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Kopie einer Wandmalerei mit der Darbringung Jesu im Tempel aus dem Latmos-Gebirge


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Objektbeschreibung

Im Evangelium des Johannes (2, 22-39) wird beschrieben, wie Maria und Joseph mit ihrem Sohn Jesus in den Tempel gehen, um das Reinigungsopfer darzubringen. Dort begegnen sie Simeon, einem frommen Mann, dem geweissagt worden war, er würde nicht eher sterben, als bis er Christus gesehen hätte, und der Prophetin Hanna, einer ebenfalls gottesfürchtigen alten Witwe.
Auf dem Bild steht im Zentrum der Altar. Auf der purpurfarbenen und goldverzierten Altardecke liegt ein kostbar eingebundenes Buch. Ein Ziborium steht mehr hinter als über dem Altar. Von links nähern sich Maria und Josef. Er bringt das Opfer, zwei Tauben. Maria hat Jesus bereits an Simeon übergeben, der ihr auf der rechten Seite des Altares gegenübersteht und das Kind liebevoll an sich drückt. Hinter ihm weist Hanna zum Himmel und hält eine Schriftrolle, auf der übersetzt zu lesen ist „Dies ist das Neugeborene, das Himmel und Erde fest gemacht hat“.
Als Konrad Boese die Wandmalereien in der Paulushöhle des Stylosklosters im Maßstab 1:1 kopierte, waren offenbar einige Buchstaben schon nicht mehr lesbar oder zerstört. Dadurch erklären sich Fehlstellen im Text auf der Kopie.