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Object type: Plastik
Darstellung eines Hofboten (emese)
Ethnologisches Museum
Noch im 20. Jahrhundert war es üblich, dass sich Boten des Hofes (Emese) von Ife alle fünf Tage eine Hälfte des Kopfes schoren. Wegen des halbgeschorenen Kopfes werden diese Köpfe als Darstellungen von Hofboten interpretiert.
L'Implorante
Alte Nationalgalerie
Die französische Bildhauerin Camille Claudel (1864-1943) nimmt unter den zahlreich dokumentierten Schüler*innen und Mitarbeiter*innen Auguste Rodins (1840-1917) heute wohl den bekanntesten Platz ein. Neben ihrer tragischen Liaison mit Rodin, die bislang primär für ihre Bekanntheit sorgte, hat nicht zuletzt die jüngste Künstlerinnenforschung den Blick auf ihr plastisches Werk geschärft. In der kaum drei Jahrzehnte währenden Schaffenszeit der Bildhauerin, nimmt die Figur der Implorante (Flehende) eine herausgehobene Stellung ein. Als herausgelöster Teil der 1899 erstmals im Salon der Société Nationale des Beaux-Arts ausgestellten Komposition L’Âge mûr (Das reife Alter,) wurde die Figur in verschiedenen Größen vertrieben und in dieser Form erstmals 1905 in der Pariser Galerie von Eugène Blot präsentiert. „Als ich von meinem Freund G. Geffroy zu der großen Künstlerin Camille Claudel geführt wurde, die, wie Mirbeau sagte, für Rodin das ist, was Berthe Morisot für Manet ist, kaufte ich ihr zunächst die Figur Imploration in ihrer Originalgröße […] ab. Diese kniende Figur ist Teil einer Gruppe von drei Figuren, die sie […] La Jeunesse de l'Âge mûr nennt [...]. In der Originalgröße, die als Nr. 1 bezeichnet wurde, beschränkte ich die Auflage auf 10 Abzüge. Ich fertigte sofort eine Verkleinerung Nr. 2 an, die ich auf 100 Abzüge begrenzte.“ (Paris, Archives National, 368 AP 3). Der große Erfolg der kleinen Knienden, von der Blot bis 1937 ganze 59 Exemplare gießen konnte, ist einerseits in der kaufmännisch klugen Entscheidung begründet, eine gut verkäufliche Statuetten-Größe anzubieten, anderseits in der inhaltlichen Offenheit der Figur, deren jugendliche Darstellung und emotionaler Pathos zu positiven öffentlichen Besprechungen anregte: „Die Imploration, eine schmerzhafte, kniende Kreatur, die mit ihrem ganzen Blick, ihren gespannten Lippen, der Darbietung ihres Oberkörpers und ihren zitternden Händen um Hilfe bittet, was will sie? Das Geheimnis ihrer Geste legt der Seele verschiedene Interpretationen nahe. Vielleicht ist sie einfach das Elend, das am Wegesrand weint.“ (Louis Vauxcelles, Camille Claudel, in: Exposition d'OEuvres de Camille Claudel et de Bernard Hoetger Ausst. Kat. Paris 1905, o. S.) | Yvette Deseyve
Schaugericht "Eiersalat"
Kunstgewerbemuseum
Runder Teller, weiß glasiert, an der Fahne in Inglasurmalerei Insekten und Blüten. Plastisch modelliert und eingeklebt sind vier Kohlrabiköpfe und drei Eierhälften. // Zitat aus: Claudia Kanowski: Flora, Fauna, Fabelwesen. Malerei auf Keramik. Grita Götze, Heidi Manthey, Sonngard Marcks, Ausst. Kat. Berlin (Kunstgewerbemuseum) 2020, S. 8: "Eine Besonderheit ihres [Sonngard Marcks'] Schaffens sind die Schaugerichte, bei denen gemalte Dekore und plastische Gestaltung ineinander übergehen. Marcks knüpft damit an die sinnesfrohe Tafelkutur des Barock an. Die Vielfalt der Schöpfung in ihrer Schönheit, aber auch Fragilität und Vergänglichkeit zu