Harzer Holzwaaren Verkäuferin.
Objektbeschreibung
Hochformat. In Berglandschaft sitzt ein Mädchen mit einer Kiepe voller Holzwaren wie Quirle, Stampfer, Essbrettchen. Darum eine Rahmenborte aus Blattranken.
Stich nach einem Gemälde von E. Meyerheim; gest. v. R. Trossin & G. Michaelis. Gedr. von J. Becker.
In seinem Beitrag über "Die Tragekörbe des Unterharzes und ihre Korbmacher" (1973) geht Fritz Klocke auch auf Herstellung und Funktion dieser Körbe ein. Demnach wurden solche Rückentragekörbe vorwiegend von Frauen genutzt. Beladen konnten die Körbe bis zu 20 kg schwer sein. Damit liefen die Trägerinnen bis zu 50 km am Tag. (Klocke, 1973, S. 232) Solche Harzer Körbe wurden beispielsweise in Molmerswende, Schielo und Königerode hergestellt. Das Flechtmaterial war dort Hasel, welches als Unterholz im Harzer Mischwald wuchs. Die Frauen bezogen die Körbe direkt vom Korbmacher. Harzer Körbe wurden ohne Bodenbrett gearbeitet, im Unterharz wurden nur Bügelkörbe angefertigt. Später, als mit Aufforstung durch Fichtenhochwald die Haselstecken nicht mehr zu bekommen waren, wurden Tragekörbe in viereckiger Form auch aus geschälter Weide gefertigt.
Der Stich einer Benneckensteiner Handelsfrau wurde 1969 von Louis Wille in "Benneckensteiner Heimatbuch" o.O., 1969, S. 145 abgebildet. Er ist auch bei F. Klocke, 1973, Tafel 22.2 abgebildet.
Stich nach einem Gemälde von E. Meyerheim; gest. v. R. Trossin & G. Michaelis. Gedr. von J. Becker.
In seinem Beitrag über "Die Tragekörbe des Unterharzes und ihre Korbmacher" (1973) geht Fritz Klocke auch auf Herstellung und Funktion dieser Körbe ein. Demnach wurden solche Rückentragekörbe vorwiegend von Frauen genutzt. Beladen konnten die Körbe bis zu 20 kg schwer sein. Damit liefen die Trägerinnen bis zu 50 km am Tag. (Klocke, 1973, S. 232) Solche Harzer Körbe wurden beispielsweise in Molmerswende, Schielo und Königerode hergestellt. Das Flechtmaterial war dort Hasel, welches als Unterholz im Harzer Mischwald wuchs. Die Frauen bezogen die Körbe direkt vom Korbmacher. Harzer Körbe wurden ohne Bodenbrett gearbeitet, im Unterharz wurden nur Bügelkörbe angefertigt. Später, als mit Aufforstung durch Fichtenhochwald die Haselstecken nicht mehr zu bekommen waren, wurden Tragekörbe in viereckiger Form auch aus geschälter Weide gefertigt.
Der Stich einer Benneckensteiner Handelsfrau wurde 1969 von Louis Wille in "Benneckensteiner Heimatbuch" o.O., 1969, S. 145 abgebildet. Er ist auch bei F. Klocke, 1973, Tafel 22.2 abgebildet.