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Object type: Relief mit Rahmen
Beweinung Christi
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Der Leichnam Christi liegt auf dem Schoß seiner ohnmächtig zurückgesunkenen Mutter, während Maria Magdalena seine Beine umschließt. Mit ihnen trauern und klagen die drei Frauen, die auch in Darstellungen des leeren Grabes Christi am Ostermorgen auftauchen. Links neben dem Apostel Johannes, der Maria stützt, befindet sich Joseph von Arimathia, rechts am Reliefrand Nikodemus. Auf dem Felsen im Hintergrund, dem Ort der Bestattung, verweisen Marterwerkzeuge auf den vorangegangenen Leidensweg des Verstorbenen. Das Pathos der zierlichen Figuren sowie der knittrige Faltenstil zeigen das Festhalten des mit kühnen Unterschneidungen arbeitenden lombardischen Meisters an der expressiven Bildsprache der Gotik.
Profilbildnis einer jungen Frau
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Brustbild im Profil nach links. Das lockige Haar wird von Bändern gehalten und die Brust mit einem Schmuckstück geziert.
Madonna mit Pardelfell
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Maria in halber Figur, sitzend, in rotem Gewand; Gürtel und Armbänder vergoldet; auf dem braunen Haar ein gestreiftes Kopftuch; über den Knien ein gemusterter Mantel. Sie wendet sich leicht nach links dem Kinde zu, das in ein Pardelfell gekleidet auf ihrem Schoß stehend, mit der Linken den Hals der Mutter umfasst und mit der Rechten einen Vogel hält. Der Grund dunkelblau mit Goldsternen.
Maria mit dem Kind
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Dieses Werk ist ein Pasticcio, eine Zusammenführung von disparaten Teilen. Das Relief aus Stuck ist stilistisch dem süddeutschen Raum gegen Ende des 15. Jahrhunderts zuzuordnen. Demgegenüber ist der reich verzierte und vergoldete Rahmen italienischen Ursprungs. Relief und Rahmen sind nicht zusammengehörig. Da das Kunstwerk 1912 in Rom erworben wurde, liegt es nahe, dass die beiden Teile dort im 19. Jahrhundert zusammengeführt wurden.
Mutter mit Kind
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das hochovale Relief zeigt das ganzfigürliche Doppelbildnis einer jungen, anmutigen Mutter mit ihrer etwa drei- bis vierjährigen Tochter. Die auf einem Schemel sitzende Frau umfasst mit ihrer Rechten sanft die Hüfte des neben ihr stehenden Mädchens. Während das Kind sich schutzsuchend der Mutter zuwendet, scheint diese in Gedanken versunken. Ihr schönes, ins Profil gesetztes Antlitz mit der kunstvoll arrangierten Frisur blickt mit leicht geneigtem Kopf ins Leere. Keine lebensfrohe, sondern eine zarte, geradezu melancholische Stimmung hat der Künstler hier eingefangen. Dies entsprach dem klassizistischen Schönheitsideal des ausgehenden 18. Jahrhunderts, welches auch in den weichen, fließenden Gewändern zum Ausdruck kommt. Wie die Provenienz des Reliefs nahelegt, scheint es von dem Basler Seidenhändler Johann Rudolf Burckhardt direkt bei dem für seine lebensnahen Porträts bekannten Landolin Ohnmacht in Auftrag gegeben worden zu sein. Es entstand im Jahre 1790, als der Künstler sich wiederholt in Basel aufhielt und auch von dem kunstbegeisterten und mäzenatisch tätigen Kaufmann ein Profilbesitz fertigte. Bei der Mutter und dem Kind kann es sich folglich nur um Burckhardts zweite Frau, Sara Rohner, handeln, mit der er zwei Söhne und die 1786 geborene,hier im Relief dargestellte Tochter Rosine Burckhardt hatte. Das Doppelbildnis ist eine seltene Ausnahme im Œuvre Ohnmachts, der zumeist einzelne Profilbildnisse oder Büsten seiner berühmten Zeitgenossen ausführte.