialistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Ein Hintergrund der Sammlungstätigkeit von Küppers war die Industrialisierung und Urbanisierung der Staaten Südosteuropas und die mit ihr einhergehende soziale und kulturelle Differenzierung. In der Landwirtschaft wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend Maschinen und Technisierung eingeführt, die die vorherigen Verfahren und Instrumente ablösten. Zugleich verliefen diese Prozesse gerade in Bulgarien eher schleppend; die technische Ausstattung der meisten Betriebe blieb schlecht und noch 1930 waren 74% der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig. Dennoch bestand eine wesentliche Motivation von Küppers in der Dokumentation eines - seiner Meinung nach - dem Aussterben geweihten bäuerlichen und dörflichen Zusammenlebens mitsamt seiner materiellen Kultur.
Ohrring
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Ohrring, kugelige, gelbe, nicht durchsichtige Perle auf Bronzedraht, dessen Enden sind miteinander verschlungen. Erhaltung: Bronzepatina. Objektgeschichte: unbekannt. Kontext: unbekannt
Apfel
Museum Europäischer Kulturen
Der Ohrring besteht aus einem Kunststoffapfel mit Stil und Blatt und einem Haken zur Befestigung am Ohr. Ohrringe und Ketten in Form von Früchten waren in den 1980er Jahren ein beliebter Sommerschmuck.
Birne
Museum Europäischer Kulturen
Der Ohrring besteht aus einer Kunststoffbirne mit Stil und Blatt und einem Haken zur Befestigung am Ohr. Ohrringe und Ketten in Form von Früchten waren in den 1980er Jahren ein beliebter Sommerschmuck.
Fragment eines lunulaförmigen Ohrrings aus dem "Mainzer Goldschmuck"
Kunstgewerbemuseum
Das Fragment ist ein Teil des 1945 zerstörten Pendants zu dem Ohrring Inv. Nr. O-1961,56. Beide Stücke waren ursprünglich baugleich. Bei dem erhaltenen Fragment handelt es sich um den halbmondförmigen Einsatz mit Zellenschmelz, der eine der beiden Schauseiten des Ohrrings zierte. Große Teile des Emails sind 1945 in Verlust geraten. (Vgl. Der Mainzer Goldschmuck. Ein Kunstkrimi aus der deutschen Kaiserzeit, hg. von Theo Jülich, Lothar Lambacher und Kristine Siebert, Regensburg 2017, S. 177-181 Nr. 15)
Lunulaförmiger Ohrring mit scheibenförmigem Einsatz aus dem "Mainzer Goldschmuck"
Kunstgewerbemuseum
Der Ohrring ist das Pendant zu dem Ohrring Inv. Nr. O-1961,47 a. Eine überbordende Vielfalt an Dekorationselementen und Steinen in verschiedenen Formen und Größen bestimmt den Eindruck der Ohrringe. Verstärkt wird ihre prächtige und plastische Wirkung durch die Anordnung des Schmucks in zwei Grundebenen und unterschiedlichen Höhen der Schmuckelemente. Diese Ebenen entstehen, ähnlich wie bei den Buckel- und Kegelfibeln im "Mainzer Goldschmuck", durch einen in zwei Stufen getriebenen Hintergrund aus Goldblech, wobei die Ebene für die Lunula über die Grundplatte erhöht ist. Der lunulaförmige Einsatz liegt damit oberhalb der Bodenplatte, die Steine und die mit Filigran verzierten kleinen Pyramiden stehen unterschiedlich weit hoch, wodurch die Schmuckstücke noch mehr an Plastizität und Lebendigkeit gewinnen. Die Ohrringe sind baugleich gearbeitet. Sie haben die Form einer breiten Mondsichel mit stark eingezogenen, abgerundeten Spitzen. Das höherliegende Mittelfeld zieren ein geschliffener ovaler Almandin (nicht mittelalterlich) in einer Fassung mit dreifingerigen Goldkrallen, weißliche Quarze in zwei Schlaufenfassungen und Perlen in acht Kastenfassungen, dazu zwei dreiseitige Pyramiden mit aufgelegtem Filigran und Goldkugeln. Dazwischen sind dem Grund kurze Stücke von Wellenband aufgelötet. Der tieferliegende Rand wird von einem Filigranband umrahmt. An der äußeren Rundung alternieren Perlen und tropfenförmige Steine (alle verloren) in Kastenfassungen – eine Ausnahme bildet die etwas größere Schlaufenfassung in der Mitte – außen begleitet von Goldblechröhren mit einer kleinen Goldkugel darauf. An der inneren Rundung sitzt wiederum Wellenband. In die Spitzen der Mondsichel sind Halbkugeln eingefügt, die vorn zum Ohrring hin von einer Anhäufung an Granalien begleitet werden. In der Mitte der inneren Biegung ist ein kreisförmiges Element angesetzt, in dessen Mitte auf einem runden Podest eine Perle in einer Kastenfassung mit einem Kranz von Granalien umgeben ist. Das Podest wird von einem Filigranbrand gesäumt. In der Ebene darunter lassen drei Ösen darauf schließen, dass hier einst eine Perlschnur durchgezogen war. BF/HWA (Vgl. Der Mainzer Goldschmuck. Ein Kunstkrimi aus der deutschen Kaiserzeit, hg. von Theo Jülich, Lothar Lambacher und Kristine Siebert, Regensburg 2017, S. 173-176 Nr. 14)
