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Object type: Opferbecken (Architektur)
Opferbecken mit einem Anch-Zeichen und Tülle in Gestalt eines Löwenkopfes
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Das rechteckige Opferbecken wurde zusammen mit weiteren in Meroe gefunden. Es besteht aus gebranntem Nilton, dessen Oberfläche mit einem dunkelroten Überzug versehen ist, über dem sich an einigen Stellen weiße Farbspuren finden. Der innere Bereich ist mithilfe eines Anch-Zeichens in neun Bereiche aufgeteilt, von denen fünf durch kleine Löcher miteinander verbunden sind, sodass die Innenfläche des Symbols mit Flüssigkeit belebt werden konnte. An einer der äußeren Schmalseiten ist eine tiergestaltige Tülle angebracht, welche einen Löwenkopf darstellt. Neben ihr ist ein aufgemaltes Anch-Zeichen aus weißer Farbe erhalten. Die gegenüberliegende Seite ist an dieser Stelle großflächig beschädigt. Anhand der schrägen Anbringung der Tülle und Benutzungsspuren im Inneren kann von einer Nutzung ausgegangen werden. Vergleichsstücke stammen aus dem Tempel des löwengestaltigen Gottes Apedemak aus Naga und Meroe. Letzteres wurde in situ, im Tempelboden eingelassen, aufgefunden. Diese Objekte dienten der Aufnahme von Libationsflüssigkeiten und wurden sowohl in Tempeln als auch vor Gräbern platziert. Möglicherweise stammt auch dieses Objekt aus dem Bereich des Apedemak-Tempels von Meroe wie der entsprechend gestaltete Ausguss vermuten lässt. (N. Overesch)
Opferbecken mit der Figur des knienden Fürsten Hui
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Das Opferbecken weist eine umlaufende Inschrift auf der Kantenfläche der Wandung auf, durch die der Name und die Titel des Stifters dokumentiert sind. Es handelt sich um den memphitischen Gutsvorsteher des Königs Amenophis III. namens Amenhotep Hui. Eine rundplastische Wiedergabe des Stifters findet sich als Kniefigur, die die Hände auf dem Beckenrand des bauchigen Gefäßes mit verhältnismäßig hohem Rand abgelegt hat. Diese spezielle Form des Opferbeckens mit Kniefigur stellt eine Besonderheit des Neuen Reiches dar, wobei bislang nur wenige Exemplare dieser Art bekannt sind. Den genannten Titeln nach zu urteilen war Amenhotep auch als Festleiter des Ptah und Priester der Göttin Sachmet tätig. Ein Heiligtum für eine Erscheinungsform der Göttin als Sachmet des Sahure ist für die Zeit des Neuen Reiches im Totentempel des Königs Sahure bekannt. Das Opferbecken, welches in eben diesem Heiligtum zutage gefördert wurde, ist für die Darbringung der Gottesopfer verwendet worden. (A. Herzberg)
Opferbecken des Königs Ptolemaios I. für die Göttinnen Satis und Anuket
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
König Ptolemaios I. stiftete die Opferschale, in der Blumen, Früchte und Bier dargebracht wurden. Die umlaufende Inschrift ist durch zwei Köpfe der Göttin Hathor in zwei Hälften geteilt. Demnach handelt sich um ein Weihgeschenk an die Göttinnen Satis und Anukis, die im südlichen Grenz- und Kataraktgebiet von Elephantine im Zuge der jährlichen Nilüberschwemmung verehrt wurden. Beide galten zugleich als Hathor, „die Goldene“, die Herrin der Feste und Trunkenheit. (J. Helmbold-Doyé)