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Objektbeschreibung

Dreibeinige, rundbodige Schale mit einem tiefständigem Umbruch und leicht konkaver Wand. Die drei hohlen, konischen Beinen besitzen eine schmale, vertikale Öffnung. Das Objekt wurde beidseitig geglättet, geschlämmt, grundiert, bemalt und poliert. Die restaurierte Keramik besitzt mehrere Bruchstellen.

Die Keramik besitzt eine rot-orange Grundfarbe, die weiß-gelb bemalt wurde. An der Außenseite der Gefäßwand befinden sich drei rechteckige Bildfelder, die ein geometrisches Motiv zeigen. Es stellt nach Hartman (1901) einen stark stilisierten, zoomorphen Kopf dar, der zwei gegenständige Mäuler besitzt. Die Beine sind als halb geöffnete Vogelschnäbel gestaltet, die durch eine breite, vertikale Linie verziert werden. An der Innenseite der Schalenwand befindet sich ein unterrandständiges, umlaufendes Motivband, das aus vertikalen Linienbündeln und horizontalen Wellenlinien besteht. Der Fries wird durch ein hochständiges, umlaufendes Band begrenzt. Nach Lothrop 1926: yellow line ware.

Kulturelle Bedeutung: im keramischen System des Zentralen Hochlands von Costa Rica tauchen nur wenige polychrome Keramiken auf. Ihre Position wird weitgehend durch Gruppen ersetzt, die ein- oder zweifarbige Verzierungen besitzen. Das Zentralmotiv des Objekts erscheint in verkürzter Form auch in der Gruppe Pitahaya Band Blanca (1550-1000d.C.).
(Künne 2004)