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Object type: Schraubflasche
Flasche mit Schraubverschluß
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: wie No 1139 Inventareintrag von K 1139: Flasche, gerippt von hellem Rubinglas, auf Messingfuß, und mit Schrauben Verschluß von Silber. Gegenstück zu No 1140. Die Flasche ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
Vierkantflasche mit Sinnbildern auf Musik und Handel
Kunstgewerbemuseum
Schraubflasche mit vier figürlichen Darstellungen in Reliefguss. Die Seiten des Gefäßes zieren je zwei nach gleichem Modell entstandene weibliche Personifikationen des Handels und der Musik. Die Allegorie des Handels sitzt nach rechts gewendet und hält in ihrer Linken den Caduceus, den geflügelten und von zwei Schlangen umschlungenen Stab des antiken Gottes Hermes. Die Schriftrolle in ihrer Rechten und die Waren zu ihren Füßen machen deutlich, dass es sich um eine Allegorie des Handels, nicht der Medizin handelt. Die zweite Figur hält eine Laute in den Händen, am Boden erscheinen weitere Musikinstrumente sowie ein Schwan als Attribute der Allegorie auf die Musik. Die Flasche trägt keine Zinnmarken, ihr Entstehumngsort kann daher nicht näher lokalisiert werden. Die zur Herstellung der Gussformen sicher verwendeten grafischen Vorlagen der Reliefdarstellungen stammen aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. LL
sechskantige Schraubflasche mit Montierung
Kunstgewerbemuseum
Flasche mit sechs plangeschliffenen Seiten mit beschliffenen Ecken aus Rubinglas, der Boden ebenfalls plangeschliffen. Der silbervergoldete Schraubdeckel mit godroniertem Rand läßt sich nicht mehr öffnen. Weil man sich vom Goldrubinglas eine schützende oder heilende Wirkung erhoffte, wurden verschließbare Vier-, Acht- und Sechskantflaschen dieser Art in diversen Größen für medizinische Flüssigkeiten und Pulver verwendet. Mehrere Vergleichsstücke sind überliefert (vgl. Kerssenbrock-Krosigk, Rubinglas, 2001, Kat. 336–343, S. 234f.; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser, 1987, Kat. 140). Die Potsdamer Glashütte stellte Kantflaschen ab 1679 bereits unter der Leitung von Johann Kunckel (um 1635–1703) her, sicherlich wurde der Typ aber auch nach seinem Weggang, 1693, weiterhin produziert. Diese Flasche stammt aus der Königlichen Kunstkammer, Berlin. [Verena Wasmuth] MAKR
kleine Sechskantflasche
Kunstgewerbemuseum
Kleine Fasche aus Goldrubinglas mit sechs, etwas unregelmäßigen Kanten, der Boden und die vier Seiten sowie die flache Schulter plangeschliffen, montierter Schraubverschluss mit Ring wohl aus Zinn, nicht gemarkt. Er ist sehr eng, lässt sich nicht mehr öffnen und zeigt am Rand Grünspan. Sechskantflaschen dienten zur Aufbewahrung von medizinischen und kosmetischen Tinkturen oder auch raren Gewürzen. Sie konnten bei Reisen in Holzkästen senkrecht angeordnet platzsparend mitgenommen werden. Nur wenige Vergleichsstücke aus Rubinglas sind dokumentiert (vgl. Kerssenbrock-Krosigk, Rubinglas, 2001, Kat. 336–343, S. 234, 235). Die brandenburgische Hofglashütte stellte derartige Flaschen bereits unter der Leitung von Johann Kunckel (um 1635–1703) her und produzierte sie wohl auch nach seinem Weggang 1692 weiterhin. Diese Flasche stammt aus der Königlichen Kunstkammer, Berlin. Daher ist die Annahme naheliegend, dass es sich dabei um ein Potsdamer Erzeugnis handelt. [Verena Wasmuth] MAKR
Museum Europäischer Kulturen
Achteckige Zinnflasche mit weitem Schraubverschluss. Der ovale, profilierte Griff in kräftigem Ring drehbar. Vor dem Ring Marken eingeschlagen. Stadtmarke ein Helm, Meistermarke: CD unter Krone. 1696 (nicht bei Hintze). Auf einer Seitenmitte graviert: A.MK 1696.
Abendmahlsgerät der reformierten Gemeinde Müncheberg (Mark)
Kunstgewerbemuseum
Vierkantige Schraubflasche ohne Gravur. Am Boden eingravierte Stiftungsinschrift: "Seine Königliche Mayestätt in preußen haben dieses aller gnädigst an die Reformierte Gemeinde Zu Müncheberg geschenckt den 28. Septemb. 1706". LL
Museum Europäischer Kulturen
Die bauchige Flasche ist im Mittelteil zu quadratischem Querschnitt zusammengedrückt. Das unterste Viertel nur braun und senkrecht gerieft. Im oberen 3/4 fünf senkrechte Bänder, dazwischen ovale Rosetten. Dekor aus gestempelten Blättern und geritzten Wellenlinien u.a. Bänder, Rosetten und Blattgruppen, schwarz bemalt. Zinn-Schraubverschluss mit Trageöse. Der Standring ist teilweise angeschlagen. An einer Stelle der Bauchung wohl Brandfehler (angebacken).