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Bildnis zweier Monteure


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Objektbeschreibung

Hassebrauk malte das „Bildnis zweier Monteure“ im Auftrag des Kulturfonds der DDR. Dieser hatte 1952 den konkreten Auftrag vergeben, ein Doppelporträt von den Monteuren Rubbel und Nauman in Öl zu malen (Bundesarchiv, BArch DY30/84959, Bl. 74). 1953 erschien das Porträt auf einer Liste der „Sozialistischen Kulturbrigade“ (BArch DR1-5803, o. S.). Schon früh wurden in der DDR Künstler in öffentliche Aufträge eingebunden, damit sie den erfolgreichen sozialistischen Aufbau darstellten. Dazu war ein Porträt zweier Arbeiter gut geeignet. Im Stil unterscheidet sich das Werk stark von Hassebrauks anderen Arbeiten. Die Komposition und die Darstellung räumlicher Tiefe sind hier weniger komplex als für ihn charakteristisch; dafür zeigt die Behandlung der Farbe den Wunsch, dem vorgeschriebenen realistischen Stil zu entsprechen. Es ist nicht bekannt, ob oder wo das Bild ausgestellt wurde; 1963 deponierte es der Kulturfonds in der Nationalgalerie (Ost) und verlangte es nie zurück. Die offizielle Unterstützung blieb Hassebrauk aber erhalten. Er wurde über Jahre gefördert – durch Aufträge oder Verkäufe –, unter anderem vom Ministerium für Kultur, der Akademie der Künste und dem Staatlichen Kunsthandel (BArch DR1-7900, Bl. 9f.). Auch alle Gemälde von ihm in der Nationalgalerie waren Ankäufe des Staates oder mit staatlichen Mitteln. Ausgerechnet das „Bildnis zweier Monteure“, das thematisch und künstlerisch dem Sozialistischen Realismus entsprechen sollte, ist nicht Teil des Bestandes geworden, sondern hat bis heute den Status eines Depositums. | Emily Joyce Evans