Femme accroupie à la draperie
Objektbeschreibung
Henri Laurens war durch die Freunde Pablo Picasso und Georges Braque zunächst mit dem Kubismus in Berührung gekommen, der ihn faszinierte und sein Werk bis zum Beginn der 1920er Jahre prägte. In den folgenden Jahren vollzog sich dann in seinem Werk eine schrittweise Neuorientierung von der scharfkantigen kubistischen Abstraktion hin zum organischen Körpervolumen, wie dies kurz zuvor auch bei Picasso zu beobachten war. Seine konstruktive Gesinnung aus der Zeit des Kubismus, das Ausbalancieren von plastischen Gewichten und räumlichen Elementen blieb indes erhalten, doch gab er jetzt seinen Formen eine größere Geschmeidigkeit und bald auch eine rhythmische Bewegtheit. Wichtige Anregungen zu dieser Selbstfindung empfing Laurens seinerzeit von den beiden älteren Freunden Aristide Maillol und Henri Matisse und ihren unterschiedlichen plastischen Konzeptionen: der blockhaft geschlossenen Form (Maillol) und der bewegten Körperarabeske (Matisse). | Anita Beloubek-Hammer