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Object type: Relief (Architekturelement)
Museum für Islamische Kunst
Relief mit der Darstellung eines Lautenspielers aus Marmor. Aus einem rechteckigen Marmorblock ist die Figur eines im Schneidersitz hockenden Lautenspielers herausgearbeitet. Er ist frontal wiedergegeben mit halblangen Haaren und schematisch angedeuteter Kleidung. Ein runder Halsausschnitt deutet auf ein Hemd hin, während die Beine von weiten Hosen verhüllt werden. In seinem Schoß liegt eine birnenförmige Knickhalslaute, deren Wirbelkasten er mit der linken Hand umfasst; seine Rechte hält das Plektron zum Schlagen der Saiten. Während die Oberfläche des Hintergrundes relativ gut geglättet ist, wirkt der Lautenspieler nur grob bearbeitet und unfertig, besonders an den Beinen und der Plinthe. Details sind nicht angegeben. Lautenspieler gehören seit der vorislamischen Zeit zu den wichtigsten Musikern bei Hofe, wo sie - häufig mit Tamburin- und Flötenspielern zusammen für die musikalische Unterhaltung bei höfischen Festen sorgten. Wenn es auch Darstellungen von Musikantinnen gibt, scheinen doch männliche Lautenspieler häufiger vorzukommen. Das Relief wird auf Grund von Vergleichen einem unbekannten Bauwerk in Konya zugeordnet, der Hauptstadt der Rumseldschuken in Anatolien im 11. bis 13. Jahrhundert.
Museum für Islamische Kunst
Mit geometrischem Dekor versehene Steinwange. Die Platte ist auf den beiden Längsseiten sowie der schmalen Stirnseite reliefiert. Auf der einen Seite erscheint eine vielpassige Flechtrosette mit einem eingeschriebenen achtstrahligen Stern, dessen Mittelpunkt eine achtblättrige Rosette bildet. Das Feld wird von kleineren Flechtrosetten und Gabelblattranken eingerahmt. Die andere Seite ist mit einem großen geometrischen Flechtstern zwischen unterschiedlichen Rankensystemen verziert. Die Stirnseite ist pfeilerartig ausgebildet und überragt die Längsseite, wobei der Übergang abgetreppt ist. Der Dekor besteht aus Ranken zwischen Säulen mit geometrischem Muster und schließt oben mit einer Nische mit Muqarnasgewölbe ab. Die beiden seitlich im Relief gearbeiteten Löwen hatten plastisch gearbeitete Köpfe, die an der Stirnseite vorkragten, heute aber abgeschlagen sind. Die Unterseite sowie die rückwärtige Schmalseite sind nur geglättet und nicht weiter bearbeitet. Vgl. die Steinwange I. 6/66 sowie das Fragment I. 8/66.
Museum für Islamische Kunst
Mit figürlichem Dekor versehene Steinwange. Die Platte ist auf den beiden Längsseiten sowie der schmalen Stirnseite reliefiert. Auf der einen Seite stehen sich ein Löwe und ein Zebu gegenüber, während unter ihnen zwei kleinere Tierpaare kämpfen (Hund und Hase?). In dem schmalen Feld darüber stehen zwei aufgerichtete Tiere mit zurückgewandten Köpfen neben einer Blüte. Die andere Seite zeigt den Löwen, der das Zebu schlägt, begleitet von zwei verschiedenen kleinen Tieren. In dem schmalen Feld darüber ist ein weiterer Tierkampf, vielleicht mit einem Steinbock, wiedergegeben. Die Stirnseite ist pfeilerartig ausgebildet und überragt die Längsseite, wobei der Übergang abgetreppt ist. Der Dekor besteht aus einer aufsteigenden Ranke, gefolgt von einer plastisch gearbeiteten Rosette; darüber schließt sich eine Blüte an. Die Unterseite sowie die rückwärtige Schmalseite sind nur geglättet und nicht weiter bearbeitet. Vgl. die Steinwange I. 7/66 sowie das Fragment I. 8/66.