Lunulaförmiger Ohrring mit dreieckigem Einsatz aus dem "Mainzer Goldschmuck"
Kunstgewerbemuseum
Der Ohrring ist das Pendant zu dem seit 1945 nur noch fragmentarisch erhaltenen Ohrring Inv. Nr. O-1961,57. Beide Stücke waren ursprünglich baugleich. Der erhaltene Ohrschmuck hat die Gestalt einer dicken Mondsichel (Lunula) mit stark eingezogenen Spitzen. Darin sitzt je eine leicht in die Länge gezogene, à-jour gearbeitete Filigranperle aus flach geschlagenem Perldraht mit einer angelöteten Ringöse. Der Anschluss der Perlen an den Ohrring wird vorn von einem Kränzen aus Granalien begleitet, die Ringöse setzt sich im Inneren der Perle als Stab fort, der an der Ohrringspitze angelötet ist. Den äußeren Bogen der Lunula umzieht ein Fries kleiner gerippter Ösen, durch die einst ein Draht für die Befestigung von Perlen gezogen war. Eine verkohlte Perle hat sich am unteren Rand erhalten. In der inneren Biegung der Mondsichel ist ein dreieckiger, durchbrochen gearbeiteter Einsatz mit Perlen- und Steinbesatz montiert. Beide Seiten des Ohrrings sind sorgfältig und fein ausgearbeitet und tragen unterschiedlichen Zierrat, die eine mit Filigran und prächtigem Edelsteinbesatz, die andere mit farbigen Emails und einem dominanten Stein im Einsatz über der Lunula. So ist es nicht möglich, von einer Vorder- und Rückseite zu sprechen. Bei diesem Ohrring konnten beide Seiten nach außen getragen werden. BF/HWA (Vgl. Der Mainzer Goldschmuck. Ein Kunstkrimi aus der deutschen Kaiserzeit, hg. von Theo Jülich, Lothar Lambacher und Kristine Siebert, Regensburg 2017, S. 177-181 Nr. 15)
Lunulaförmiger Ohrring mit scheibenförmigem Einsatz aus dem "Mainzer Goldschmuck"
Kunstgewerbemuseum
Der Ohrring ist das Pendant zu dem Ohrring Inv. Nr. O-1961,47 b. Eine überbordende Vielfalt an Dekorationselementen und Steinen in verschiedenen Formen und Größen bestimmt den Eindruck der Ohrringe. Verstärkt wird ihre prächtige und plastische Wirkung durch die Anordnung des Schmucks in zwei Grundebenen und unterschiedlichen Höhen der Schmuckelemente. Diese Ebenen entstehen, ähnlich wie bei den Buckel- und Kegelfibeln im "Mainzer Goldschmuck", durch einen in zwei Stufen getriebenen Hintergrund aus Goldblech, wobei die Ebene für die Lunula über die Grundplatte erhöht ist. Der lunulaförmige Einsatz liegt damit oberhalb der Bodenplatte, die Steine und die mit Filigran verzierten kleinen Pyramiden stehen unterschiedlich weit hoch, wodurch die Schmuckstücke noch mehr an Plastizität und Lebendigkeit gewinnen. Die Ohrringe sind baugleich gearbeitet. Sie haben die Form einer breiten Mondsichel mit stark eingezogenen, abgerundeten Spitzen. Das höherliegende Mittelfeld zieren ein geschliffener ovaler Almandin (nicht mittelalterlich) in einer Fassung mit dreifingerigen Goldkrallen, weißliche Quarze in zwei Schlaufenfassungen und Perlen in acht Kastenfassungen, dazu zwei dreiseitige Pyramiden mit aufgelegtem Filigran und Goldkugeln. Dazwischen sind dem Grund kurze Stücke von Wellenband aufgelötet. Der tieferliegende Rand wird von einem Filigranband umrahmt. An der äußeren Rundung alternieren Perlen und tropfenförmige Steine (alle verloren) in Kastenfassungen – eine Ausnahme bildet die etwas größere Schlaufenfassung in der Mitte – außen begleitet von Goldblechröhren mit einer kleinen Goldkugel darauf. An der inneren Rundung sitzt wiederum Wellenband. In die Spitzen der Mondsichel sind Halbkugeln eingefügt, die vorn zum Ohrring hin von einer Anhäufung an Granalien begleitet werden. In der Mitte der inneren Biegung ist ein kreisförmiges Element angesetzt, in dessen Mitte auf einem runden Podest eine Perle in einer Kastenfassung mit einem Kranz von Granalien umgeben ist. Das Podest wird von einem Filigranbrand gesäumt. In der Ebene darunter lassen drei Ösen darauf schließen, dass hier einst eine Perlschnur durchgezogen war. BF/HWA (Vgl. Der Mainzer Goldschmuck. Ein Kunstkrimi aus der deutschen Kaiserzeit, hg. von Theo Jülich, Lothar Lambacher und Kristine Siebert, Regensburg 2017, S. 173-176 Nr. 14)