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Object type: Pfeiler
Ethnologisches Museum
Das Unterteil kann nicht stehen. Am Verbindungswerkstück des Oberteiles waren 2 kräftige Eisenwinkel angeschraubt. Diese sind so lang, dass sie durch das Unterteil durchgesteckt und am Boden verankert werden. Winkel und Schrauben ligen beim Objekt. (HR)
Pfeilerverblendung
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Erhalten ist die linke Hälfte des Reliefs; die rechte ist abgesägt, doch ist noch der Ansatz der benachbarten Arkade sichtbar, so dass sich das Fragment zu einer ca. 73 cm breiten Platte ergänzen lässt. Die linke »Säule«, die über einem kapitellähnlichen Gebilde die Arkade trägt, ist gänzlich mit dem Rahmen verschmolzen. Das Zopfgeflecht, das die »Säule« bedeckt, setzt sich auf der unteren waagerechten Leiste ebenso fort wie auf beiden Bögen, wo sich die aufsteigenden Hälften in der Mitte treffen. Zwischen den Arkaden ist ein lateinisches Kreuz angeordnet; den Zwickel zwischen äußerer glatter Rahmenleiste und Bogen füllt ein Blattmotiv. Die mittlere »Säule« ist mit einer aufsteigenden Komposition aus breit gerückten Akanthusblattkelchen, abzweigenden Ranken und Blättern, Rauten und Blüten verziert. Die »Kapitelle« bestehen aus zwei horizontalen Wülsten und schuppenförmig angeordneten Blättern. Das Hauptfeld ist mit einem Palmettenbaum geschmückt, der aus einem gefiederten Weinblatt emporwächst. Er ist wiederum aus übereinander angeordneten und fast gleichartigen Motivkombinationen zusammengesetzt, bestehend aus breitgedrückten Akanthusblattkelchen, symmetrisch abzweigenden Blättern, Ranken mit Blüten und Knoten. Die Einzelmotive stammen, wie die gesamte Motivkombination, größtenteils aus der sassanidischen Kunst und dürften textilen Vorlagen entlehnt sein.
Pfeiler mit Kanellierung
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Der Pfeiler, bestehend aus Basis (Inv. 2604), Pfeilerschaft (Inv. 2603) und Kämpfer (Inv. 2605), gelangte 1901 in die Abteilung der Bildwerke der christlichen Epochen (heute Museum für Byzantinische Kunst). Er wird ursprünglich für einen sakralen Raum geschaffen worden sein, worauf die von Blattwerk umrankten Kreuze auf den Schmalseiten des Kämpfers hindeuten. Über die Längsseiten des Kämpfers erstrecken sich im Relief wiedergegebene Vögel, die in Weinranken eingebettet sind. Auf einer der Längsseiten steht mittig eine Bossenleiste. Sie zeigt, dass der Pfeiler ursprünglich in einer Öffnung stand. An die Leiste setzten Rahmen eines Fensters oder einer Tür an. Der vierseitig kannelierte Pfeilerschaft ist äußerst qualitätvoll mit sogenannten Pfeifen verziert, einer Schmuckform, bei der die Kanneluren im unteren Bereich stabförmig gefüllt sind. (Ehler 2017)