Trois arabes
Objektbeschreibung
Neben seiner Faszination für andere Kulturen war es auch der kalte Winter in Paris, der Dubuffet im Jahre 1947 veranlasste, in die Oase El- Golea (Sahara) zu reisen. Dort tauchte er in die fremde Welt der Beduinen ein, deren Rituale und Lebensformen ihn faszinierten. Sie inspirierten ihn zu einem Bilderzyklus, zu dem auch das Werk „Trois Arabes“ (Drei Araber) gehört. Zu sehen sind drei Nomaden, die in der für sie typischen Gebärdensprache zu kommunizieren scheinen, Arme und Hände sind in Bewegung. Die Arme stechen wie Stöcke ungelenk aus den Körpern heraus. Auch Kleidung und Kopfbedeckung kommen in der elementaren Darstellungsweise von Dubuffet besonders zum Ausdruck. Das Volumen der Körper wird zur Fläche. Mit dicken Konturlinien fasst er die Gestalten ein, grenzt sie von dem Hintergrund, einem Sandhügel, ab. Über der Szenerie scheint, vergleichbar einer Kinderzeichnung, die Sonne. Die erdigen Farben sind in pastosen Schichten aufgetragen. Die meisten Werke dieser Reihe malte Dubuffet mit Gouachefarben, die er in Gummi auflöste, um die für seine Malerei typische haptisch-zerklüftete Oberfläche zu erzielen. | Melanie Franke