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Object type: Tierfigur (Rundplastik)
Museum für Islamische Kunst
Nicht ganz vollständig erhaltene Löwenskulptur aus Kalkstein. Der Löwe ist liegend in angespannter Haltung wiedergegeben. Sein Kopf ist geradeaus gerichtet, ebenso wie die nach vorne gestreckten Vorderbeine. Anatomische Details wie Rippen, Brustkorb und die Binnenzeichnung von Vorder- und Hinterläufen sind durch eingeschnittene Kerben angegeben. Die Hinterpfoten, die Mähne und der Schwanz sind detailliert wiedergegeben, wobei die Mähne aus zahlreichen nach links bzw. nach rechts eingerollten Löckchen besteht. Der Schwanz verläuft von unter dem rechten Oberschenkel über den Körper und mündet in einer langen Quaste auf dem Rücken. Der Kopf ist stark beschädigt und das Gesicht fehlt. Der Fundort im Thronsaal sowie das Fragment einer weiteren Löwenpfote (I. 6187) könnten darauf hinweisen, dass zwei fast lebensgroße Löwenskulpturen den Thron des Kalifen flankierten und dessen Macht und Stärke versinnbildlichten. Gefunden in der westlichen Nische des Thronsaales. Lebensgroße Statuen von Frauen, Männern und Tieren gehörten zur Ausstattung des Wüstenschlosses von Mschatta. Bis heute sind die Fragmente von über 20 Statuen im sogenannten Thronsaal sowie in der Säulenhalle im Eingangsbereich entdeckt worden. Eine derartige Ausstattung ist auch aus den zentralen Bereichen anderer umaiyadischer Paläste bekannt, wo große Skulpturen aus Stuck nachgewiesen werden konnten. Sie zeigen, dass in frühislamischer Zeit im weltlichen Umfeld der Kalifenpaläste das sogenannte Bilderverbot des Islam keine spezielle Beachtung fand. Die Statue gelangte 1903 zusammen mit der Palastfassade als Geschenk des osmanischen Sultans an Kaiser Wilhelm II. nach Berlin.
Museum für Islamische Kunst
Fragment einer Löwenskulptur aus Kalkstein. Es handelt sich um ein Fragment einer großen Löwenpfote, deren Zehen und Gelenke detailliert ausgearbeitet sind. Die Lage der Bruchstelle scheint eher zu einem sitzenden Tier als zu einem liegenden zu passen. Der Fundort im Thronsaal zusammen mit dem liegenden Löwen I. 6171 könnte darauf hinweisen, dass zwei fast lebensgroße Löwenskulpturen den Thron des Kalifen flankierten und dessen Macht und Stärke versinnbildlichten. Gefunden im Thronsaal. Lebensgroße Statuen von Frauen, Männern und Tieren gehörten zur Ausstattung des Wüstenschlosses von Mschatta. Bis heute sind die Fragmente von über 20 Statuen im sogenannten Thronsaal sowie in der Säulenhalle im Eingangsbereich entdeckt worden. Eine derartige Ausstattung ist auch aus den zentralen Bereichen anderer umaiyadischer Paläste bekannt, wo große Skulpturen aus Stuck nachgewiesen werden konnten. Sie zeigen, dass in frühislamischer Zeit im weltlichen Umfeld der Kalifenpaläste das sogenannte Bilderverbot des Islam keine spezielle Beachtung fand. Das Fragment gelangte 1903 zusammen mit der Palastfassade als Geschenk des osmanischen Sultans an Kaiser Wilhelm II. nach Berlin.
Museum für Islamische Kunst
Statuette eines Hasen aus Bergkristall mit geschnittenem und geschliffenem Dekor. Die Körperdetails der massiven kleinen Figur sind recht genau angegeben: Es handelt sich um einen liegenden Hasen mit angelegten Ohren; an der Unterseite sind drei Querrillen eingeschliffen. Der ursprüngliche Zweck der kleinen Figur ist unbekannt, aber die Bearbeitung der Unterseite legt nahe, dass sie vielleicht als Bekrönung eines anderen Objektes diente.
Museum für Islamische Kunst
Kleiner Löwenkopf aus Bergkristall mit geschnittenem und geschliffenem Dekor. Die Mähne, die Augenbrauen und das Maul sind durch Rillen angegeben, die Augen und Ohren sind plastisch gearbeitet. Im Maul ist eine kleine runde Bohrung, die vielleicht später ausgeführt wurde. Der untere Teil der Rückseite ist geglättet, darüber ist das Stück offenbar ausgebrochen worden, wobei auch das linke Auge und Ohr beschädigt wurden. Es ist unklar, wozu dieses Objekt gehörte. Möglicherweise war es eine Applikation für ein Gerät oder ein Gefäß.
Museum für Islamische Kunst
Statuette eines liegenden Ebers mit aufgestützten Vorderbeinen aus glasiertem Stein. Die massive und sehr schwere Figur zeigt das Tier auf einer rechteckigen türkisfarbenen Standplatte. Anatomische Einzelheiten wie Ohren, Nase, Schnauze und Hufe sowie die Konturen gegenüber der Platte sind schwarz glasiert; nur die Augen sind nachträglich aufgemalt. Über den Rücken verläuft eine blau glasierte Inschrift, die den dritten Vers aus Sure 5 des Koran wiedergibt; darin wird der Verzehr von Verendetem, Blut und Schweinefleisch verboten. Wofür die Figur genau bestimmt war, ist unbekannt. Vielleicht sollte sie auf anschauliche Weise die islamischen Speisegesetze verdeutlichen. Auch die Herstellung eines glasierten Steinobjektes ist äußerst ungewöhnlich.