Aramäisches Ostrakon mit einem Brief mit Erwähnung von Wolle und Gips
Objektbeschreibung
Diese beschriebene Keramikscherbe, auch Ostrakon genannt, datiert in die 27. Dynastie, als Ägypten unter persischer Fremdherrschaft stand. Es handelt sich um einen aramäischen Text mit einem Brief, der Wolle und Gips erwähnt. Aramäisch war die lingua franca des westlichen Perserreiches der Zeit. Dieses Ostrakon stammt aus der aramäo-jüdischen Gemeinde von Elephantine.
(V. Lepper)
Ostraka sind ein sehr verbreitetes Schreibmaterial im Alten Ägypten. In der Regel sind dies Krugscherben, auf denen kurze Texte notiert wurden, wie beispielsweise Briefe, Listen, Abrechnungen oder Notizen. Dieses Ostrakon stammt von der Nilinsel Elephantine in Ägypten und wurde während der Ausgrabungen der damals Königlichen Museen durch Otto Rubensohn und Friedrich Zucker zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgegraben. Die hier verwendete Sprache und Schrift ist das Aramäische. Aramäisch ist eine semitische Sprache, die mit einer Alphabetschrift notiert wurde. Insbesondere im 5. Jahrhundert v. Chr. wurde sie als „lingua franca“ im westlichen Perserreich und damit auch in Ägypten eingesetzt. Von der Nilinsel Elephantine stammen zahlreiche aramäische Texte aus dieser Zeit, die zu der dortigen aramäo-jüdischen Gemeinde gehörten.
Mitteilung an Zaccur, es geht um Wolle und Gips.
http://elephantine.smb.museum/record/ID100630
V. Lepper / St. Wimmer