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Objektbeschreibung

Im Jahr 1939 war Klee mit weit über 1.000 Werken produktiver als je zuvor. Wie einige Jahrzehnte später Picasso, begegnete Klee dem nahenden Ende mit deutlich erhöhter künstlerischer Aktivität. „Er sitzt abends bis 11 Uhr und Blatt für Blatt fällt zu Boden …“, berichtete seine Frau Lily schon 1937 dem Klee-Biografen Will Grohmann. „von fern“ gehört in eine große Gruppe rein linearer Bleistiftzeichnungen, in denen sich die dargestellten Körper nach und nach in ihre Elemente auflösen. Titel wie „Der wandernde Kopf“, „Eine Art Kopf sucht Position“, „Falscher Kopf am falschen Ort“ oder das im Werkverzeichnis unmittelbar vorausgehende „Der Kopf? (der zuletzt!)“ verweisen auf den Konflikt zwischen wachem Geist und einem Körper, der immer steifer und unbeweglicher wurde. Die Teilnahme an der Welt und ihrem Geschehen war nur noch aus der Ferne möglich. Ein ausgestreckter Arm und eine Wolke versuchen, einen Gegenstand am linken Bildrand zu berühren, während sich der Körper rechts verkrampft wie eine zusammengekrallte Hand. | Dieter Scholz