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Objektbeschreibung

Zwar ist nur ein Fragment erhalten, doch lässt sich daraus das Relief in großen Teilen rekonstruieren. Die thronende Maria, von der nur der frontal ausgerichtete Kopf und der Ansatz ihrer linken Schulter erhalten ist, nahm die Mittelachse der ursprünglichen Komposition ein. Trotz des stark beriebenen Gesichts lassen sich die enganliegende Kopfhaube und das darüberliegende Schleiertuch, das Maphorion, unterscheiden. Den Kopf umfängt ein großer Nimbus. Sehr wahrscheinlich saß das Christuskind auf ihrem Schoß.
Auf Höhe des Rückens Mariens wird rechts die Thronlehne mit einer mit Zickzackmuster verzierten horizontalen und einer senkrechten, wie geflochten wirkenden Strebe sichtbar. Ein als Halbfigur dargestellter Engel wendet sich mit anbetend ausgebreiteten Armen Maria zu. Der linke Teil der Thronlehne und ein zweiter Engel sind links von Maria symmetrisch zu ergänzen, ebenso das Wort ΜΗ[TH]P, das sich mit dem rechts des Nimbus eingeritzten Wort Θ[ΕΟ]Υ zu der üblichen griechischen Bezeichnung Mariens als „Mutter Gottes“ zusammenfügt. Die erhaltene schräge Kante rechts oben belegt, dass das Relief oben spitz zulief.
Das Relief kam zusammen mit dem Fragment einer stehenden Maria in die Sammlung (Inv. 6267).