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Object type: Platte (Gefäß)
Museum für Islamische Kunst
Gegossene Scheibe aus einer Kupferlegierung. Die runde Scheibe ist leicht gewölbt und zentral durchlocht. Ihre Oberfläche ist mit abgesetzten konzentrischen Ringen gegliedert; zusätzlich sind Kreise eingraviert. Wozu das sehr schwere Objekt ursprünglich diente, ist unklar. Auf Grund seines Gewichtes ist aber nicht anzunehmen, dass es sich um eine Zierscheibe handelte. Vielleicht war es Teil eines Ständers oder eines Gerätes; möglicherweise handelt es sich auch um ein scheibenförmiges Gewicht.
Senmurv-Platte
Museum für Islamische Kunst
Die achteckige Platte ist aus dünnem Silberblech getrieben, teilweise vergoldet und mit verschiedenen Punzen bearbeitet. Als Dekor zeigt sie drei verschiedene Formen des vor allem aus der altiranischen Mythologie und Kunst bekannten Mischwesens Senmurv. Es verbindet den Kopf eines Hundes oder Drachens mit den Flügeln und dem Schwanz eines Pfaus. Das als herrscherliches Machtsymbol verstandene Fabelwesen findet sich im 7. Jahrhundert auf königlichen Gewändern in iranischen Felsreliefs, auf Thronsaalfresken in Afrasiyab (Alt-Samarkand) und auf einem Gewand, das in einem Grab im Kaukasus gefunden wurde. In altiranischer wie in frühislamischer Zeit schmückte der Senmurv sowohl Baudenkmäler (z.B. die Mschatta-Fassade) als auch Kunstgegenstände verschiedener Art. Nach orientalischem Vorbild erschien er in Europa u.a. als Stoffmuster auf byzantinischen Seiden. Die Dynastie der Samaniden, die seit dem 9. Jahrhundert Ostiran und Mittelasien beherrschte, vollzog eine bewusste Rückbesinnung auf die vorislamische Zeit. Dies zeigt sich auf der Silberplatte in der demonstrativen Verwendung eines wichtigen Machtsymbols: Hier schmückt der Senmurv das zentrale Medaillon der Platte, umgeben von acht kleineren Medaillons, in denen abwechselnd das Fabeltier und stilisierte Pflanzen wiedergegeben sind, während über den schmalen Randsteg 24 der Fabelwesen zu fliegen scheinen.
Museum für Islamische Kunst
Gegossene Platte aus Eisen mit Goldtauschierung. Die quadratische Platte hat an einer Seite eine mehrfach geschwungene Giebelplatte, die oben durchlocht ist. Sie zeigt, wie ihr Gegenstück I. 3634, die Darstellung eines Planeten: Hier ist Mars als Krieger wiedergegeben, umgeben von Ranken und Blüten. Er hält in der rechten Hand den abgeschlagenen Kopf eines Gegners; sein Schwert hat er links geschultert. Das rechteckige Feld darunter ist in der Art eines magischen Quadrats in 14 mal 14 kleine Quadrate mit Zahlen unterteilt. Jede der 196 ein- bis dreistelligen Zahlen kommt auf der Platte nur einmal vor. Die Reihe beginnt rechts oben mit 1, 2 und 3 und endet links unten mit 194, 195 und 196. Alle senkrechten Spalten und waagerechten Reihen sowie die Diagonalen ergeben die Zahl 1379. Die Darstellungen der Planeten Mars und Sonne (auf I. 3634) weisen auf astrologische Zusammenhänge. Wie die Tafeln eingesetzt wurden und was es mit der Zahl 1379 auf sich hat, ist bislang ungeklärt. Bei der Dekortechnik des Tauschierens werden dünne Metalldrähte, hier aus Gold, in vorgegebenen Mustern in das zu verzierende Objekt eingehämmert.
Museum für Islamische Kunst
Gegossene Platte aus Eisen mit Goldtauschierung. Die quadratische Platte hat an einer Seite eine mehrfach geschwungene Giebelplatte, die oben durchlocht ist. Sie zeigt, wie ihr Gegenstück I. 3635, die Darstellung eines Planeten: Hier ist die Sonne als menschliches Gesicht wiedergegeben, umgeben von Ranken und Blüten. Das rechteckige Feld ist in der Art eines magischen Quadrats in 14 mal 14 kleine Quadrate mit Zahlen unterteilt. Jede der 196 ein- bis dreistelligen Zahlen kommt auf der Platte nur einmal vor. Die Reihe beginnt rechts oben mit 1, 2 und 3 und endet links unten mit 194, 195 und 196. Alle senkrechten Spalten und waagerechten Reihen sowie die Diagonalen ergeben die Zahl 1379. Die Darstellungen der Planeten Sonne und Mars (auf I. 3635) weisen auf astrologische Zusammenhänge. Wie die Tafeln eingesetzt wurden und was es mit der Zahl 1379 auf sich hat, ist bislang ungeklärt. Bei der Dekortechnik des Tauschierens werden dünne Metalldrähte, hier aus Gold, in vorgegebenen Mustern in das zu verzierende Objekt eingehämmert.
Museum für Islamische Kunst
Getriebene Platte aus einer Kupferlegierung mit graviertem/ziseliertem Dekor. Die Platte zeigt im Spiegel ein Medaillon mit einer nach links schreitenden Sphinx mit großen Flügeln. Die Flügelspitzen sowie der hochgestellte Schweif enden in Drachenköpfen. Die Sphinx ist vor einem Rankengrund dargestellt. Umlaufend wünscht eine große Inschrift, ebenfalls vor einem Rankengrund, dem Besitzer Segen und Gesundheit. Der vertikale Rand der Platte ist kannelliert.
Museum für Islamische Kunst
Gegossene Platte aus einer Kupferlegierung mit graviertem/ziseliertem Dekor. Die Mitte der Platte ist mit einem sechszackigen Flechtstern mit kleinen geometrisch gefüllten Medaillons verziert. Den Rand bilden zwölf runde, plastisch abgehobene Medaillons, die abwechselnd mit Vögeln und Flechtbändern um ein kreuzförmiges Motiv gefüllt sind. Die Spuren auf der Unterseite legen nahe, dass es sich um die Platte eines Lampentisches handelt, auf dem Kerzenständer und Öllampen abgestellt wurden. Sie sind aus etlichen, separat gearbeiteten Teilen zusammengesetzt: Dreibeinige Fußplatte und Schaft tragen den runden oder gezackten Lampenteller (vgl. I. 5683).
Museum für Islamische Kunst
Getriebene Platte aus einer Kupferlegierung mit graviertem/ziseliertem Dekor. Die sehr dünne Platte zeigt im Spiegel einen thronenden Herrscher in Frontalansicht mit erhobenem rechtem Arm. In seiner Linken hält er ein prismenförmiges Gefäß (?). Zu beiden Seiten des Thrones sitzen Diener; davor liegt ein Löwe. Die Köpfe der Personen sind von Nimben umgeben. Ein Flechtband trennt die Szene vom Rand. Dieser ist mit einer Inschrift aus großen Buchstaben vor gepunktetem Hintergrund verziert, die Segenswünsche aufzählt. Dazwischen sind abwechselnd Medaillons mit großen Lotosblüten und Ranken sowie einem geometrischen Flechtmuster eingefügt.