begreifen und darzustellen, ist ein Grundgedanke der Barockzeit, der gerade heute hoch aktuell erscheint. Mit ihren Keramiken und Grafiken übersetzt Sonngard Marcks diesen Gedanken in die Gegenwart und macht ihn sinnlich erfahrbar." // Vgl. auch Claudia Kanowski: Sonngard Marcks. Nahsicht auf Natur in Zinnglasur. Fayencen und Grafiken der Künstlerin in einer Zusammenschau mit Werken von Heidi Manthey und Grita Götze im Berliner Kunstgewerbemuseum Schloss Köpenick, in: Keramos 253/254 (2021), S. 141-148// ClKa
Schmetterling
Kunstgewerbemuseum
Auf rocaillenhaft geschwungenem Sockel sitzt ein Schmetterling mit aufgeschlagenen Flügeln. Die Flügel auf der Außenseite sind grau, grün und blau glasiert. Marke (Unterseite): Firmenmarke in Unterglasurgrün: Rosenthal Selb-Bavaria; Modellnummer, Blindstempel: H 639-20 // ClKa
Feuersalamander auf Sockel
Kunstgewerbemuseum
Auf einem ovalen, in Unterglasurmalerei leicht grünlich staffierten Sockel ist ein Feuersalamander plastisch ausgeformt. Er ist in Aufglasurtechnik schwarz, mit gelben Flecken, bemalt. // Marken: Unterseite: Fabrikmarke in Unterglasurgrün FRAUREUTH KUNSTABTEILUNG; in schwarzer Aufglasurmalerei: 18.253,25; auf dem Sockel Künstlername als Blindstempel: Nacke // ClKa
Heuschrecke
Kunstgewerbemuseum
Auf rechteckigem Sockel plastisch ausgeformte Heuschrecke mit grüner Unterglasurbemalung. Seitlich am Sockel die Ritzsignatur "A.Caasmann" - des Bildhauers Albert Caasmann, der das Modell schuf. Auf der Unterseite in grüner Unterglasur die Firmenmarke Rosenthal Selb Bavaria mit Krone, sowie das Malerkürzel RB; Blindstempel: 647 2 (Modellmarke) // ClKa
"Mandala" (Keramisches Objekt)
Kunstgewerbemuseum
Inventarbucheintrag: "Senkrecht stehende Scheibe mit Relief in Form von Kreisteilen. Im unteren Drittel ein Loch durch beide Wandungen. Glasur über rötlichem Grund blau verlaufend." Eckige Standfläche. Auf dem Boden: Künstlermarke in Schwarz // ClKa
Plastischer Stilllebenteller
Kunstgewerbemuseum
Das plastische Stillleben aus Feinsteinzeug besteht aus einem sechseckigen Teller, auf dem ein Tuch, Birnen und ein Messer arrangiert sind. Die Glasurtöne sind in Beige- und Anthrazit gehalten. Das Thema Stillleben beschäftigte die Künstlerin seit den 1970er Jahren. In immer neuen Form- und Farbvarianten widmete sie sich diesem klassischen Thema der „nature morte“, für das sie aus dem keramischen Material heraus eine ganz eigene Ästhetik entwickelte. Das Stillleben ist 2024 als Schenkung aus Privatbesitz in den Bestand des Berliner Kunstgewerbemuseums gekommen. // Antje Brüggemann-Breckwoldt (1941–2023), geboren im mecklenburgischen Bützow, studierte nach einer Töpferlehre Keramik bei Jan Bontjes van Beek in Hamburg und Walter Popp in Kassel. Seit 1970 lebte und arbeitete sie in Wippershain bei Bad Hersfeld. Sie war Gründungsmitglied der Gruppe 83, deren Ziel, Keramik als eigenständige Kunstform in Deutschland zu vertreten und voranzubringen, sie mit Konsequenz und Experimentierfreude verfolgt hat. Neben ihren freien Arbeiten hat sie auch einige Entwürfe für die Firma Rosenthal geschaffen. // Kurz vor ihrem Tod im Jahr 2023 hat Antje Brüggemann dem Kunstgewerbemuseum Berlin 14 ihrer Arbeiten aus verschiedenen Schaffensphasen geschenkt, so dass sich nun ein repräsentativer Überblick über ihr künstlerisch-keramisches Schaffen von den 1960er bis in die 2010er Jahre ergibt. // ClKa
