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Demotisches Ostrakon mit einem Tempeleid: Reinigungseid vom Verdacht des Diebstahls


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Objektbeschreibung

Auf diesem Ostrakon ist ein demotischer Tempeleid notiert. Es handelt sich dabei nicht um einen kultischen Text, sondern um eine juristische Prozessurkunde, die ein doppeltes Urteil je nach Entscheidung des Beklagten enthält.
Letzterer ist hier Harnouphis, Sohn des Por///. Er soll im Tempel vor dem Gott Month einen Eid leisten, um sich damit gegenüber Psenmonthis zu verpflichten: Er soll betätigen, dass er keinen Diebstahl von bestimmten Gütern, deren Details verloren sind, getätigt hat. Sofern er den Eid nicht leistet, kommt das gegenteilige Urteil zum Tragen: Er muss 120 Silberkite zahlen.
J. Moje