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Le solitaire, ou : Le penseur


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Objektbeschreibung

Die mit feiner Tusche auf graues Naturpapier gezeichnete Komposition gehört zur Gruppe der „Köpfe“ (SSG 300). Die Datierung um 1943 ist sehr vage, denn die Werklisten, die WOLS’ Frau Gréty führte, lassen eine präzise Datierung nicht immer zu. Sicher ist, dass die Zeichnung 1945 bei der Galerie René Drouin in Paris ausgestellt wurde. Zum gleichen Zeitpunkt entwickelte sich auch die Freundschaft zwischen Jean-Paul Sartre und WOLS. Typisch für dessen grafische Werke der Kriegsjahre ist das Oszillieren zwischen erkennbar gegenständlichen Elementen und poetischer Formerfindung. Das Motiv des Kopfes zeichnet sich in diesem Werk nur in Andeutung ab. Immer wieder wirken zeichnerische Motive wie Flecken, Löcher oder Strudel auf die Kopfform ein und scheinen sie zerstreuen zu wollen. Kopf und Nacken zerfallen, nicht nur in ihre organischen Bestandteile, sondern auch im Bildgeschehen, denn sie schweben über einem Liniengerinnsel, das den Eindruck von Verfall noch unterstreicht. Die Dekomposition ist das Thema von Bildern wie diesem, das von der existenziellen Infragestellung des Lebens zeugt, die WOLS selbst nur allzu gut kannte. | Kristina Lowis