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Object type: Spazierstock
Tut Jong
Ethnologisches Museum
Spazierstock aus Eisen für Frauen, der auch als Waffe benutzt werden kann und der bei der Hochzeit überreicht wird Eintrag im historischen Hauptkatalog: "Tut jong"
Museum Europäischer Kulturen
Holz, schwarz lackiert, Krücke mit Silberummantelung; Krücke mit Jugendstilornament verziert.
Museum Europäischer Kulturen
Rohr, braun lackiert, Messingknauf mit fleckenartiger Musterung, Spitze stumpf
Museum Europäischer Kulturen
Holz mit Rinde, dunkelbraun lackiert, knotig, gebogene Krücke, Spitze Metall.
Museum Europäischer Kulturen
Aus einem Buchholzast gearbeiteter Wanderstock. Oben einfacher Knauf, unten angenagelte Eisenspitze. Von oben bis unten mit 43 Stocknägeln besetzt.
Museum Europäischer Kulturen
Aus einem knorrigen, gebogenen Haselnussast gearbeitet. Oben runder Knauf, in etwa 10 cm Abstand ist quer durch den Stock ein Loch, wohl für eine Schlaufe gebohrt. Die Äste sind nicht ganz abgearbeitet, sondern in den Ansätzen noch deutlich zu sehen. Von oben bis unten mit 41 Stocknägeln besetzt, zwei davon aus Berlin. Unten angenagelte Eisenspitze.
Museum Europäischer Kulturen
Brauner, ovaler Stock mit Metallspitze und eingelegtem Elfenbein am Griffende und Griffhals. Der Spazierstock gehörte Hermann Auer (1883-1946), Fleischermeister aus Berlin-Kreuzberg und wurde von ihm in den 1920er Jahren zum Spazierengehen benutzt.
Ethnologisches Museum
Eintrag im historischen Hauptkatalog: "Tut jong" 2 eiserne Spazierstöcke der Borduaria Frauen
Spazierstock mit Stockgriff in Gestalt eines Fabelwesens
Kunstgewerbemuseum
Der Stockgriff in Gestalt eines Fabelwesens mit Fischschwanz ist aus kunstvoll geschwungenem Muschelwerk gebildet. Der ursrüngliche Spazierstock aus Kiefernholz ist verschollen und durch einen gedrehten Holzsockel ersetzt. MAKR
Museum Europäischer Kulturen
T-förmiger Spazierstock aus ungeschältem Holz. Am Stock sind Spuren von entfernten Verästelungen zu sehen. Griff und Stock sind aus einem Stück bzw. einer Astgabelung. Beide Enden des Griffs sind am Rand jeweils leicht beschnitzt, um sie zu glätten. Der Spazierstock ist ein „Beiprodukt" einer Nieheimer Flechthecke. In Nieheim in Nordrhein-Westfalen wurden über Jahrhunderte sehr stabile Hecken aus lebenden Haselruten mit dünnen Weidenruten verknotet und verflochten. Ulrich Pieper, Vorsitzender des Nieheim e.V. - AK Nieheimer Flechthecken schrieb dazu: „Dabei ist die Technik des Knotens besonders wichtig: Ein etwa finderdicker Weidenzweig wird mit dem dicken Ende durch das zu bindende Astwerk gesteckt. Die weiche Spitze wird zu einer Schlaufe geformt, das stabilere Ende über die Haselnusszweige gebogen. Beide Enden des Weidenzweiges werden mit den linken Hand fixiert. Mit der rechten Hand wir der überstehende Rest fast wie eine Kordel gedreht, bevor er mehrmals um die zuerst geformte Schlaufe geschlungen und festgesteckt wird. Es gibt kaum schriftliche Anleitungen für die Ausführung dieser Arbeiten." (Ulrich Pieper: Nieheimer Flechthecke - immaterielles Kulturerbe der UNESCO. In: Kreis Höxter Jahrbuch 2020, S. 231). Solche natürlich gewachsenen Weidenzäune sind nachhaltig. Bis zu 1,50 m hoch und mit viel Laub bewachsen bieten sie Tieren auf der Weide Schatten. Die Nüsse und das Laub der Hecken sind Futtermittel. Zudem dienen die dichten Hecken als Nistplätze für Vögel, Igel, Mäuse, Insekten sowie andere Tiere und tragen so zur Biodiversität bei. Seit 2018 ist das Wissen darum, wie man diese Hecken baut, als Immaterielles Kulturerbe im Bundesverzeichnis der Deutschen UNESCO-Kommission anerkannt. Für die Ausstellung „ALL HANDS ON: Flechten" (ab 2022 im MEK) fertigte der Heimatverein Nieheim e.V. - AK Nieheimer Flechthecken als Leihgabe das Modell einer solchen Flechthecke. Im Zuge dessen schenkte der Verein dem MEK den Spazierstock, der einer Flechthecke entstammt. Die Flechthecken müssen regelmäßig beschnitten und ausgedünnt werden. Dabei ergeben sich solche Holzstücke, die in der Form eines Spazierstocks gewachsen sind.