Der Flötenspieler
Objektbeschreibung
Gekleidet in ein Kostüm mit leuchtend gelben Ärmeln blickt der junge Flötenspieler den Betrachtenden an. Er hat die Querflöte gegen die Lippen gesetzt und scheint mitten im Spiel. Seine Kleidung, insbesondere die extravagante weiße Feder an seinem Barett, sticht hervor - es handelt sich dabei nicht um zeitgenössische Alltagskleidung. Baburens musizierender Jüngling personifiziert möglicherweise das "Gehör", als Teil des zu jener Zeit vielfach dargestellten Themenkreises der "Fünf Sinne". Das ausgeprägte Helldunkel des Gemäldes geht auf das Vorbild des Italieners Caravaggio zurück. Baburen, der sich von etwa 1612-1620 in Rom aufhielt, war mit dessen Malweise vertraut. Er war, neben Hendrick ter Brugghen und Gerrit van Honthorst, ein Hauptvertreter des sogenannten Utrechter Caravaggismus.
SIGNATUR / INSCHRIFT oben rechts: Baburen fecit / Anno 162(1?)