Gedenkkopf einer Königinmutter (Iyoba)
Ethnologisches Museum
Der Gedenkkopf einer Königinmutter (Iyoba) – erkennbar an der Form ihrer Krone – zeigt das Gesicht einer jungen Frau, die verhalten lächelt. Trotzdem ist jene Plastik weniger eine Darstellungen der Individualität eines Menschen, als ein stark idealisiertes höfisches Bildnis. Wegen seiner Ikonographie und seinem Alter, könnte es sich bei jenem Gedenkkopf um eine Darstellung Idias, der ersten Königinmutter, handeln. Das Amt und der Titel der Iyoba wurden von König (Oba) Esigie im frühen 16. Jahrhundert eingeführt. Seine Mutter, Idia, spielte im Krieg gegen die benachbarten Igala eine wichtige Rolle. In der mündlichen Überlieferung werden die Fische am Sockel des Gedenkkopfes als Hinweis darauf gedeutet, dass Idia die feindliche Igala-Armee über den Niger zurücktrieb. Königinmütter in Benin hatten – wie in vielen anderen afrikanischen Königreichen – eine herausragende politische Position. Wie den Königen wurde auch ihnen nach dem Tod ein Gedenkschrein errichtet, auf dem Gedenkköpfe aufgestellt wurden. [Benin_Königreich]
Reiterfigur
Ethnologisches Museum
Aus Benin sind etwa sechs ähnliche Reiterfiguren bekannt, die zum Teil in das 16. Jahrhundert datiert werden. Die Berliner Figur ist wohl wegen der geringeren Qualität ein Nachguss des 18. oder 19. Jahrhunderts. Die Deutung der Figuren ist umstritten. Pferde waren in Benin selten, die ökologischen Bedingungen des Nigerdeltas waren für sie ungünstig. In der mündlichen Überlieferung werden sie mit drei historischen Personen in Verbindung gebracht: mit Oranmiyan, dem Prinzen aus der Yoruba-Stadt Ife, der die jetzige Dynastie Benins um 1200 gegründet haben soll, mit König Esigie aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts und mit seinem besiegten Gegner, dem Attah von Idah. Für die letztere Interpretation spricht die für Benin ungewöhnliche Krone des Reiters. Darstellungen von Reitern auf Reliefplatten des 15. und 16. Jahrhunderts und auf beschnitzten Elfenbeinzähnen des 18. und 19. Jahrhunderts werden in Benin heute allerdings zumeist als Darstellungen des Königs Esigie interpretiert. [Benin_Königreich]
Altargruppe (aseberia) Oba Ewuakpes
Ethnologisches Museum
Die Altargruppe des Königs Ewuakpe ist beispielhaft für die Individualisierung der Kunst Benins. Sie stand im Zentrum des Gedenkaltars, den Akenzua I. für seinen Vater errichtete, und verbildlicht die wechselvolle Geschichte des Königs, seiner Absetzung und Wiedereinsetzung. Dargestellt ist Ewuakpe nicht mit den vollen Insignien königlicher Macht – wie etwa Akenzua I. in seiner Altargruppe –, sondern mit einem europäisch anmutenden Hut. Allerdings trägt er die große königliche Perle und den hohen Halskragen. Die beiden Begleitfiguren sind ungeschmückt, sie werden als die beiden Sklaven gedeutet, mit denen allein er nach der mündlichen Überlieferung den Palast verließ, nachdem er abgesetzt wurde. Der mit mächtigen Symbolen geschmückte Stößel in seiner rechten Hand verweist auf die friedliche Aussöhnung des wiedereingesetzten Königs mit den Kriegs- und Stadtherren. [Benin_Königreich]
Altargruppe (aseberia) Oba Akenzuas
Ethnologisches Museum
