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Losbruch (Vorstudie zur gleichnamigen Radierung)


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Objektbeschreibung

Eine der ersten Kollwitz-Erwerbungen der Handzeichnungssammlung der Nationalgalerie unter Hugo von Tschudi. Bei diesem Blatt ist die Figur der Schwarzen Anna, für die mehrere Einzelstudien [#vgl. Ident. Nr. SZ Kollwitz 4] bereits vorlagen, nur zart angedeutet, während die losstürmenden Bauern im Hintergrund äußerst sorgfältig durchgezeichnet sind. Selbst das Gras auf dem Boden und die Wolken am Himmel wurden von der Künstlerin festgehalten. Die in die Darstellung einschneidende flüchtige Umrahmung markiert den Bildrand der gleichzeitig bearbeiteten Radierung. An Detailliertheit übertrifft die Studie sowohl die Entwurfsskizze [...] als auch die Vorzeichnung im Dresdner Kupferstich-Kabinett [...], die beide um 1902 datiert werden und durchgängig skizzenhaft gehalten sind. Sie bestimmen die Figuren hauptsächlich in kräftigen Umrissen. Die Berliner Studie steht den ersten beiden Zuständen der Radierung [#vgl. Ident. Nr. 495-1909] besonders nahe.

(Text: Sigrid Achenbach, Käthe Kollwitz (1867-1945). Zeichnungen und seltene Druckgraphik im Berliner Kupferstichkabinett, Ausst.-Kat. Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1995, S. 63, Kat.-Nr. 62)