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Object type: Web-/Spinngerät (Gerät)
Webgewicht, umlaufend eingekerbt
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Schwere Webgewichte aus Stein, wie das hier gezeigte aus dem Haus des Vorstehers der Rinderherden des Sonnengottes im Tempel des Aton, dienten während des Webvorganges der Straffung der einzelnen Garnfäden, so dass am Ende der Fertigung eine gleichmäßig gewobene Stoffbahn das Resultat bildete. Nach: Weber, A.; Wegner, E., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 216 (Kat.-Nr. 13).
Garnspule (?)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Garn wurde auf einer Spule zu einem Knäuel aufgewickelt. Bei dem hier abgebildeten Objekt handelt es sich um eine wiederverwendete Topfscherbe, was an dem noch vorhandenen Schnurdekor sowie der leichten Biegung der Wandung zu erkennen ist. Das gesponnene Garn lieferte das Ausgangsmaterial für die Weberei, welche in Achet-Aton durch zahlreiche Funde von Webinstrumenten belegt ist. Nach: Weber, A.; Wegner, E., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 216 (Kat.-Nr. 13).
Spinnschale
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die Web- und Spinnwerkzeuge aus verschiedenen Häusern Achet-Atons geben einen Einblick in das Alltagsleben der Textilhandwerker dieser Stadt. Ein Spinnwirtel diente am oberen Ende der Handspindel als Drehgewicht, um dem zu festigenden Faden aus Pflanzenfasern Schwung zu verleihen. Spannung wurde dabei durch das gestraffte Führen des Strangs durch die Ösen einer Spinnschale erzeugt. Das an dieser Stelle gezeigte Exemplar wurde von Borchardt zunächst nicht als solches erkannt. Seiner Meinung nach handelte es sich dabei um einen „Gefäßdeckel mit zwei inneren Ösen“. Mit rhythmischen Drehungen und dem Ziehen des Fadens durch eine Hand entstand ein festes Garn, das dann den Grundstoff zur weiteren Textilverarbeitung bildete. Nach: Weber, A.; Wegner, E., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 216 (Kat.-Nr. 13).
Spinnwirtel mit Lotosblatt-Dekor
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Der Spinnwirtel diente am oberen Ende der Handspindel als Drehgewicht, um dem zu festigenden Faden aus Pflanzenfasern Schwung zu verleihen. Spannung wurde dabei durch das gestraffte Führen des Strangs durch die Ösen einer Spinnschale erzeugt. Mit rhythmischen Drehungen und dem Ziehen des Fadens durch eine Hand entstand ein festes Garn, das dann den Grundstoff zur weiteren Textilverarbeitung bildete. Nach: Weber, A.; Wegner, E., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 216 (Kat.-Nr. 13).