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Objektbeschreibung

Die Reliefplatte war wahrscheinlich ursprünglich eine Brüstungsplatte einer Schrankenanlage. Sie zeigt deutliche Spuren einer Wiederverwendung. Der obere Teil des Reliefs wurde abgetrennt, wie an dem beschnittenen Kreisnetz und dem fehlenden Rahmen ersichtlich ist, und an allen vier Seiten wurde der Rand abgeschrägt.
Von der ursprünglichen Platte ist eine hohe glatte Sockezone erhalten. Darüber schließt ein reliefiertes Bildfeld an. Dieses wurde ursprünglich an allen vier Seiten von einem dreifach abgestuften Rahmen eingefasst. Ein Kreisnetz aus dreistreifigen Schlingbandranken überzieht fast das gesamte Relieffeldfeld. Erhalten sind zwei Reihen von je sechs Medaillons. Das Zentrum jedes Medaillons bildet ein kleiner Knopf, um den sich drei Dreiblattmotive winden, die aus den Schlingbandranken hervorwachsen. Die gesamte erhaltene Höhe innerhalb des Rahmens wird auf der rechten Seite von einer Palmette mit gegabeltem Stiel ausgefüllt.
Welches die zweite Verwendung war, ist nicht sicher zu sagen. Zwei rechteckige Einlassungen links in der Mitte und rechts unten könnten damit zusammenhängen, vielleicht handelt es sich um Klammerlöcher. Möglicherweise wurde die Platte mit der Reliefseite gegen eine Wand gesetzt, die glatte Rückseite diente dann als Wandverkleidung. Auf diese Weise wurden Werkstücke aus wertvollem Marmor recht häufig wiederverwendet und haben sich so, wenn auch oft verstümmelt, erhalten.