Kopf eines lächelnden Mannes mit Mütze (Selbstbildnis)
Objektbeschreibung
In der Forschung wird nahegelegt, dass die Zeichnung mit einem gemalten Selbstbildnis (Privatsammlung) in Verbindung stehen könnte. Auf dem Gemälde trägt Jordaens eine gestreifte Mütze, unter der seine braunen Locken hervorquellen, der weiße Hemdkragen liegt auf einer dunklen Jacke mit silbernen Knöpfen. Der Schnurrbart ist gezwirbelt, der Blick geht jedoch - anders als auf der Zeichnung - an den Betrachtenden vorbei nach links. Jordaens wäre hier demnach Mitte 40, er könnte sich mit einem Spiegel selbst gezeichnet haben. Das Mann lächelt verschmitzt, sein Gesicht scheint lebendig und nicht idealisiert. Pupillen, Nasenlöcher und Mund sind mit dunklen Akzenten betont worden.
Das Gemälde wiederum diente wohl als Vorlage für einen Kupferstich von 1679, der als Illustration in Joachim von Sandrarts Lebensbeschreibung des Künstlers in der Teutschen Academie Verwendung fand.