12 results
Object type: Ohrschmuck (Kleinkunst / Schmuck / Kopfschmuck)
Ohrknopf
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Seit prähistorischer Zeit werden in Ägypten verschiedene Arten von Schmuck getragen. Neben Ketten waren vor allem Armreife, Ringe und Ohrschmuck sehr beliebt. Die Ringplatten zeigen häufig das Udjat-Auge. Es ist ein Glückssymbol und sollte den Träger vor Gefahren schützen. Oft verwendete man für die Herstellung der Ringe Fayence, ein Quarzgemisch, das beim Brennen zähflüssig wird und sich daher in Modeln leicht verarbeiten lässt. Im Ohrläppchen wurden kleine pilzförmige Ohrstecker getragen. Die kleinen Spaltringe konnten am Ohr oder im Haar getragen werden.
Gerippter Ohrring
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die beiden Goldohrringe mit ihrer gerippten Form (ÄM 8404, ÄM 8405) bilden ein Paar. Jeweils vier hohle, einzeln angefertigte Röhren aus getriebenem Goldblech mit dreieckigem Profil wurden übereinander gelötet, um sie zu Ohrringen zusammenzusetzen. Die beiden mittleren Rippen wurden um ca. 1,5 cm verlängert, um sie durch das Ohrloch schieben zu können. Im Alten Ägypten spiegelte neben der Menge und der Gestaltung des Schmucks das verwendete Material die soziale Stellung des Trägers wider. Die religiöse Symbolik des Goldes als „Fleisch der Götter“ sowie seine Verbindung mit der Sonne spielte sicherlich eine Rolle für die Beliebtheit des Materials. Die Schmuckstücke aus diesem luxuriösen Material gelten ebenfalls als Prestigegüter, die häufig die Gunst des Königs bezeugten und zu denen nur die ägyptische Oberschicht Zugang hatte. Der früheste Beleg für Ohrringe dieser Art stammt aus einem thebanischen Grab der 17. Dynastie (2. Zwischenzeit). Möglicherweise steht das Tragen der gerippten Ohrringe im Zusammenhang mit der Fremdherrschaft der Hyksos. Ab der Regierungszeit des Thutmosis III. bis zum Ende der 18. Dynastie blieben die Ohrringe dieses Typs populär. Sie wurden von Menschen unterschiedlicher Geschlechter und Altersstufen getragen. Darüber hinaus könnten im Neuen Reich die gerippten Ohrringe auch zum Teil der Goldbelohnung von Königen an den höchsten Würdenträger Ägyptens gehören. (I. Liao)
Ohrstecker, pilzförmig
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Ohrstecker gehören zu einer Objektgruppe, die nicht nur in Ägypten sondern auch in Nubien dokumentiert ist. Auf dem Friedhof von Kerma sind dreißig dieser Schmuckstücke sowohl einzeln als auch in Paaren belegt. Ein Großteil wurde aus dem in dieser Region sehr verbreiteten Elfenbein gefertigt, neben einigen wenigen Fundstücken aus Fayence. Die Ohrstecker aus Kerma entsprechen einer ägyptischen Formenvariante und bestehen größtenteils aus einer flachen Platte sowie einem abgerundeten 1 bis 2 cm großen Stecker. Dieser Ohrstecker wurde im Grabtumulus K X im Bereich eines Korridors gefunden. Er lag auf dem Kopf eines geopferten Menschen.
Ohrstecker, pilzförmig
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Ohrstecker gehören zu einer Objektgruppe, die nicht nur in Ägypten sondern auch in Nubien dokumentiert ist. Auf dem Friedhof von Kerma sind dreißig dieser Schmuckstücke sowohl einzeln als auch in Paaren belegt. Ein Großteil wurde aus dem in dieser Region sehr verbreiteten Elfenbein gefertigt, neben einigen wenigen Fundstücken aus Fayence. Die Ohrstecker aus Kerma entsprechen einer ägyptischen Formenvariante und bestehen größtenteils aus einer flachen Platte sowie einem abgerundeten 1 bis 2 cm großen Stecker. Dieser Ohrstecker wurde im Grabtumulus K X im Bereich eines Korridors gefunden. Er lag auf dem Kopf eines der geopferten Menschen.
Ohrstecker, pilzförmig
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Der gläserne Ohrstecker besteht aus einem Schaft mit einem abgeflachten Kopf, der pilzförmig erscheint. Bei der Produktion solcher Ohrringe wurde die flüssige Glasmasse um einen Draht gewickelt. Nach dem Abkühlen konnte der Draht herausgezogen werden. Zur weiteren Verzierung wurden andersfarbige Glasfäden um die noch nicht ganz festgewordene Grundmasse gelegt, so dass die farbige Vielfalt und die umlaufenden Linienmuster entstanden. (J. Jancziak)
Ohrstecker, pilzförmig
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Im Neuen Reich erfreute sich Ohrschmuck großer Beliebtheit und war daher in Ägypten weit verbreitet. Das früheste Auftreten dieser Schmuckart ist noch immer Gegenstand von Diskussionen, wobei die Vorschläge vom Alten bis zum Mittleren Reich gehen. Sowohl Männer als auch Frauen trugen Ohrschmuck, der aus vielfältigen Materialien hergestellt werden konnte, so z. B. aus Bein, Fayence, Glas, Muscheln, Stein aber auch Gold, Silber oder Kupfer. (J. Jancziak)
Ohrring mit Diskusanhänger
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Ohrringe waren ausgesprochen beliebte Schmuckstücke in der Römischen Kaiserzeit. Eine Fülle von vielfältigen Formen derartiger Objekte ist uns durch archäologische und bildliche Belege, die sich oft gegenseitig ergänzen bzw. bestätigen, überliefert. Der Goldohrring ÄM 12829 setzt sich aus einem dünnen Golddraht und einem Anhänger in Form eines Diskus zusammen. Ein Ende ist zu einer Öse geformt, in die das andere, zum Haken gebogene Ende zum Verschließen des Ohrrings eingehängt wird. Zwei Goldblechschalen wurden zusammen zu einem Diskus gelötet. Sechs kleine Kugeln, die ein umgedrehtes Dreieck bilden, wurden durch Granulation direkt unterhalb der Öse auf der Vorderseite des Diskus aufgetragen. Sie bilden die einzige Verzierung des schlicht wirkenden Schmuckstücks. In identischer bzw. sehr ähnlicher Ausführung wie das vorliegende Exemplar sind auch Halsketten aus den römischen Provinzen bekannt. (I. Liao nach: Helmbold-Doyé, J. / Jancziak, J., Luxus, in: Finneiser, K. / Helmbold-Doyé, J. / Jancziak, J. / Zorn, O., Alltag – Luxus – Schutz. Schmuck im Alten Ägypten. Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, Staatliche Museen zu Berlin, Sonderschriften der Ägyptischen Sammlung 3 (Berlin 2015) S. 44 f. )
Ein Paar gerippte Ohrringe
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Zu einem Paar gehören Ohrringe mit gerippter Form, die aus vier hohlen, einzeln hergestellten Röhren mit dreieckigem Profil bestehen, die übereinander gelötet sind. Um diese durch das Loch im Ohrläppchen schieben zu können, wurden jeweils die beiden mittleren Rippen um ca. 1,5 cm verlängert. Ohrringe dieser Art waren in der 18. Dynastie in verschiedenen Größen verbreitet. Aufgrund datierbarer Exemplare ist ersichtlich, dass sie sowohl von Privatpersonen als auch von Königen getragen wurden. (J. Helmbold-Doyé)