Logo

Demotisches Ostrakon mit einem Tempeleid: Streit um Weizen


FacebookAuf Facebook teilen

Objektbeschreibung

Auf diesem Ostrakon ist ein demotischer Tempeleid notiert. Es handelt sich dabei nicht um einen kultischen Text, sondern um eine juristische Prozessurkunde, die ein doppeltes Urteil je nach Entscheidung des Beklagten enthält. Letzterer ist hier Harchonsis, Sohn des Chesthotes. Er soll im Tempel vor dem Gott Chons einen Eid leisten, um sich damit gegenüber Psenthotes zu verpflichten. Er soll bestätigen, von Psenthotes und dessen Mutter 3,25 Artaben Weizen erhalten zu haben, und diese wieder herauszugeben. Sofern er den Eid nicht leistet, kommt das gegenteilige Urteil zum Tragen: Er muss dem Psenthotes 5,25 Artaben Weizen zahlen, also 2 Artaben mehr.
J. Moje