Eine Innovation des 18. Jahrhunderts waren Altargruppen (asebaria), ein narratives Bild des Königs. Die Altargruppe Königs Akenzuas (1713-1735) zegit als zentrale Figur den König mit seinen Insignien wie der Kappe und dem hohen Halskragen aus Korallenperlen. Seine Hände werden von Begleitfiguren (enobore) gestützt. Die beiden Leoparden symbolisieren das Königtum, die beiden enthaupteten Opfer an der Basis die königliche Macht über Leben und Tod. Die Rüsselhände stehen für seine spirituelle Kraft. Der Stab in seiner rechten Hand, der von einem Elefanten, auf dem eine kleine Figur Akenzuas steht, bekrönt wird, verweist auf seine persönliche Geschichte. Um seine Thronansprüche durchzusetzen, musste er seinen Bruder besiegen, dessen Armee vom Stadtherrn, dem iyase, angeführt wurde. Der Elefant steht für den besiegten iyase, dem man die Fähigkeit nachsagte, sich durch Zauberei in einen Elefanten zu verwandeln zu können. [Benin_Königreich]
Schlangenkopf
Ethnologisches Museum
Schlangenkopf vom Dach des Königspalast. Europäische Berichte aus dem frühen 18. und dem 19. Jahrhundert sowie Darstellungen an dem Palastbehälter und auf Reliefplatten aus dem 16. - 17. Jahrhundert beschreiben riesige, aus Messing gegossene Schlangen, die sich von der Spitze der Dachtürme herabschlängeln. Die Interpretation dieser Schlangen ist vieldeutig: Zum einen stehen sie für den Bereich des Meeresgottes Olokun, der Quelle von Macht und Reichtum des Königs, sie stehen aber auch für Osun, die spirituelle Kraft der Pflanzen, die besonders im 18. und 19. Jahrhundert mit der Macht des Königs verbunden wurde. [Benin_Königreich]
Trophäenkopf
Ethnologisches Museum
Trophäenköpfe unterscheiden sich von königlichen Gedenkköpfen durch das Fehlen der Kappe aus Korallenperlen. Lediglich die Korallenketten um den Hals verweisen auf den hohen Rang des Dargestellten. Sie werden deshalb als Trophäenköpfe interpretiert, die besiegte mächtige Personen darstellen. [Benin_Königreich]
Schlangenkopf
Ethnologisches Museum
Schlangenkopf vom Dach des Königspalast. Europäische Berichte aus dem frühen 18. und dem 19. Jahrhundert sowie Darstellungen an dem Palastbehälter und auf Reliefplatten aus dem 16. - 17. Jahrhundert beschreiben große, aus Messing gegossene Schlangen, die sich von der Spitze der Dachtürme herabschlängeln. Die Interpretation dieser Schlangen ist vieldeutig: Zum einen stehen sie für den Bereich des Meeresgottes Olokun, der Quelle von Macht und Reichtum des Königs, sie stehen aber auch für Osun, die spirituelle Kraft der Pflanzen, die besonders im 18. und 19. Jahrhundert mit der Macht des Königs verbunden wurde. [Benin_Königreich]
Altargruppe einer Königinmutter
Ethnologisches Museum
Wie nach dem Tod eines Königs wurden auch für Königinmütter nach ihrem Tod Gedenkaltäre errichtet. Während aus der frühen Phase Benins nur Gedenkköpfe erhalten sind, findet man im 18. – 19. Jahrhundert wie bei den königlichen Altären auch Altargruppen. Eine Individualisierung ist bei diesen jedoch nicht zu erkennen. Im Zentrum steht die Königinmutter mit der typischen hohen Kopfbedeckung aus Korallenperlen. Sie ist flankiert von zwei weiblichen Begleitfiguren, die mit erhobenen Schilden negative spirituelle Kräfte abwehren. Vor ihnen stehen je zwei weitere jugendliche Dienerinnen. Die beiden vorderen tragen runde Fächer. [Benin_Königreich]
Hahn
Ethnologisches Museum
