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Belle au regard masqué


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Objektbeschreibung

Die Oberfläche der Bilder, ihr sinnlicher Reiz, war Dubuffet ein besonderes Anliegen. So entwickelte er immer neue Verfahren, verwendete die unterschiedlichsten Materialien, um auf diese Weise zu ungewöhnlichen Strukturen zu gelangen. Die Schmetterlingssammlung seines Freundes, des Poeten Pierre Bettencourt, inspirierte ihn, den bunten Faltern selbst hinterherzujagen, sie zu trocknen und ihre hauchzarten und farbenprächtigen Flügel in Collagen zu fixieren. Vor dem dunklen Hintergrund kommt das flatterhaft-zarte Wesen der Geschöpfe besonders gut zum Ausdruck. Physiognomische Details der „Belle au regard masqué“ (Schöne mit verstecktem Blick) interessierten Dubuffet dabei ebenso wenig wie sonst in seinem Werk. Denn es sind die Oberflächenreize der uns umgebenden Welt, die er, anstatt sie rein malerisch zu evozieren, lieber mit realen Materialien zum Ausdruck brachte. Dabei rücken auch die Eigenschaften der Materialien ins Blickfeld, die sich im Werk möglichst gut entfalten sollen. Die zarten Flügel sprechen die sinnliche Empfänglichkeit des Betrachtenden an. Lässt man sich darauf ein, wirft einem die Schöne vielleicht einen versteckten Blick zu. | Melanie Franke