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La vie des sous-sols


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Objektbeschreibung

Die Landschaft taucht als Motiv im Œuvre von Dubuffet immer wieder auf. Von November 1951 bis April 1952 hielt sich der Künstler, während er an imaginären Landschaften arbeitete, in New York auf. Dort sah er Werke von Jackson Pollock, mit dem er sich über die neue Rolle des Materials im Schaffensprozess austauschen konnte. Was beide Künstler verbindet, ist ein reges Interesse an den eigendynamischen Anteilen von Stoffen: Sei es das Fließende der Farbe in den Tropfbildern (Drippings) von Pollock, seien es die Widerstände von bröckeligem Sand und Gips beim Auftragen auf die Leinwand bei Dubuffet. Beide Künstler pressen das Material nicht in eine Form, sondern suchen im Schaffensprozess den Dialog mit den Substanzen. Je nachdem, welche Eigenschaften sie diesen entlocken können, ergeben sich Formen selbsttätig. Der Künstler ist nur mehr Auslöser für diesen Automatismus. Daraus gerinnen Werke, von denen nicht selten auch eine haptische Wirkung ausgeht, wie dies bei den ‘Vorstellungslandschaften’ Dubuffets der Fall ist. Während „Terre fleurie“ (Blühende Erde, SSG 71) die oberirdische Vegetation darstellt, zeigt der Künstler in „La vie des sous-sols“ (Unterirdisches Leben) das unterirdische Leben als stofflich-körnige Textur, das sich je nach Imaginationskraft des Betrachtenden in ein Panorama der Fantasie verwandeln kann. | Melanie Franke