Plastiken von Hähnen standen auf den Altären des Königs und der Königinmutter. Hähne waren verbreitete Opfergaben in Benin. Zugleich sind sie auch ein Bild der Rolle der Mutter des Thronfolger (Edaiken). „Der Hahn, der am lautesten kräht“ war eine Bezeichnung der Hauptfrau des Königs, der Mutter des Thronfolgers und der potentiellen Königinmutter. Der Einfluss dieser Frauen auf die Politik Benins erhält so in dem Hahn ein Bild, das ihre Machtposition unterstreicht. [Benin_Königreich]
Altargruppe mit Gefangenem
Ethnologisches Museum
Vom Aufbau ist diese Figurengruppe den königlichen Altarfiguren verwandt. Allerdings ist kein König dargestellt, sondern eine kniende Person, die von zwei Mitglieder der Ewua-Gilde – erkennbar an dem runden Hut mit dem Kreuz - und einem kleinen Portugiesen bewacht wird. Es könnte sich um eine Darstellung des von König Esigie besiegten und zur christlichen Taufe gezwungenen Attah von Idah handeln, der in einem legendären Feldzug zu Beginn des 16. Jahrhunderts geschlagen wurde. Die eiserne Kette, mit der der Kniende gehalten wird, der kleine Hund als Opfertier und die abgeschlagenen Köpfe verbinden diese Gruppe mit Ogun, dem Gott des Krieges und des Eisens. Der Bezug zu Esigie in dieser sicher erst im 18. oder 19. Jahrhundert gegossenen Figurengruppe ordnet sich in den Zusammenhang der Renaissance dieser mächtigen Könige der Frühzeit Benins durch die Könige des 18. Jahrhunderts ein. [Benin_Königreich]
Gedenkkopf eines Königs
Ethnologisches Museum
Die aus dieser Zeit in größerer Zahl erhaltenen Gedenkköpfe sind stark formalisiert. Ihre Gesichter sind weitgehend identisch, die königlichen Insignien dagegen stärker ausgearbeitet, ihre Formen variieren. Gemeinsam ist allen die aus Korallenperlen bestehende Kappe. Verschiedene Motive auf einer Plinthe um die Basis verweisen auf die spirituelle Macht des Königs. Gleichzeitig werden die Köpfe größer und ihre Wanddicke wird erheblich stärker. Auf den Altären des 18. und 19. Jahrhunderts dienen die Gedenkköpfe nämlich zugleich als Basis für große Elefantenzähne, die mit Motiven beschnitzt sind, die in der frühen Zeit Benins, im 16. und 17 Jahrhundert, auf den Reliefplatten dargestellt waren.[Benin_Königreich]
Gedenkkopf eines Königs
Ethnologisches Museum
Die aus dieser Zeit in größerer Zahl erhaltenen Gedenkköpfe sind stark formalisiert. Ihre Gesichter sind weitgehend identisch, die königlichen Insignien dagegen stärker ausgearbeitet, ihre Formen variieren. Gemeinsam ist allen die aus Korallenperlen bestehende Kappe. Verschiedene Motive auf einer Plinthe um die Basis verweisen auf die spirituelle Macht des Königs. Gleichzeitig werden die Köpfe größer und ihre Wanddicke wird erheblich stärker. Auf den Altären des 18. und 19. Jahrhunderts dienen die Gedenkköpfe nämlich zugleich als Basis für große Elefantenzähne, die mit Motiven beschnitzt sind, die in der frühen Zeit Benins, im 16. und 17 Jahrhundert, auf den Reliefplatten dargestellt waren. [Benin_Königreich]
Menschliche Figur mit vorgestreckten Händen
Ethnologisches Museum
Nach der Kleidung und der Stirntätowierung handelt es sich um einen Edo, aber um eine Person ohne besonderen Rang in der Hofhierarchie und damit um eine der wenigen Darstellungen der nicht-höfischen Bevölkerung Benins. Die Handhaltung ist ungewöhnlich und in ihrer Bedeutung unklar. Als Plastik aus Messing dürfte sie wohl auf einem Gedenkaltar gestanden haben. [Benin_Königreich]